Spanien: Arbeitslosigkeit auf Rekordhoch

Die zweite schlechte Nachricht für Spanien im neuen Jahr: Die Arbeitslosigkeit des Landes erreichte im Dezember 4,42 Millionen. So hoch wie noch nie. Erst gestern wurde bekannt, dass das Defizit Spaniens höher ausfallen werde als die vermuteten acht Prozent.

Zu dem exorbitanten Haushaltsdefizit von wahrscheinlich mehr als acht Prozent (wie de Guindos am Montag mitteilte – mehr hier) kommt nun eine unglaublich hohe Arbeitslosigkeit hinzu. Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen in Spanien lag im Dezember bei 4,42 Millionen. Das ist die höchste Arbeitslosigkeit seit Beginn der Zählungen 1996, so Bloomberg. Fast jeder zweite junge Spanier ist arbeitslos.

Seit fünf Monaten erhöhen sich die Arbeitslosenzahlen stetig. Die Zahlen „bestätigen die Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation während der zweiten Hälfte des Jahres“, äußerte sich die Arbeitsministerin Fátima Báñez der Nachrichtenagentur AFP zufolge in einem Statement. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Arbeitslosenrate um 7,86 Prozent.

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Kommentare

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  1. hunsrückrülpser sagt:

    spanien schickt den € fliegen

  2. PITderAdler sagt:

    Wir müssen uns nichts vormachen. Was sich in Griechenland – Spanien – Portugal – Italien abspielt, kricht langsam aber unaufhaltsam gen Norden. Da nützen keine geschönten Zahlen von Banken und Arbeitsamt.
    Sind wir ehrlich. Wer kann denn bei uns noch mit mit seinem Einkommen leben: „Am ende des Geldes bleibt noch ganz viel Monat“?
    Wir werden geschöhnt, belogen, betrogen und gerupft wie Hühner. Doch die meisten Gutmenschen träumen einfach weiter und tun so als wäre alles Ok. Hatte da der Film Matrix nicht recht? Wie wird unsere Welt aussehen – wenn die Menschen geweckt werden?

  3. malocher: sagt:

    Merkel und Schäuble kommen Ihrem Ziel immer näher.Unter der
    Knute des Sparzwangs unter den Hut der EU – Diktatur.
    Der Plan Schäules geht auf.
    Es werden noch mehr Länder folgen
    So ensteht nach und nach die Fiskal ,Wirtschafts und Finanzpolitik
    aus einer inszenierten Krise heraus.

    • Toni sagt:

      Die Menschen in Europa werden da aber nicht mitmachen…

      • Monotaur sagt:

        Schau doch mal, wie alle schlafen! Wenn man die Schlagzeilen in D liest, glaubt man, man träumt. Es schein allen so gut zu gehen wie noch nie! Dass immer mehr Menschen Probleme haben, bis zum Monatsende durchzuhalten, geschweige eine Familie ernähren könnten, das wird nicht zum Gegenstand der Propaganda-Presse gemacht.
        Die sogenannte 4. Gewalt hat sich gewandelt, nämlich zur „unsichtbaren“ Gewalt gegen die Menschen, mit ihrer Desinformation.

      • Der_Emigrant sagt:

        @Monotaur Also die Deutschen in meiner Umgebung in den USA schlackern ja mit den Ohren, wenn wir die Bild so lesen (Online). Das muss ja ein ganz tolles Land sein. Auch US-Zeitungen uebernehmen den Mist, so dass ich mich schon manchmal am Wochenende in Bars rechtfertigen muss, dass ich Deutschland verlassen habe. Es ist ja sooo schoen dort, 6 Wochen bezahlter Urlaub, Sozialleistungen ohne Ende….

        ….kein Wissen ueber die andere Seite der Medaille

  4. luther sagt:

    Arbeitslosigkeit mit der Folge, es werden noch mehr Immobilienkredite notleidend. Die abenteuerlichen Finanzierungen in Spanien treiben das Land in den Ruin. Die Banken haben sehenden Auges wider jede kaufmännische Vernunft gehandelt. Sie zu unterstützen ist falsch, laßt sie pleite gehen, den anderen Zuckerschleckern zur Abschreckung.

  5. Rumpelstilz sagt:

    Das ist die Hinterlassenschaft der Zapatero-Regierung. Die neue Regierung ist gerade zwei Wochen im Amt und findet jeden Tag mehr von der vorhergehenden Regierung versteckte Scheusslichkeiten.

    Die neue Regierung ist gerade dabei, alles auf den Tisch zu legen , was sie findet, und versuchen das Land aus dem Sumpf zu ziehen. Das wird schwierig, schmerzhaft und langwierig.

  6. schlaumeister sagt:

    Das ist das Depressions-Szenario: kommt bald auch in anderen Ländern.