Spanien: Gelungene Auktion von Staatsanleihen

Der Druck auf die europäischen Banken wirkt: Erneut kauften sie wieder kräftig Staatsanleihen. Spanien konnte so kurzfristige Anleihen mit niedrigeren Zinsen emittieren.

Das erste Resultat vom Staatsanleihenmarkt ist da. Spanien emittierte heute insgesamt Staatsanleihen im Wert von fünf Milliarden Euro. Kurzfristige Anleihen mit einer Laufzeit von 12 Monaten konnten heute sinkende Zinssätze von 4,05 Prozent auf 2,049 Prozent verbuchen. Die Nachfrage war hier fast dreieinhalb Mal höher als das Angebot. Für die 18 monatigen Staatsanleihen konnte sich Spanien ebenfalls über niedrigere Zinssätze freuen. Hier fielen sie von 4,22 auf 2,399 Prozent.

Das die spanischen Zinssätze eher gesunken sind als zu steigen, ist kein Anzeichen für einen Richtungswechsel. Angesichts des langerwarteten Downgrades des Landes schreckt die Aktion von Standard & poor’s vom vergangenen Freitag die Investoren nicht ab. Viel mehr erfüllt der 3-Jahres-Tender der EZB wie bereits vergangene Woche seine Aufgabe (mehr hier). Die Investoren nutzen den langfristigen Kredit der EZB (mehr hier), um bei den kurzfristigen Anleihen zuzuschlagen. Hier ist die Sicherheit deutlich höher als bei den Staatsanleihen mit einer längeren Laufzeit. Viel aussagekräftiger werden jedoch die Verkäufe von langfristigen Staatsanleihen in den nächsten Wochen sein. Und wenn das nicht gereicht hat, gibt es noch immer die EZB am Sekundärmarkt, die zum Kauf bereit ist (mehr hier).

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  1. FDominicus sagt:

    „Billiges“ Geld ist die Krankheit nicht die Kur.