Frankreich-Auktion: Banken stützen französische Papiere

Die französischen Banken tun, was sie sollen: Sie kaufen genug französischen Staatsanleihen, damit niemand auf böse Gedanken kommen könnte. Die Zinsen blieben nahezu unverändert und sanken teilweise sogar leicht.

Frankreich verkaufte bei der heutigen Auktion Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit im Wert von rund 8,6 Milliarden Euro. Die Anleihen mit einer Laufzeit von 51 Wochen gingen für 0,406 Prozent über den Tisch und sanken damit leicht. Ähnliches zeigte sich auch bei den französischen Anleihen mit einer Laufzeit von 12 Wochen. Hier fielen die Zinssätze von 0,166 Prozent auf 0,165 Prozent – veränderten sich also kaum. Nur bei den 25-Wochen-Anleihen war ein leichter Anstieg von 0,286 Prozent auf 0,295 Prozent zu sehen.

Auch die längerfristigen Papiere blieben im gemäßigten Bereich: Am späten Nachmittag handelten die zehnjährigen französischen Anleihen bei 3,03%.

Die kurze Laufzeit der emittierten Staatsanleihen war ein wichtiger Faktor für die erflogreiche Auktion der französischen Staatsanleihen. Auch die Slowakei hat bereits eine erfolgreiche Auktion hinter sich gebracht (mehr hier): Auf kurze Sicht rechnen die Investoren nicht mit einer drastischen Verschlimmerung der Lage Frankreichs – zumal die Herabstufung nicht ganz aus heiterem Himmel kam. Abgesehen davon, macht es 3-Jahres-Tender der EZB den Banken zurzeit sowieso leicht, in kurzfristige Anleihen zu investieren (mehr hier). Und die Absicherung durch die EZB am Sekundärmarkt schafft zusätzliches Vertrauen. Inwiefern das Downgrade von Standard & Poor’s tatsächlich die Investoren verunsichert hat, wird sich erst bei Auktionen von längerer Laufzeit zeigen.

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Kommentare

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  1. luther sagt:

    Zitat: „Es wäre Aufgabe des Verfassungsschutzes hier für Ordnung zu Sorgen“

    die sind so mit der Verfolgung der selbsterzeugten Naziphantome beschäftigt (450 Beamte), da kommen die zu nichts mehr. Nebel, auch künstlicher ist schwer zu haschen
    und was sind schon die Schneeballsystem der EU-Gauner dagegen. Die Lemminge drehen noch mal auf.

  2. murksel sagt:

    Empfehle in diesem Zusammenhang die folgenden beiden Links:

    http://www.larsschall.com/2012/01/15/die-rockefeller-welt-der-council-on-foreign-relations-und-die-trilaterale-kommission/

    http://www.larsschall.com/2012/01/16/der-council-on-foreign-relations-und-die-grand-area-des-amerikanischen-imperiums/

    Dann hat man das Gefühl die Banker versuchen auf Anweisung von Übersee rettend einzugreifen. Der Euro soll scheinbar für den Weg zur NWO auf Teufel komm raus gerettet werden.

  3. khaproperty sagt:

    Die Teilnahme auf „Weisung“ und Wunsch der EZB ist ein quasi-direkter Ankauf durch die EZB, denn es wird mit EZB-Geld gekauft, der Müll danach bei der EZB abgeladen und die folgenden unvermeidlichen Entwertungen vom Gewährträger der EZB, Deutschland etwa mit 33%, direkt bezahlt.
    Eine rechtswidrige, abredewidrige und dramatische Irreführung der Öffentlichkeit.
    Es ist unfassbar, was ein paar machtbesessene Politiker an Schaden anrichten, wenn man sie denn läßt.
    Leider ist auch das Demokratie: Macht auf Zeit. Einer Zeit, in der sie unkontrollierbar sind.

    • Toni sagt:

      Es wäre Aufgabe des Verfassungsschutzes hier für Ordnung zu Sorgen,
      aber der befindet sich wie die Staatsanwaltschaft im Tiefschlaf.

    • schlaumeister sagt:

      So wird Deutschland gar ausgeraubt, als Haftungsträger und Stillhalte-
      dummbeutel.

  4. Waltraud Schlimm sagt:

    An die Reaktion,
    leider schreiben sie nicht, wie hoch die Zinsen waren. Eigentlich schade, das interessiert mich schon.