China bekommt steigende Lebensmittelpreise nicht unter Kontrolle

Im Dezember kosteten Lebensmittel in China 9,1 Prozent mehr als im Jahr davor. Auch die umfangreichen Maßnahmen der Regierung in Peking für mehr Preisstabilität konnten den Anstieg nicht verhindern. Das Absinken der Inflation nährt dagegen die Hoffnung, dass China eine harte Landung vermeiden kann.

Die Lebensmittelpreise in China sind im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,1 Prozent gestiegen. Von November auf Dezember wurden Nahrungsmitteln um 1,2 Prozent teurer. Das teilte das chinesische Büro für Statistik mit (Dabei handelt es sich aber um kein ausgesprochen chinesisches Problem – mehr hier).

Die Teuerung bei Lebensmitteln war für rund ein Drittel der Inflation verantwortlich. Die Inflation ist in China im Dezember zum fünften Mal in Folge gesunken. Der Verbraucherpreisindex lag im Dezember bei 4,1 Prozent. Noch im Juli verzeichnete er einen Rekord von 6,5 Prozent. Seither wurde er kontinuierlich niedriger. Die Gefahr steigender Lebensmittelpreise bleibt hingegen bestehen.

Obwohl die chinesische Regierung im vergangenen Jahr die Preiskontrolle zu einem der wichtigsten Themen ihrer Politik gemacht hatte, konnte der jüngste Anstieg der Lebensmittelpreise nicht verhindert werden. Mit Währungspolitik und Maßnahmen gegen Nahrungsmittelspekulationen wollte man die Preise stabil halten (mehr hier)

Die Preissituation ist noch nicht entschärft. „Obwohl das Vertrauen der Anleger gering bleibt, könnte jeder Versuch der Regierung, die Wirtschaft anzukurbeln wieder zu höheren Preisen führen“, sagte Chen Kexin von der chinesischen Handelskammer der Informationsseite Chinadaily.

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Kommentare

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  1. Nachdenker sagt:

    Die Demographie ist nirgend wo so schlimm wie in China und die Kaufkraft des chinesischen Volkes begrenzt sich nur auf bestimmte Gbiete. Eine Bevölkerung zu versorgen und zu kontrollieren die über ein so weites Gebiet verstreut ist, ist eben auch besonders teuer, weil einfach die Transportwege weiter sind. Die militärische Präsenz die China in dem riesigem Staatsgebiet braucht, weil immer wieder Unruhen ausbrechen bezahlt sich auch nicht allein, und so gibt es noch viele Parameter die man benennen könnte. Das sind alles Umstände die man bedenken sollte
    Je riesiger ein Volk ist das man beherrschen will um so stärker regen sich die Widerstände!

  2. André Gaufer sagt:

    Protest gegen Nahrungsmittel-Spekulationen
    Spekulanten profitieren vom Handel mit Nahrungsmitteln, während die Zahl der Hungernden weltweit steigt! Die Initiative handle-fair.de protestiert dagegen!

  3. FDominicus sagt:

    Sozialismus bei der Arbeit (Preiskontrolle). Wirklich „vorbildlich“.

  4. Nachdenker sagt:

    Dann heißt das also dass Lebensmittel zum Luxusgut werden, während die Spielzeuge für Begüterte spott billig werden.
    Wer genug Geld hat und nach dem monatlichen Einkäufen noch was übrig hat, der kann sich dann mehr Schnick schnack kaufen wie vorher, während die, die vorher knausern mussten jetzt noch mehr knausern müssen. So ist das also im Sozialismus, die Partei hat immer recht und regelt alles.
    Gott bewahre uns davor

    • baaba sagt:

      Unsinn,
      denn auch in Deutschland und überall auf der Welt werden Lebensmittel und notwendige andere Dinge wie z.B. Heizöl rasend schnell unerschwinglich teuer.
      Gott bewahre uns vor Denkfaulheit-

  5. hunsrückbauer sagt:

    watnu?

    kriegt sie nicht in den griff oder weiche landung?
    kann sich die redaktion wieder mal nicht entscheiden ob ganz viel propaganda oder lieber doch eher ganz wenig propaganda?

    nennt sich das qualitätsschurnalismuß?

  6. schlaumeister sagt:

    Da sieht man wohin wir auch gehen werden, wartet nur balde inflationierst auch
    du.

  7. krisenhoax sagt:

    Tscha, gestern haben sie noch den deutschen Boom bezahlt, heute gehen sie vor die Hunde, die Presse kann erzählen, was sie will, wir können es nicht überprüfen. Wir GLAUBEN nur, schlucken es herunter. Weil wir uns einfach nicht vorstellen können, wie groß die Lüge ist. Das geht in keinen normalen Kopf. Manche Lügen sind einfach zu groß, um sie sehen zu können.
    Selbst wenn man das verstanden hat, wird es nicht leichter, weil auch die Ketzer und Kritiker gelenkt sind. Weil viele bunte, möglichst bekloppte Verschwörungstheorien von satanischen Blutlinien bis hin zu kleinen, grauen Aliens natürlich jede seriöse Beschäftigung mit den kriminellen Machenschaften der organisierten Männerbünde, der Geheimbundmafia unmöglich machen. Einmal ist dann die Karriere ruiniert und außerdem kann jeder Vollpfosten einen mit der „Verschwörungsspinner“-Keule in 1 Sekunde mundtot machen.

  8. Peter2509 sagt:

    Na sowas. Da sind die ja fast auf deutschem Level mit ihren Preiserhöhungen. Ach nein falsch. Bei denen ist es real und bei uns nur gefühlt.