China: Erstmals mehr Menschen in den Städten als auf dem Land

Die Bevölkerungsstruktur in China verschiebt sich in rasantem Tempo: Erstmals leben mehr Menschen in den Städten als auf dem Land. Der Trend könnte gestoppt werden, wenn die Wirtschaft in die Krise gerät.

Wie die Regierung in Peking mitteilt, lebten im Jahr 2011 erstmals mehr Menschen in den immer größer werdenden Städten als auf dem Land: 51,27% sind nun Städter – insgesamt 691 Millionen Menschen. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,95% gewesen. In den USA war diese Wende im Jahr 1920 erreicht, in Großbritannien im Jahr 1851.

Im Jahr 1980 waren es weniger als 20% gewesen. Schätzungen zufolge sollen es im Jahr 2030 etwa 70% sein, etwa eine Milliarde Menschen.

Dieser rasante Prozess könnte jedoch gebremst werden, wenn die Wirtschaft in China ihr Wachstum nicht beibehält. Denn die Leute strömen in die Städte, weil sie nur dort Arbeot finden. China kämpft zurzeit damit, die damit verbundenen sozialen Probleme in den Griff zu bekommen.

Auch in Deutschland haben es die Dörfer immer schwerer, ihre Infrastruktur aufrechtzuerhalten (mehr hier). Die Gründe sind ebenfalls die Arbeitsplätze und, wie in China, der demographische Faktor.

Mehr zum Thema:
China: Im vergangenen Quartal das geringste Wachstum seit zweieinhalb Jahren
Chinas Lebensmittelpreise steigen unkontrollierbar an
Schuldeneintreiber: Chinesische Unternehmer auf der Flucht

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.