China steigt bei Wasserversorger in Großbritannien ein

China setzt seine Investments in europäische Energie- und Infrastruktur-Unternehmen fort: Ein staatlicher Fonds hat Anteile an Thames Water, dem größten Wasserversorger Großbritanniens, übernommen.

Ein staatlicher Fonds aus China hat Anteile am größten Wasserversorger Großbritanniens, Thames Water, gekauft. Das Infrastruktur-Unternehmen ist unter anderem für die Versorgung Londons verantwortlich. Die Es handelt sich dabei um die erste chinesische Beteiligung an einem Versorgungsunternehmen in Großbritannien (in Portugal sind die Chinesen bereits in die Energieversorgung eingestiegen – mehr hier). Weitere Investitionen dieser Art sollen folgen.

China hat längst das Interesse an Staatsanleihen in Europa verloren. Anleihen bieten nicht mehr die Renditen und die Sicherheit, die sich Investoren vorstellen (mehr hier). Die neue begehrte Anlageform liegt für sie in echten Werten (zum Beispiel Goldminen – mehr hier). Auch andere Investoren planen vergleichbare Investments (hier).

Die Chinesische Beteiligungsgesellschaft hat zunächst 8,6 Prozent am Unternehmen erstanden, dem Thames Water gehört. China ist nicht das einzige Land außerhalb Europas, das sich bei der Londoner Wasserversorgung einkauft hat. Erst Ende letzten Jahres hatte sich ein staatlicher Investor aus Abu Dhabi knapp zehn Prozent ebenfalls an Thames Water gesichert. Bereits davor war das Unternehmen von einem internationalen Konsortium verwaltet worden.

Dem Geschäft mit dem chinesischen Staatsfonds waren Gespräche auf politischer Ebene vorangegangen. Die Briten bemühen sich aktiv darum, finanzstarke Investoren ins Land zu holen. Sie sollen nicht nur von den sicheren Erträgen profitieren, sondern auch Kapital für den Ausbau der Infrastruktur sicherstellen – ein wichtiges Argument für die hoch verschuldete Insel. Vor allem die chinesischen Pensionsfonds brauchen dringend renditestarke Investments, um mit der demografischen Entwicklung Schritt halten zu können (mehr hier).

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Kommentare

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  1. brockenwaechter sagt:

    Na und was Denkt ihr alle was danach kommt? Logen die Luft, und dies ist kein Witz mehr.

  2. luther sagt:

    die Stadt Mannheim hat ihr Kanalnetz nach USA verscherbelt und zurückgeleast. In der Stadtverwaltung stehen jetzt 50 m² Akten mit den Verträgen in reinem amerikanisch. Die Hanswurste in der Gemeindevertretung haben die Verträge weder gelesen und wenn hätten sie sie nicht verstanden. Die Systemparteien haben einen Verblödungsgrad erreicht, den man nur noch als Systempest betrachten kann.

    • Syssifus sagt:

      Die diesen Vertrag abgeschlossen haben,sollten eine Zelle beziehen,entweder im Knast oder in der Klapse.

  3. hunsrücker bauer sagt:

    sehr gut, übernehmen, kapital rausziehen, pleite gehen lassen, dann sitzt der finanzplatz london auf dem trockenen, das wäre mal echt ein spaß.

    • Karl Heinz sagt:

      Die City of London und GB haben staatsrechtlich absolut nichts miteinander zu tun.

      Die City of London ist eine exterritoriale Enklave mit eigener Souveränität und eigenem Rechtssystem. Ähnlich verhält es sich mit der BIZ in Basel, sie steht exterritorial zur Schweiz, und mit Washington D.C., das exterritorial zu den USA steht.

      Diese Enklaven repräsentieren das angelsächsische System.

      Einfach mal googeln.

      • Raus aus Deutschland sagt:

        100% Richtig

        WER aber kontrolliert die „City of London“???

        Meiner Meinung nach wird im Moment die „City of London“ von Hong Kong abgelöst.

        Auch das Kapital wandert nach Hong Kong.
        Offiziell ist man da noch verschämt wie die HSBC welche ihren Hauptsitz in England hat aber TATSÄCHLICH in Hong Kong residiert.

  4. Karl Heinz sagt:

    Wie abgrundtief korrupt und verantwortungslos müssen Politiker sein, die die Versorgungssicherheit ihrer Bevölkerung mit Trinkwasser, aus staatlichem und kommunalem Besitz, in die Hände von Spekulanten geben?!

    Europa ist zur Plünderung freigegeben. Mit der EU hat das angelsächsische Freihandels-Paradigma, seine Vollendung erreicht.

    Kaum jemand begreift, dass das Freihandelssystem die Fortführung des angelsächsischen Kolonialismus ist.

    Überall dort, wo protektionistische Maßnahmen zum Schutz der eigenen Wirtschaft und Bevölkerung unterdrückt werden, wird die Plünderung des Volksvermögens und des Wohlstandes erst ermöglicht.

    Wer das Freihandels-Paradigma nicht versteht, versteht auch die Politik der EU-Kommission und der ihr zuarbeitenden nationalen Regierungen nicht.

  5. Freistaat-Danzig sagt:

    Hab genau dasselbe überlegt in Anbetracht kommender Not eine eigene Wasserversorgung auzubauen.

    Tiefbrunnen ca. 20.000,-€
    Aufbereitung und Pumpenanlage ca. 5.000,-@
    Stromkosten ?

    Wenn der Stom ausfällt – keine Wasserförderung !
    also:
    Notstromaggregat ca.1.000,-€
    stündlicher Verbrauch ca. 15 ltr.
    Förderzeit für 100 ltr. ca. 5Min.
    Treibstoffvorat ca. 1.000 ltr
    Treibstoffkosten ca. 1.500,-€
    Reichweite ca 2 Jahre
    Amortisationsdauer 20 Jahre
    Kosten pro cbm ca. 19,-€

    „China“ wird dann sicherlich nicht billiger liefern

    • Raus aus Deutschland sagt:

      Also in Kambodscha kostet ein Tiefbrunnen ca. 1.000US$
      Tiefbrunnen heisst ca. 65meter Tiefe.
      Top Diesel Strom Aggregat aus Japan 1.700US$ mit 10kw Leistung,
      Für den Brunnen ist ein simples Luftrad welches an einen Dynamo angeschlossen wird am einfachsten um Strom zu erzeugen.
      Tag und Nacht wird dann Wasser gefördert.

      Alles zu teuer in Deutschland.
      Lebensqualität sinkt auch noch.
      Lohnt sich alles nicht mehr, genau wie in den USA.

      Das richtige Geld dort ist nach Hong Kong. Hat auch hier noch keiner gemerkt.
      Die Asiaten arbeiten sehr eng mit den englischen Banken zusammen in Hong Kong siehe HSBC Bank wikipedia.

      Alles Schau wegen einem Konflikt. Der gesamt (deutsche) Mittelstand wird geschoren.

      Profiteure sind einige wenige in alles Ländern der Welt.

      China hat sehr viele gemeinsame Interessen mit den Großbanken.

      Nur ein paar Stichworte.
      Wer glaubt in Deutschland als Mittelständler noch gut zu verdienen, viel Glück.

      Ab Mai nächsten Jahres dürfen die rümänischen Baufirmen hier mit Rumänen offiziell arbeiten. Die freuen sich jetzt schon!

      Klar kann man protestieren aber ich persönlich drehe mich lieber herum, zeige meine Kehrseite und bin
      Raus aus Deutschland!!!

      David
      aus Phnom Penh