Industrie: Auftragseingänge brechen ein

In der deutschen Industrie sind im November die Auftragseingänge um 4,8 Prozent zurückgegangen, so das Bundesministerium für Wirtschaft. Besonders die Bestellungen aus dem Ausland nahmen deutlich ab.

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Während die Auftragseingänge der Industrie im Oktober noch ein Plus von 5 Prozent verbuchen konnten, zeigt die deutsche Industrie im November einen deutlichen Einbruch von 4,8 Prozent. Das ist der größte Rückgang seit Januar 2009. Grund hierfür seien die wenigen Großaufträge gewesen und der starke Rückgang der Bestellungen aus dem Ausland um 7,8 Prozent. Besonders betroffen waren die Hersteller von Investitionsgütern.

Zwar zählt Deutschland in der Euro-Zone bezüglich der Arbeitslosenquote noch zu den Ländern (laut Eurostat 5,5 Prozent – mehr hier), die wirtschaftlich bisher am wenigstens von der Euro-Krise getroffen wurden. Doch auch der Einzelhandel musste beim Absatzvolumen im November einen deutlichen Rückgang von 0,9 Prozent hinnehmen (mehr hier). Die deutsche Wirtschaft, von deren Exporte 70 Prozent in die EU selbst wandern, spürt nun immer deutlicher die Auswirkungen der Krise.

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Kommentare

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  1. Marilla Reich sagt:

    Die Entwicklung könnte exakt umgekehrt laufen, und das schon seit vielen Jahren. Mehr Information dazu – mit weitgehend unbekannten politischen Hintergründen – unter dem nachfolgend eingestellten LInk. Ich begleite das Geschehen schon seit 2003, kenne dementsprechend alle Schriftwechsel, Hintergründe etc. dazu:

    http://ideen-finden.blogspot.com/

  2. Erst einmal zuende lesen.... sagt:

    Die Meldung ist nicht vollständig:

    „Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich Oktober/November gegenüber August/September erhöhten sich die Aufträge leicht um 0,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Industrieaufträge im Zweimonatsvergleich um 1,2 Prozent.“

    • redakteur sagt:

      Danke für die Ergänzung. Die Redaktion

    • Michele sagt:

      Der Zuzug nichtdeutscher europäischer und nichteuropäischer Bürger nach Deutschland zeigt Wirkung.

      Ich behaupte die AUFTRAGSVERGABE/KOPF ist gesunken und sinkt weiter. Dazu brauche ich nur im Supermarkt spazieren gehen und die vielen, vielen neuen ausländischen Gesichter auf mich wirken lassen um mir einen Reim zu machen.

      Was sind schon o,2 oder 1,2 Prozent Auftragszuwachs. Solche Zahlengrössen erinnern mich mehr an Fehlerquoten der Erfassung. Ich kann damit nichts anfangen.

      Mich interessiert die Kaufkraft/Kopf (denn das betrifft mich persönlich).

  3. Durchblicker sagt:

    Wir haben doch noch die Chinsen die für uns in die Presche springen. Jahre lang wurden sie doch mit deutschem Now How gefüttert. Den Rest erledigt die mit deutschem Steuergeld subvensionierte abgewanderte Industrie.

    • Michele sagt:

      „China“ lässt grüssen…

      • Michele sagt:

        „Jahre lang wurden sie doch mit deutschem Now How gefüttert“

        Kurzfristiges globales Gewinnstreben, ohne Patriotismus, zerstört den inneren Zusammenhalt von Völkern.