EZB räumt französischen Banken unbegrenzte Kreditlinien ein

Die EZB hat in diesem Jahr still und leise ihre Kreditbedingungen gelockert und akzeptiert von den Banken so ziemlich alles als Sicherheit. Eine Aktion, die besonders von den französischen Banken dankbar genutzt wurde.

Im September kündigte die Europäische Zentralbank (EZB) an, ab 2012 die Voraussetzungen für die Gewährung von Krediten zu lockern. Damit gibt es nun eine noch größere Bandbreite von möglichen Absicherungen, die die Banken bei Krediten von der EZB hinterlegen können. Fast 10.600 neue Schuldeninstrumente der europäischen Banken, also rund ein Drittel mehr als noch 2011, fügte die EZB auf die Liste der erlaubten Absicherungen hinzu, berichtet die Financial Times.

Besonders die französischen Banken können davon profitieren, da sie sich derzeit in einer extrem schwierigen Lage befinden. Durch die Senkung der Kreditausgaben von amerikanischen Geldmarktfonds an europäische Banken (mehr dazu hier) und ihr große Engagement in der Peripherie der Eurozone sind die französischen Banken auf Kredite der EZB angewiesen. Und so verwundert es nicht, dass mehr als 8.000 dieser neuen, zugelassenen Absicherungsmöglichkeiten von französischen Banken stammen.

Mit diesen zahlreichen, vielfältigen Instrumenten, um in Anspruch genommene Kredite von der EZB abzusichern, haben die französischen Banken eine nahezu unbegrenzte Kreditlinie bei der Europäischen Zentralbank. Allerdings zeigt die große Menge an eingereichten Absicherungsinstrumenten auch die desaströse Finanzlage der französischen Banken. Ohne diese neue Lockerung der EZB, ginge es Frankreich bald wie Griechenland und Irland. Diese sind bereits nicht mehr in der Lage, entsprechende Absicherungen bei der EZB zu hinterlegen, und sind gänzlich auf ihre nationalen Zentralbanken angewiesen, so die Financial Times.

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Kommentare

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  1. Ulrich Pranger sagt:

    Das Ende der Euro Krise. Die Zeitungen sind voll der Systempropaganda:

    http://www.marktorakel.com/index.php?id=5377056692341235720

  2. Vanessa_ sagt:

    Darf ich noch mal an meinen Beitrag erinnern?

    „11.01.12 um 08:53

    Vanessa_ sagt:

    “Fast 10.600 neue Schuldeninstrumente der europäischen Banken, also rund ein Drittel mehr als noch 2011, fügte die EZB auf die Liste der erlaubten Absicherungen hinzu, berichtet die Financial Times.”

    Frage an die Redaktion: Kann diese Liste der erlaubten Absicherungen irgendwo eingesehen werden? Was wird da wohl als Sicherheit hinterlegt? Verpfänden die Banken nun Haus und Hof ihrer Bürger, Industrien und Firmen? Was kann man sich unter diesen Absicherungen vorstellen?“

    Gibt es schon Erkenntnisse?

  3. hunsrückbauer sagt:

    Italien läßt den EURO demnächst drachensteigen…..

  4. Steuersklave sagt:

    Eine große Koalition aus Politik, Finanzwirtschaft, Großkonzernen der Wirtschaft und EZB unterstützt von fast allen Medien organisiert den größten Raubzug in der Geschichte zu Lasten der amerikanischen und europäischen Bevölkerung. Um uns
    abzulenken werden die Führer widerspenstiger Staaten wie Ghadaffi, Al Assad und
    Ahmadinechad zu Massenmördern und Schlächtern erklärt und die Staaten mit Krieg
    und von außen angezettelten sogenannten Revolutionen überzogen. Gleichzeitig findet
    ein Medienkampagne gegen Bundespräsident Wulff statt, womit die Mainstreammedien
    offenbar Unabhängigkeit zur Politik vortäuschen wollen um verlorengegangene Reputation zurück zu holen.
    Die Nutzniesser dieses Raubzuges sind die Akteure und die Unterstützer aus den Medien.
    Es bleibt zu hoffen, dass die Menschen bald die Konsequenzen dieser Aktionen in ihren Geldbörsen spüren, denn nur wenn in der Geldbörse Ebbe herrscht wacht die Masse auf. Es bleibt also noch Hoffnung

    • Buhu sagt:

      Klar erkannt und auf den Punkt gebracht!

      • klimperkasten sagt:

        Ich stimme Steuersklave auch zu und möchte sinngemäß Professor Hankel zitieren: wenn die Abstimmung über Wahlzettel nichts mehr bringt, können die Bürger die Geschehnisse immer noch über ihren Geldbeutel lenken 😉

        • Jojo sagt:

          @Steuersklave:

          Vor einem Jahr hätte ich Sie für verrückt erklärt, aber ich bin exakt zur gleichen Erkenntnis gekommen – es ist der totale Wahnsinn!!!

          Es wird über die Medien von irgendwelchen Psychopathen manipuliert.
          Eine derartige Gehirnwäsche in Richtung Wahnsinn hätte ich in diesem Land nie für möglich gehalten!

          Gratulation zu ihren Ausführungen!

  5. Inbrevi sagt:

    Wir sollten uns immer und immer wieder klar machen, daß vor unseren Augen, ohne unseren Widerstand, von einer skrupellosen Verbrecher-Clique Verbrechen bisher wohl selten bekannten Ausmaßes zielsicher durchgezogen werden.
    Unbegreiflich,wie viele der deutschen Phlegmaten sich willenlos dem in dieser BRD und der EU implantierten Verbrecher- und Betrugssystem ergeben haben oder so gar noch immer befürworten.

    Ein: „das habe ich nicht gewußt“ oder “ man hat uns nichts gesagt“ kann und darf später nicht als Entschuldigung von diesen Bequemlingen akzeptiert werden!

    • hap sagt:

      Ich schreib auch schon seit Wochen, aber es tut sich nichts.

      • Toni sagt:

        Doch es tut sich was,
        auch wenn wir es nicht immer direkt sehen.

        Ein Systemwechsel braucht nur einfach etwas Zeit.

        Doch immer mehr wachen auf und engagieren sich.
        Der Widerstand gegen die EU wird von Tag zu Tag größer.
        ( sogar schon in der Poiitik und die Medien )

        Im Hintergrund brodelt es.

        • Ochsenfrosch sagt:

          Könnte man nicht eine virtuelle Partei mit virtuellen Politikern gründen ?Wenn Maschienen so gut Arbeitsplätze ersetzen können ,warum nicht auch Regierungsposten ?Die würden wir dann mit allen Tugenden der Welt inputieren und schon wär die Sache gelöst und wir würden n Haufen Geld sparen , könnten uns beruhigt zurücklehnen und mußten nicht mehr knüppeln um anderer Leute Schulden zu bezahlen(was inzwischen sowieso keiner mehr kann ,mal ehrlich).Utopisch ,aber einfach und genial und doch nicht so utopisch ,geht ja bei Arbeitsplätzen auch .

  6. cashca sagt:

    EZB räumt französischen Banken unbegrenzte Kreditlinien ein

    Die ganze Trickseirei geht als weiter, in die nächste Runde. Das geht wohl solange, bis überhaupt keiner mehr durchblickt.
    Es wird hin und her geschoben, verschoben , eingelagert, abgelagert, eine wahre Ideen-Fundgrube auf dem Finanzmarkt.
    Arme EZB- sie würgen dich ab! Und diese EZB merkt es noch nicht mal.
    Wie hieß es doch 2008? „Niemand konnte das ahnen , niemand hat das kommen sehen.
    Das Gleiche wird sich bald wiederholen. Dann heißt es wieder: „Damit konnte doch niemand rechenen.“
    Es ist und bleibt ein Desaster, ein Narrenspiel im Narrenhaus EU, ohne dass jemand begreift, was los ist und wo das endet.
    Der Bürger wird nach wie vor zum Narren gehalten und irregeführt.

    • Dalien Forester sagt:

      Ganz genau!
      Die spielen nur Theater.
      Aber jetzt werden sie gnadenlos auf den Boden der Realität gesaugt.

  7. mandelkern sagt:

    Das kann nicht anders sein, denn die französischen Banken sind die Hauptgläubiger von Griechenland.
    Wie es dort aktuell aussieht, kann man auch bei DMN in zahlreichen Artikeln nachlesen.

  8. Karl Heinz sagt:

    Wie ich das verstehe, handelt es sich um eine besondere Art der Geldwäsche.

    Die Schrottanleihen, die seit 2008 hätten abgeschrieben werden müssen, werden als „Sicherheit“ in Staatshaftung überführt.

    Die schutzgelderpressten Völker müssen dafür aufkommen.

    Anstatt diese Banken zu verstaatlichen und dann zu sanieren, läßt man sie weiterzocken.

    • murksel sagt:

      EZB = grösste Bad Bank

    • Zeitzeuge sagt:

      Es handelt sich um planmäßigen Betrug. Geldwäsche ist ein Steuerdelikt, das eigentlich keins ist, weil es sich um ein Nachversteuerungsverfahren eingenommener, aber zunächst nicht legal versteuerter Einnahmen handelt. Deshalb wird Geldwäsche oft dort nihct verfolg, wo sie stattfindet (Einnhmenverlust der Region, der nationalen Steuerbehörde). Durch geschickte Streuung kann der Steuersatz ggf. vermindert werden und es entstehen ggf. sorgar Einkommen für Personen, die sonst auf Sozialleistungen angwiesen wären. Internatioanle Unternehmen betreiben auf ähnliche Weise „Geldwäsche“, wenn sie Erträge dahin verschieben, wo die niedrigsten Steuern fällig werden.

  9. Gast sagt:

    Unglaublich, einfach nur unglaublich!

    • cashca sagt:

      @Gast:
      Unglaublich, da haben sie recht.
      Bedenkt man , was der Staat erwartet und fordert:
      die Nachwachsende Generation muß zu verantwortlichen und ehrlichen Staatsbürgern erzogen werden.
      Wir alle sollen als die Kinder für eine Welt erziehen, die es so nicht gibt—in der sie mit all den anerzogenen Tugenden dann am Ende der Dumme sind.
      Erst mal muß der Staat wieder tugendhaften Verhalten , zur Ehrlichkeit seinem Volk gegenüber erzogen werden, diese vorleben, bevor er vom Bürger diese Ehrlichkeit und Moral wieder verlangen kann.

      Der Staat ist im 21. Jahrh. zum größten Betrüger -Verschwender-Geldwäscher und Lügner mutiert, verkommen bis in die unterste Etage.
      Mittlerweile leben Volk und Staat- vertreten durch die Politiker- in zwei verschiedenen Welten.
      Wer soll sich da noch füreinander verantwortlich fühlen?

  10. ...und täglich grüßt das Murmeltier sagt:

    Die Pockerspieler sind nackt aber die drehen noch eine Runde- EZB verteilt neue Jetons gegen gutes hart verdiente Geld.

    Während des Kalten Krieges gab es Frieden, Freiheit und Wohlstand- das war die schönste Zeit .

    Der Ostblock war immer pleite, wird NIE auf einen grünen Ast kommen und der zieht uns mit in den Abgrund- EUdSSR- der Kommunismus wird als „neue Welt“ verkauft.

    Viele florierende Zivilisationen sind aus ähnlichen Gründen zerstört worden.

    Der Mensch hat sich technisch entwickelt aber geistig ist zurückgeblieben.