Frankreich-Auktion: Ziele trotz mäßiger Nachfrage erreicht

Trotz der der anhaltenden Diskussion über das Triple A konnte Frankreich in der ersten Auktion des Jahres fast acht Milliarden Euro Kapital aufnehmen. Die Zinsen stiegen leicht an.

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Bei der ersten Ausgabe von Staatsanleihen im neuen Jahr konnte sich Frankreich 7,96 Milliarden Euro an auf dem Kapitalmarkt beschaffen. Das Ziel von acht Milliarden wurde damit zwar verfehlt, die Erwartungen wurden jedoch erfüllt.

Die Nachfrage nach zehnjährigen Staatsanleihen ging stark zurück. Anleihen über einen Zeitraum von 30 Jahren weckten hingegen mehr Interesse.

Frankreich konnte Anleihen über zehn Jahre im Wert von vier Milliarden Euro anbringen. Die Zinsen dafür waren von 3,18 Prozent bei der letzten Auktion auf 3,29 Prozent gestiegen. Im Vergleich dazu musste Deutschland kürzlich nur 1,93 Prozent Zinsen für seine Anleihen über zehn Jahre bezahlen.

Im Vorfeld der Auktion sorgte die anhaltende Diskussion über das Rating Frankreichs für eine gewisse Unsicherheit: „Es wird schwierig. Das Rating ist ein Dauerthema. Frankreich hat seit der zweiten Hälfte des Dezembers gegenüber anderen AAA-Staaten verloren. Aber wegen der wichtigen Signalwirkung dieser ersten Auktion glaube ich, wird alles gut gehen“, sagte Michael Leister, Stratege bei der DZ Bank dem Nachrichtendienst Bloomberg.

Nach der Auktion kam es zu einem Kursabfall des Euro. Experten erklärten dies mit der gesunkenen Nachfrage nach den französischen zehnjährigen Anleihen.

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Kommentare

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  1. Steuersklave sagt:

    Na ich denke mal die EZB mit dem neuen französischen Herrn der für die Käufe von
    Staatsanleihen zuständig ist hat entweder direkt gekauft, oder einigen Banken die
    nötigen Taler zur Verfügung gestellt mit der Auflage den französischen Schrott zu kaufen.

  2. no GEZ sagt:

    Natürlich weiss das Politikerpack genau dass die leute
    genauso wenig auf ihre Zuckerbrause verzichten wird wie
    auf Zigaretten oder Alkohol.
    Man hat einfach eine Klientel gefunden aus der man sicher Geld herauspressen
    kann.
    Also Colatrinker müssen über Steuern Bankverbrecher retten
    damit diese die Politverbrecher finanzieren können.

  3. schlaumeister sagt:

    Da hat garantiert die EZB im Hintergrund mitgeholfen. Ein Absturz Frankreichs
    wird so vorerst verhindert, bis jetzt, aber bis wann??