Lagarde: „Eurokrise gefährdet auch Afrika“

Die Chefin des IWF, Christine Lagarde fürchtet einen weiteren Rückgang des globalen Wirtschaftswachstums als Folge der europäischen Schulden- und Bankenkrise. Sie glaubt jedoch, dass der Euro selbst das Jahr 2012 überleben wird.

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Bei ihrem Besuch in Südafrika äußerte sich die Chefin des Internationalen Währungsfonds äußerst besorgt. 2012 werde ein schwieriges Jahr sein. Das weltweite Wirtschaftswachstum geht weiter zurück und die Europäische Krise ist nicht überwunden. Aber der Euro werde 2012 nicht verschwinden.

Generell zeigte sich die Chefin des IWF sehr besorgt über die globalen Konsequenzen der Staatsschuldenkrise in Europa. Die für Ende Januar angekündigte Prognose für die Wachstumsrate der Weltwirtschaft im Jahr 2012 werde geringer ausfallen als die im September geschätzten vier Prozent. 2012 werde „keine einfache Reise sein“ und die afrikanischen Länder „seien gefährdet, durch die Europäische Krise Rückschläge einstecken zu müssen“. Der südafrikanische Rand fiel im vergangenen Jahr um fast 23 Prozent gegenüber dem Dollar. „Protektionismus“ oder ein Alleingang abseits der „internationalen verfolgten Strategie“ werde der IWF deshalb aufmerksam beobachten und seine Konsequenzen daraus ziehen.

„Wird 2012 das Ende der Euro-Währung sein? Das glaube ich nicht“, sagt die Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen Währungsfonds Journalisten während ihres Besuchs in Südafrika. Der Euro sei jung und stabil. „Die Währung selbst wird 2012 nicht verschwinden.“ Es gäbe genug Probleme innerhalb der Euro-Zone, aber „nicht in Bezug auf die Währung“, sondern bezüglich der Staatsverschuldung und der Stärke des Bankensystems“. Hinsichtlich eines möglichen Austritts Griechenlands aus dem Euro, sagte Christine Lagarde nur, dass die Euro-Partner eine Entscheidung getroffen und nochmals bestätigt hätten und man diese nur unterstützen könne.

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Kommentare

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  1. Volker Seitz sagt:

    Dritte Welt Aktivisten und jetzt auch Frau Lagarde führen gerne ins Feld, dass Afrika ein Opfer der Globalisierung oder jetzt Eurokrise sei. Afrika spielt aber in der Globalisierung von Güter und Kapitalströmen gar keine Rolle. „Die Produktivität ist global nicht wettbewerbsfähig und deshalb wenig attraktiv für ausländische Investoren“ ( sagt Prof. Peter Molt, Trier).Mit Galgenhumor spotten Afrikaner: Globalisierung in Afrika bedeutet heute indische und pakistanische UN Soldaten; chinesische Ingenieure, russische Piloten der Fluglinien, die auf der schwarzen Liste der EU stehen; libanesische Diamantenhändler, südamerikanische Drogenkuriere , ukrainische Waffenverkäufer und wohltätige westliche Besatzer, die den Afrikanern einreden, dass sie ihre Probleme nicht selbst lösen können.
    Volker Seitz, Autor „Afrika wird armregiert“

  2. Hunsrückbauer sagt:

    das bild ist toll!

    haste mal ne Mark? oder noch besser, zwei? eine für jede hand