CEBR: 99% Wahrscheinlichkeit, dass der Euro zerbricht

Noch im Jahr 2012 wird mindestens ein Land die Eurozone verlassen und die Wahrscheinlichkeit eines Euro-Zusammenbruchs in diesem Jahr liege bei immerhin 60 Prozent, so das renommierte Center for Economics and Business Research (CEBR). Innerhalb der nächsten zehn Jahre liege die Wahrscheinlichkeit 99%, dass die Euro-Zone zerfällt.

Das Zentrum für Wirtschafts- und Geschäftsstudien (CEBR), ein angesehener britischer Think Tank, teilte in einem Statement am Montag mit, dass man davon ausgehe, dass 2012 das „Jahr sein wird, in dem der Euro beginnen wird, zusammenzubrechen“. Es sei keine absolute Tatsache, so der Think Tank in seinem Statement, „wir sagen nur eine 60 prozentige Wahrscheinlichkeit voraus“. Aber ihre Vorhersage sei in jedem Fall, dass „bis Ende des Jahres mindestens ein Land den Euro verlassen werde“. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Euro in den nächsten zehn Jahren zusammenbrechen werde, liegt sogar bei 99 Prozent, analysierte der Chef von CEBR, Douglas McWilliams. Besonders das europaweit fehlende Wachstum ist hier ausschlaggebend.

„Ich erwarte, dass die meisten wichtigen französischen und deutschen Banken gerettet werden, um die Abschreibungen ihrer Staatsschulden zu kompensieren“, sagte Douglas McWilliams. Möglicherweise müssen sie zu diesem Zweck verstaatlicht werden. Mit Blick auf Großbritannien warnt der Think Tank, dass das Land sich bereits in einer Rezession befinden könnte und das Wirtschaftswachstum sehr wahrscheinlich sinken wird. Die Tatsache, dass Großbritannien nicht Mitglied der Eurozone ist, hilft den Briten nach Einschätzung von CEBR also wenig.

Zudem sei bei Griechenland ein Euroaustritt so gut wie sicher und bei Italien sei es Wahrscheinlichkeit eines Ausscheidens aus der gemeinsamen Währung größer als die eines Verbleibs in der Eurozone.

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Kommentare

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  1. xicht sagt:

    Jaja, schon wieder ein Weltuntergang, und schon wieder ein verschobener. Wenn ich von einer „99% Wahrscheinlichkeit“ höre/lese weiß ich schon im voraus, dass der Schreiberling sich aber schwer was aus den Fingern gesogen hat.
    Der Weltuntergang wird kommen. Aber mit dem Datum tun sich die dunklen Propheten immer so schwer. In meinem schmalen Leben habe ich um die 60 Weltuntergänge verpasst, da kommt’s auf den einen auch nicht mehr an. Übrigens, seit 2002 geht der Euro immer spätestens nächstes Jahr den Bach runter. Warum eigentlich immer nächstes Jahr?

  2. Adenauer sagt:

    Max Keiser sagt für 2012 Bank Holidays für GB voraus, während der Euro da bleibt wo er ist. Die Abwieglungsszenarien in London, die offiziell für den Euro Kollaps konzipiert sind, lassen sich auch für den Sterling anwenden.

  3. louis-portugal sagt:

    Einverstanden.
    In Portugal,Spaniën und Griechenland schiessen alle schlechte Zahlen incl. die Selbstmorden in die Höhe.
    Wie lange kann dass Volk dass hier noch überleben.
    Diese Länder werden völlig abgewürgd und werden nie die erwünschte Nulllinië erreichen.

    • xicht sagt:

      Das ist falsch. Die aktuellen Selbstmordraten recherchieren und mal mit denen von Russland vergleichen.

  4. Gonzo sagt:

    Schaumamal… dann sehmaja…! Die Yankees würde ein Euro-Crash sicher freuen!

    • Bazookaaa sagt:

      Äh, die USA leihen der EZB Milliarden über Swaps, da die EZB kein Geld selber drucken kann. Die EZB verleiht, das von der FED geliehene Geld, an die Banken.

      Die FED hält den Euro noch stabil. Sonst wäre die Finanzkrise im Euroraum in vollem Gang. Aber wer fragt schon wo die EZB ihr Geld her bekommt?

    • Knut34 sagt:

      Mich auch!

  5. Conan sagt:

    Um den Euro zu retten wird bald eine Fiskale Union aufgerichtet mit Deutschland als einziger Führer Europas …

    • Gero sagt:

      Im Gegenteil die EU-Mafia grenzt Deutschland aus!

      EZB Chefvolkswirt ist nach Stark ein Belgier geworden!!

      Noch Fragen – die Deutschen brauchen nur die Schecks unterschreiben!!!

  6. Gast sagt:

    Im März dürfte die Entscheidung fallen, denn dann muß Griechenland einige Milliarden zur Verfügung haben um fällige Staatsanleihen zu bedienen. Da dies ohne Hilfe vom IWF oder der EZB nicht klappt, könnte Griechenland den Auslöser für den beginnenden Zusammenbruch spielen. Zudem steht die Übergangsregierung unter Druck, da eine weiter Unterstützung ohne notwendige Neuwahlen vom Parlament nicht mehr gewährleistet wird. Griechenland droht selbst schon mit dem Euro-Austritt wenn die nächste Hilfszahlung und ein Schuldenschnitt von 75 % nicht erfolgen. Zudem leidet Griechenland unter massiver Kapitalflucht was bedeutet, das jede weitere Hilfszahlung sofort wieder ins Ausland exportiert wird. Der Euro wird an dem Austritt von Griechenland nicht zerbrechen aber es dürfte schwere Schäden bei den Gläubigern geben. Italien steck in einer ähnlichen Situation ( fällige Staatsanleihen, Kapitalflucht, Übergangsregierung )

    Griechenland und Italien sind sichere Austrittskandidaten.

  7. haden sagt:

    Interessant ist auch, dass der deutsche Zoll im Auftrag des Bundesfinanzministeriums angewiesen wurde auch zweifelhafte Steuerbescheide (gleich welcher Art), auch solche die vor Gericht angefochten werden, massiv und ohne Rücksicht auf entsprechende Gesetze durchzusetzen. Hierbei ist auch geltendes Recht zu umgehen um Einnahmen zu generieren.

    Es wurden massenhaft Zwangshypotheken/Zwangsgrundschulden in Immobilien deutscher Immobilienbesitzer zu Gunsten der Bundesrepublik Deutschland eingetragen und Rentenpfändungen vorgenommen. Dadurch wurden selbst Renten gepfändet die derzeit noch gar keinen Anspruch auf Rente besitzen!

    Davon spricht das Bundesfinanzministerium und der Bundesfinanzminister nur sehr ungern. Auf Anfragen hierzu erfolgt grundsätzlich keine Stellungnahme. Selbst bei konkreten Fällen mit Einwilligung der Betroffenen wird keinerlei Auskunft erteilt.

    Es ist wieder so weit, das Reich und Weimar lässt grüßen!

    Mal sehen welches Fass in der schönen EU als erstes Explodiert. Besonders wenn das Bundesfinanzministerium gezwungen sein wird, ALLE Bürgschaften, Garantien und Kredite in den Haushalt aufzunehmen und zu verbuchen. Wie dann der Nachtragshaushalt aussehen wird? Dann hilft auch kein Tarnen und Täuschen mehr, dann schlägt die Stunde der Raiting-Fetischisten.

    Am Rande bemerkt, klingen viele Finanzgesetze der vergangenen Monate wie Kopien alter Reichsfinanzgesetze, nur das heute Bund drauf steht. Den Erfolg dieser Politik kann jedermann in Geschichtsbüchern oder auch bei Wikipedia nachlesen. Dort finden sich auch oft Verweise auf alte Gesetze und deren Wortlaut.

    • Karl Heinz sagt:

      Das interessiert mich. Woher sind Ihre Infos zu den Zwangsmaßnahmen?

      • AnnaDomini sagt:

        Jeder Steuerbescheid muss erst einmal bedient werden, und sei er auch noch so falsch. Sie können dann Einspruch erheben, aber bezahlt wird vorher, sonst wird gepfändet, die Selbstbehaltgrenzen werden schnell ausgehebelt. Ein Bekannter wurde wegen eines falschen Steuerbescheids gepfändet, dem hat man sein hart geschaffenes Lokal mit Eisenbahnwaggons, Minigolf etc. im Handumdrehen für 100.000€ per Zwangsverwalter verramscht, es hatte einen Wert von knapp 800.000€. Er ist pleite, hat immer noch Schulden, drei Herzinfarkte. Und seit 5 Jahren läuft das von ihm angestrebte Verfahren. Wenn in DL eine Prüfung vom Finanzamt ansteht, verdunkelt sich der Himmel.

        • holly sagt:

          Steuerbescheide ohne Rechtsgrundlage bedienen ???

          Spätestens seit dem BMJBBG 2007 ( Bereingungsgesetz Besatzungsrecht ) hat mit der Streichung des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung1977 ( AO77) die BRD keine Rechtsgrundlage mehr Steuern zu erheben !

    • AnnaDomini sagt:

      Ich gebe Ihnen vollkommen Recht. Derzeit sind Finanzbehörden auf der Schnüffelspur (nennt sich Steuerprüfung), wehe, Sie haben als Selbstständiger nicht das Geld, sich einen Steuerberater leisten zu können. Bei den Finanzgesetzen kennen sich ja selbst Finanzbeamte nicht mehr aus. Und auch mit Steuerberater ist man vor Nachzahlungen nicht sicher. Da wird auf Teufel komm raus ausgepresst, wo es nur geht. In meinem Bekanntenkreis wurden zig Firmen geprüft, alles kleine Betriebe. Das, was Griechenland bei sich versäumt, arbeitet das Finanzamt hier wieder ein.

      • holly sagt:

        da bleibt eigentlich nur den zuständigen „Finanzbeamten“ ,der keiner mehr ist seit 1990, persönlich zu verklagen, denn er haftet mit seinem Privatvermögen als Privatperson da es im vereinigten Wirtschaftsgebiet ( BRD ) keine Staatshaftung mehr gibt

        … mal beim zuständigen „Finanzamt“ ( genauer gesagt Finanzbehörde ) mal nach der Rechtsgrundlage fragen , wieso sie Steuern und Abgaben einfordern