EZB verstärkt den Kauf von Staatsanleihen

Was würden die europäischen Staatsanleihen ohne die EZB machen? Die Europäische Zentralbank hat in der vergangenen Woche so viel Staatsanleihen am Sekundärmarkt wie zuletzt Ende November gekauft.

Die Europäische Zentralbank hat ihre Käufe von Staatsanleihen am Sekundärmarkt erneut erhöht. Vergangene Wochen kaufte sie Staatsanleihen im Wert von 3,77 Milliarden Euro. Das sind deutlich mehr als noch in der Woche davor (damals waren es 1,1 Milliarden Euro – mehr hier). Damit erreichen die wöchentlichen Käufe der EZB den höchsten Wert seit Ende November.

Dies erklärt natürlich deutlich die guten Ergebnisse, die die Auktionen von kurzfristigen italienischen und spanischen Anleihen vergangene Woche eingefahren haben (mehr hier). Insgesamt liegen die Ausgaben der EZB für Staatsanleihen 217 Milliarden Euro.

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Kommentare

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  1. raini sagt:

    Papiergeld ist ein Pfandbrief auf Reichtum, den es nicht gibt, abgesichert durch ein Gewehr, das auf denjenigen gerichtet ist, von den erwartet wird das er ihn produziert.
    Fazit:
    Es ist ein Scheck, der von legalen Plündern auf ein Konto ausgestellt wird, das nicht ihnen gehört.
    Es wird der Tag kommen, an dem dieser Scheck platzt.

  2. Munnie sagt:

    Vielleicht könnte man die Deutschen aufklären und aktivieren, wenn alle die Deutschen-Mittelstands-Nachrichten lesen würden.
    Da das aber leider nicht so ist, muss man wohl damit leben, dass die Deutschen schlicht und einfach nicht Bescheid wissen.
    Zugegebener Maßen würde das vermutlich auch nichts nützen. Denn den Deutschen davon zu überzeugen, dass seine Politiker ihm nicht wohlgesonnen sind und unser Land schlichtweg verkaufen – nein verschenken – dürfte ein Ding der Unmöglichkeit sein.
    Das musste ich am Wochenende mal wieder leidvoll erleben. Es wird einfach nicht geglaubt. Und Punkt!

  3. khaproperty sagt:

    Die EZB meint offenbar:
    Von der Fed lernen, heißt gewinnen lernen durch QE (quantitative easing).
    Da liegt sie komplett falsch:

    – Der kaum noch kaschierte praktisch direkte Ankauf von Staatsanleihen minderer Qualität führt kurzfristig bereits zu Abschreibungsbedarf wegen des unvermeidlichen Verlustes an Werthaltigkeit, besser: dem von Beginn an fehlenden Wert. Denn jener wurde ja durch den systematischen Ankauf überhaupt erst hergestellt.
    Da liegt ein wesentlicher Unterschied zur Fed, die relativ wertbeständige Treasuries auf ihre Bilanz nimmt und nicht mit derart schwersten Verlusten von vornherein rechnen muß.

    – Ein weiterer Unterschied von Bedeutung liegt im direkten Zusammenhang von Fed, Treasuries und Staat nebst Bevölkerung, alles USA.
    Die EZB hat 17 verschiedenste nationale Gewährträger, von denen mittlerweile die weitaus meisten praktisch pleite sind. Nur Deutschland und seine Deutschen können und müssen haften und zahlen für am Ende 16 andere Nationen, welche allesamt horrende profitieren.

    Das da etwas ganz arg schiefläuft, sollte sich jedem mittlerweile erschließen, auch und wenigstens hiesigen Politikern, wenigstens ein paar davon, die sich dann pflichtgemäß laut zu Wort melden sollten, sehr laut.

    • schlaumeister sagt:

      Dumm, dümmer – deutsche Politiker – ich sehe schwarz.

    • Werner sagt:

      „…Das da etwas ganz arg schiefläuft,…“
      Und trotzdem demonstriert fast niemand auf der Strasse !
      Der deutsche Michel ist einfach zu dumm dafür, und diese deutsche Dummheit wird eben genutzt.
      In Stuttgart geht man wegen eines läppischen, €4 Milliarden teureren Bahnhofs zu TAUSENDEN auf die Strasse, aber wegen der €100erte Milliarden teuren EURO-Katastrophe : NIX.
      Den Deutschen ist nicht zu helfen.

      mfg. Werner

      • khaproperty sagt:

        @ werner:

        Das liegt (u.a.) daran, daß die Euro-Problematik den Menschen (noch) nicht nahe genug ist.
        Der Bahnhof liegt um die Ecke, der Euro ist weit weg bei EZB, Brüssel und allenfalls noch bei Merkel in Berlin.

        Solange auch die Schwarzmalerei gegen die Abschaffung der Euro-Leiche dramatisch genug positioniert und von Politik und Medien absichtsvoll verbreitet wird, ängstigen sich die Menschen, solange sie nicht aufgeklärt sondern derart eingeschüchtert werden.

        Das alles erinnert schon ein wenig an die organisierte Propaganda autokrater Herrscher. Die war vor allem wirksam, weil sie unfair arbeitete – und das auch sollte.

        Allen – auch den Deutschen – wäre zu helfen mit Wahrheit und Aufrichtigkeit. In der Tat sollte man in der Lage sein, das Gegenteil davon erkennen zu können. Daran fehlt es allerdings (nicht nur) in Deutschland.

        Daher: Bildung und Aufklärung – immer wieder und ohne Ende.

        • spion und spion sagt:

          Sehe ich auch so.
          Und die Demos in Stuttgart schaffen Bewußtsein für die Problematik.
          Es ist ja auch nicht so, daß jeder ein Finanzwissenschaftler ist.

      • defiant sagt:

        Hier fließt immer noch Milch und Honig und darum wollen auch die meisten nichts davon wissen. Die breite Masse glaub ja immer noch an Merkel und Schäuble Dank medialer Propaganda oder denken sogar, das es Rot/Grün noch besser macht, bis es dann zuspät ist.

  4. Ondoron sagt:

    Das war doch jedem noch selbständig Denkendem sofort klar.

    Aber nirgends steht deutlich erklärt, was das eigentlich für den deutschen Wohlstand zukünftig bedeutet. Die Politiker erklären nach wie vor vollmundig, Deutschland hätte am meisten vom Euro gehabt. Bin gespannt, wie der Michel reagiert, wenn die Scheuklappen fallen.

    • schlaumeister sagt:

      der deutsch Dummmichel wird am meisten vom Euro haben, nämlich
      seine Haftung und Schuldenübernahme, seine Minus-Geschäfte und
      seine sich steigerne Inflation.