Deutschland: Niedrigste Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung

Durchschnittlich sind 2011 nur 2,976 Millionen Deutsche als arbeitslos registriert gewesen. Doch nicht alle Arbeitslosen werden adäquat erfasst. Außerdem problematisch: Viele Menschen können von ihrem Gehalt nicht leben, denn im europäischen Vergleich haben die Arbeitnehmer deutliche Einbußen bei den Reallöhnen hinnehmen müssen.

Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlichte am Dienstag ihre Arbeitslosenzahlen. Durchschnittlich waren 2011 lediglich 2,976 Millionen Menschen in Deutschland als arbeitslos registriert. So wenige wie zuletzt 1991. Saisonbedingt stieg zwar die Arbeitslosigkeit im Dezember im Vergleich zum November noch einmal um 67.000 an – vor einem Jahr waren allerdings zur selben Zeit 231.000 Menschen mehr arbeitslos. Einen Rekord erreichte auch die Zahl der durchschnittlich in Deutschland im Jahr 2011 arbeitenden Menschen mit Wohnsitz in Deutschland: 41,01 Millionen.

Einige Aspekte dürfen jedoch angesichts dieser Zahlen nicht vernachlässigt werden. So werden beispielsweise ehemalige Selbstständige, die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, Hausfrauen, Menschen in Schulungen, und auch andere Deutsche, die sich nicht bei der Bundesagentur für Arbeit registrieren, gar nicht mit diesen Zahlen nicht erfasst. Ganz zu schweigen von den Menschen in Kurzarbeit oder mit einem Verdienst am Rande des Existenzminimums. Zudem ist das Wetter auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit: Die diesjährige Durchschnittstemperatur im Dezember war dem Deutschen Wetterdienst zufolge die fünf wärmste seit 1881 gewesen. Was dazu führte, dass gerade in Branchen wie dem Baugewerbe noch gearbeitet werden kann. Und auch die Lohnstückkosten sind im Vergleich zu anderen EU-Ländern deutlich niedriger. Zwischen 2000 und Sommer 2011 stiegen diese in Deutschland durchschnittlich um 0,6 Prozent, während sie in der Euro-Region im Durchschnitt um 1,8 Prozent wuchsen, so das Wirtschaftsinstitut IMK Mitte Dezember.

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Kommentare

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  1. Margrit Steer sagt:

    Und wieder einmal eine so herrlich gefälschte Statistik und leider glaubt der dumme deutsche Michl das.
    Wie bereits im Artikel erwähnt, sind es z. T. prekäre Arbeitsverhältnisse, 400 €-Jobs usw.
    Nicht gezählt in der Arbeitslosenstatistik werden Arbeitslose ab 58 Jahren, Leute in Weiterbildungen obwohl sie ja arbeitslos sind, 1€-Jobber.
    Und wer als Arbeitsloser angibt, dass er einen 400€-Job zusätzlich hat, hört auch in Punkit Stellenvermittlung nie wieder vom Arbeitsamt, offenbar fallen also auch diese Arbeitslosen aus dem Computer obwohl sie einen Job suchen.
    Wie lange kann diese sozialistischen Merkel-Regierung das Volk noch verdummen? Wann wachen die Deutschen auf?
    Wo sind unsere Gewerkschaften? Schlafen die?

  2. Petra sagt:

    ich mich auch lol

    Und der BP der Bananenrepublik wünscht ihnen allen ein erfolgreiches glückliches Jahr 2012
    http://www.titanic-magazin.de/4676.news

  3. Thomas W. sagt:

    Ich lach mich schlapp, aber so ist das eben. Müsste eigentlich jeder schon bemerkt haben das die Zahlen nicht stimmen. Und als ehemaliger Selbstständiger meldet man sich auch Arbeitssuchend und bekommt Hatz 4! Es sei denn man hat unmengen von Geld (Papier, Zahlen) auf dem Konto, was bei einer Insolvenz meistens nicht der Fall ist. Habe am 30.12. selber einen Artikel darüber geschrieben!

    Mal lesen?

    http://www.antizensur.de/2011/12/30/wie-die-arbeitslosenstatisiken-frisiert-werden-gastbeitrag-von-thomas-welner/

  4. rundertischdgf sagt:

    Es ist eben nicht die ganze Wahrheit, wie auch hier im Text festegestellt wird. Wir dagegen halten es in dieser Sache lieber mit dem Kabarettisten Pispers.
    Zu finden unter http://www.runder-tisch-niederbayern.de unter „geschönte Arbeitsmarktstatistik“.

  5. die wahrheit über teuropa sagt:

    Die Kardinalstugenden der deutschen Wirtschaft sind a. Exportstärke b. Logistik c. Effizienz. Damit fährt sie alle Teuromitglieder gegen die Wand.
    Der Teuro ist zu weich für Deutschland und zu hart für die anderen, die eigentlich abwerten müßten.
    Die Effizienz ist auch erkauft mit Lohndumping, drittklassigen Jobs (von Arbeit kann man da schwer reden) und einem kaufkraftverlustigem Binnenmarkt.

    Scheißarbeit, keine Rechte, gute Bezahlung? Ok!
    Scheißarbeit, keine Rechte, scheiß Bezahlung? Wer kennt die Antwort?

    Ein gleiches Problem haben die USA mit China. Die KPC drückt den Yuan, um dem chinesischen Sperrmüll einen Preisvorteil zu verschaffen. So hält sie US-Waren draußen und macht sich in den USA ungehindert breit. Der Vorteil einer inflationären Währung liegt in einen dynamischen Wirtschaftswachstum.
    Wegen des Teuros steigen in Deutschland die Preise, wegen der Inflationierung, wegen der Arbeitnehmerbelastungen.

    Gekauft wird hier wie in den USA vor allem Chinasperrmüll. Während der immer billiger wird, wird der Lebensunterhalt immer teurer. Zudem schlagen die hohen Energiepreise natürlich auf die Preise in Deutschland durch. Denn Öl und Gas müssen wegen des niedrigen Teuros teuer eingekauft werden. Die Bürger zahlen die Schulden und die Exportindustrie macht ein Geschäft.

    20 Prozent auf alles
    http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/0,2828,749174,00.html

    Inflation: Jetzt wird’s richtig TEURO
    http://money.oe24.at/Inflation-Jetzt-wird-s-richtig-TEURO/27978402

    Schocknachricht für Verbraucher: Lebensmittel bis zu 43% teurer!
    http://www.bild.de/geld/wirtschaft/lebensmittel/bis-zu-43-prozent-teurer-17851060.bild.html

  6. hunsrückrülpser sagt:

    propaganda, weil es fehlen in der statistik:

    alle arbeitslosen über 58
    alle umschüler
    alle in weiterbildung
    alle vorübergehend kranken
    alle 1€-jobber
    alle die sich schon garnicht mehr melden
    alle die gerne mehr arbeiten würden aber nicht dürfen
    macht summasumarum ca. 3 Mio. extra.

    gut getürkt uschi

    • nemoX sagt:

      denkst du das da 3mio ausreichen?
      dazu dann noch Zeitarbeiter, die wenig verdienen und vorallem die Massen an 400€ -Jobs. Es ist ja egal in welchen Laden man kommt, ca. die Hälfte der Angestellten, die (vorallem die anstrengendste und großen Teil) die Arbeit machen, dabei aber noch weit unter Hartz 4 Satz leben, zählen ja auch mit rein. Man kann deine 3mio bestimmt auf mindestens 9mio hochsetzen, aber ich fürchte das wird wohl kaum reichen.
      Leider

  7. Elsbeth sagt:

    Das wird sich bald rasant ändern

  8. Mit bloßem Auge zu erkennen sagt:

    Die Mittelstandsnachrichten informieren doch die sonstigen Länder der Euro-Zone und der EU.
    Und im Vergleich dazu steht Deutschland gut da. Die Steuern sind auf Rekordhoch. Und die Verschuldung liegt etwa 80 Mrd. unter der letzten Finanzplanung des Ministers Steinbrück.
    Und die KK melden einen Überschuss von über 2 Mrd., wie auch die Rentenversicherung den Beitragssatz wegen der relativ hohen Zuflüsse senken muss.

    Wie ist das alles damit zu vereinbaren, wen man die Kritikaster hier liest. Das Bruttosozialprodukt könnte in der Tat höher sein, wenn die Kritiker in der ziet ihrer Kommentierung wertschöpfend arbeiten würden.

    Zumindest der Steuerzufluss und die Überschüssevon KK, Renten und die geringere Arbeitslosenversicherung kann nur mit einem Anstieg der Arbeitszahlen erklärt werden.
    Wo sind denn die Armen, knapp an der Hungergrenze? Die über 100 Mio zu Sylvester verpulvert haben? Die die übervollen Autobahnen und Straßen bevölkern? Die bei Aldi, Mediamarkt usw. sich ander Kasse stauen?
    Also nur Meckern ist auch kein Zeichen für guten Willen.

    • Hans-Peter sagt:

      Hmm..

      Wollen sie jetzt damit sagen das der Binnenmarkr besser da steht,i´die Inlandsnachfrage steigt und es keine 20 Millionen Arbeitnehmer gibt die in „prekären Arbeitsverhältnissen“ stehen oder gar arbeitslos sind?

      Und noch was zu den „sprudelnden Steuereinnahmen“..wußten sie das das staatliche Geld zur Bankenrettung (rund 300 Milliarden Euro nur in 2010) nicht mit in die Defizit-Rechnung des Bundes mit einfließt?

      Wie glauben sie eigentlich das die öffentlichen Staatsschulden in den letzten zwei Jahren um 30% gestiegen sind?

      Die Antwort darauf gibt es hier:
      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/eurostat-eu-rechnet-die-staatsverschuldung-schoen-1825443.html

    • ivan sagt:

      Alles erkauft mit Schulden,alles nur Schall und Rauch.

    • An die Laterne . . . sagt:

      … die Armen sieht man nicht.

      Für die Armen findet Weihnachten und Sylvester nicht statt.
      Und die wirklich Armen stauen sich auch an keiner Kasse.

      Die trauen sich kaum heraus, die gehen in der Weihnachtszeit garnicht mehr in die Innenstadt, da ist in den Wohnungen nichts festlich geschmückt.

      Da gibts höchstens die Plätzchen aus Mutters Weihnachtspaket (sofern vorhanden) und falls das Geld gelangt hat ein etwas besseres Bier als sonst.

    • Thomas W. sagt:

      Wo hast du denn die Zahlen her? Und wer sagt dir, das Sie nicht auch getürkt sind? Ich denke wenn mal jemand aussenstehendes in die Bücher dieser (nicht) Regierungs Organisation schauen würde und die richtig kontrollieren würde, würde es uns schwindelig werden.

    • Margrit Steer sagt:

      Ein bißchen zynisch Ihr Beitrag und sehr wenig differenzeirt bzw. gar nicht.
      Weil die Autobahnen bevölkert sind heißt nicht, dass die Leute nicht arm sind. Sie fahren vielleicht zur Arbeit von der sie nicht so ganz leben können.
      Und bei Lidl oder Aldi an der Kasse stehen um das Notwendigste eingekauft zu haben, hat wohl auch nicht mit Reichtum zu tun.
      Also bitte etwas fundierter
      Ein Rentner mit gerade mal 900 oder 1000€ im Monat zählt wohl nicht zu den Reichen und schon gar nicht zu denen, die bestens leben können

  9. dparvus sagt:

    Und wierderum ist festzustellen:

    Solange mit Geld mehr Geld zu raffen ist, als mit produktiver Arbeit verdient werden kann, und solange selbst Regierungen dieses Credo hochhalten und die grenzenlose Freiheit der „Märkte“ nicht einschränken, und solange dieses Geld, Fiatgeld bleibt und von jeder Bank mit einer Buchung „gedruckt“ werden kann, solange geht es nur noch abwärts mit unserer Demokratie, mit traditionellen Werten, mit Wohlstand und Frieden in der Welt.

    Aber die Euro- Fetischisten sollten auch bedenken:

    Es ist eben Fiatgeld, nichts anderes als Luft.

    Bei jeder „Geldschöpfung“ dieser Art entstehen Schulden in gleicher Höhe.
    Papiergeldwerte bei bei höchstens 1 bis 2 % der Menschen, Schulden bei dem Rest von 98 % der Menschen. Wie soll diese Welt funktionieren, Frau Merkel, Herr Sarkosy?

    Warum gibt sich die Politik zu sowas her??

    • Habakuk sagt:

      Warum sich die Politik – besser: die Politiker – dafür hergeben? Weil sie abhängig von den erwähnten 1-2% sind und auch selbst davon profitieren. Oder glauben Sie wirklich, dass Politik für das Wohl des Volkes gemacht wird? Angestrebt – und das wird auch so gesagt – wird das Wohlergehen der „Wirtschaft“. Und das ist etwas ( und jemand) ganz anderes als das Volk!

      • Margrit Steer sagt:

        Ludwig Erhard sagte mal „Marktwirtschaft heißt auch Maßhalten“
        Aber wir haben schon lange keine soziale Marktwirtschaft Erhardtscher Prägung mehr

    • brandubh sagt:

      Die Wahrheit ist: ohne Fiatgeld ginge es den Menschen noch schlechter.
      Es wäre ein Zurück ins Mittelalter. Es käme vor allem zur Deflation, also zu Unternehmensinsolvenzen und noch mehr Arbeitslosen.

      Dass die Fiatgeldempörten das nicht gerne hören und vor allen Dingen nicht glauben, liegt vor allem daran, dass sie die wirtschaftlichen Zusammenhänge nicht verstehen.

      Kein Fiatgeld hieße auch: wenn kemand spart, dann kann er auch selbst keine
      Zinsen verlangen. Das Preisniveau müsste auf immer und ewig gleichbleiben und sogar sinken.
      Fortschritt gäbe es nicht, denn niemand würde investieren. Kein Fiatgeld hieße:
      Geld wird so knapp, dass es wirklich nur noch die Reichen haben.

  10. Christel Jungbluth sagt:

    Es hat mich regelrecht enttäuscht, dass diese Seite die manipulierten Arbeitslosenzahlen auch noch breit tritt!

    Erst vor einigen Tagen wurde überall verkündet, dass es sich um geschönte Angaben handelt. Wurde das denn nicht von der Redaktion gelesen?

    Auf diese Weise verliert eine solch gute Seite an Glaubwürdigkeit. Schade –

    • redakteur sagt:

      In dem Artikel selbst wird auf die Problematik der Zahlen hingewiesen. Dennoch erachteten wir es als wichtig, auf die Zahlen hinzuweisen. Wir hoffen, Sie haben dafür Verständnis. Die Redaktion

      • Victor sagt:

        Ich habe Verständnis dafür. Die Redaktion ergreift keine Position oder propagiert nicht das Produkt dieser Zahl und geht kurz kritísch auf den Hintergrund dieses Sachverhalts ein. Es liegt auch einzig und allein an politischen Führung, die sich erdreistet die GESETZESGRUNDLAGE zu ändern und somit die Angaben der Zahlen manipuliert. Es ist sowieso blanker Hohn und ein Schlag ins Gesicht der Dame Justizia, daß manche Gesetze ständig geändert werden. Sie sollten nicht mehr GeSETZ heißen, sonder GeLAUF.
        Mit Freiheit und Verantwortung hat diese ständige Gesetzesmanipulation nichts zu tun und auch nichts mit dem Sinn eines Gesetzes.