Standard & Poor’s stuft EFSF herab

Standard & Poor's hat dem EFSF sein AAA-Rating entzogen. Für den Rettungsschirm wird es nun teurer, weiteres Kapital zur Eindämmung der Schuldenkrise in der Eurozone zu beschaffen.

Standard & Poor’s hat die Kreditwürdigkeit des EFSF herabgestuft. Die Ratingagentur senkt die Bewertung des Euro-Rettungs-Schirms von AAA auf AA+. Damit ist die Handlungsfähigkeit des EFSF eingeschränkt (war bereits nach dem Frankreich-Downgrade absehbar – hier)

Nachdem S&P vergangenen Freitag mit Frankreich und Österreich gleich zwei Trägern des EFSF die Höchstbewertung entzogen hatte (mehr hier), rechneten bereits einige mit einem Downgrade für den Rettungsschirm – auch Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte am Sonntaf überraschend, dass das Triple A eigentlich gar nicht so wichtig sei (mehr hier). Die Einlagen Frankreichs und Österreichs in den EFSF belaufen sich auf 180 Milliarden Euro.

S&P hatte angedeutet, die Euroländer könnten mit höheren Einlagen den EFSF weiter stützen. Doch in einem Interview mit dem Deutschlandradio hatte Finanzminister Wolfgang Schäuble klar gemacht, dass es keine weiteren Einzahlungen in den Rettungsschirm geben werde. Das vorhandenen Kapital würde ausreichen, um Länder wie Irland und Portugal bis auf weiteres zu stützen.

Das Downgrade des EFSF macht nun eine Einigung über den dauerhaften Europäischen Stabilitäts Mechanismus (ESM) wichtiger. Der 500 Milliarden Euro schwere Fonds soll am 1. Juli in Kraft treten und die Schuldenkrise in der Eurozone dauerhaft beruhigen. Doch noch haben sich die Mitgliedsländer nicht vollständig über den ESM geeinigt.

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Kommentare

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  1. schlaumeister sagt:

    Hoffentlich klappt der Pappkarton endlich zusammen, mit samt seinen Pappnasen
    darin, Eurokraten, Demokratten, Retter-Ratten, Abzockern, Parasiten, Polit-
    Schmarotzern und sonstigem Getier.

  2. FDominicus sagt:

    Völlig korrekt. Der EFSF darf nur eigentlich nur minimal über dem schlechtesten Schuldner stehen. Somit wäre irgendetwas im B bereich „angemessen“.

  3. Brainsworld sagt:

    Entschulidgt meine Unwissenheit, aber „Hää“? Ich dachte die bewerten Länder und jetzt wird ein Euro Rettungschirm Programm abgestuft?

  4. Robin Hood sagt:

    Dass der „Rettungsschirm“ nix weiter ist, als ein große Umverteilungs-Aktion von Unten nach Oben, ist ja offensichtlich. Keinen anderen Zweck haben ja auch die Zinsen – nur, das es denen, die schon lang nicht mehr wissen, wohin mit dem ganzen Geld inzwischen zu langsam geht – wie pervers ist denn das?
    Und dafür (Äh – wofür???) jagen die uns in einen Bürgerkrieg oder gar den nächsten Weltkrieg, lassen Menschen verhungern, vergiften, verchipen und versklaven.
    Aber meine Zeit kommt bald!
    Und die Zeit der nächsten Revolution!
    Und die Zeit der Bankster und professionellen Lügner wird bald zuende sein – sehr bald!
    Denn auf Grund des Egoismus jedes einzelnen Politikers und Zockers werden sie sich gegenseitig ausliefern und ihren Untergang beschleunigen – trotz aller scheinbar so genialen Pläne.
    „Und den friedliebenden wird die Erde gehören!“

    • Ochsenfrosch sagt:

      Dein Wort in Gottes Ohr .Die Geschichte zeigt was Macht und Gier schon angerichtet haben .Nach Krieg folgt immer Wachstum und darauf läuft es hinaus .Ich hab ne scheißende Angst davor ,das es so kommen wird ,ehrlich gesagt.

  5. tonne45 sagt:

    Nicht wenige Bürger fragen sich, warum der Wert des Dollars gegenüber dem des Euros steigt? Die USA sind doch weit höher verschuldet als die EU.

    Dahinter steckt die Fähigkeit der USA, ihre Macht auch militärisch durchzusetzen. Das meint jedenfalls Jürgen Elsässer, ehemals links eingestellt, inzwischen aber von der Notwendigkeit und dem Erhalt des Nationalstaates überzeugt, eben mittlerweile auch ein glühender Verfechter des Europas der Vaterländer.

    Eindrucksvoll kann man das beim Erleben der Videos „Kriegslügen gegen den Iran“ und „Iran – Fakten gegen westliche Propaganda“ erleben.

    Elsässer wirkt echt – und für das Echte gibt es keinen Ersatz!!!