Wegen Überschuldung: Griechische Energieunternehmen vor der Pleite

Die beiden größten privaten Stromanbieter Griechenlands stehen wegen zu hoher Schulden vor der Insolvenz. Das Energie-Ministerium droht mit dem Entzug der Lizenz. Die Stromversorgung könnte dadurch gefährdet werden.

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Griechenlands führende private Energieunternehmen Hellas Power und Energa sind hoch verschuldet, berichtet die griechische Zeitung Kathimerini. Die Unternehmen sind sowohl bei dem griechischen Systemnetzbetreiber DESMIE als auch beim staatlichen Energieversorger Public Power Corporation Kunden. Allein bei DESMIE betragen die Schulden 120 Millionen Euro.

Das griechische Energieministerium muss nun eingreifen. Bereits seit Mittwoch finden daher Krisensitzungen zwischen den Energiekonzernen und den Verantwortlichen der Regulierungsbehörde für Energiepolitik statt. Das Ministerium schließt jedoch nicht aus, dass es Hellas Power und Energa die Lizenzen entziehen muss.

Selbst durch die Übernahme des russisch-arabischen Energiekonzerns Worldwide Energy konnte die Lage der Energieerzeuger nicht stabilisiert werden. Wobei an der Glaubwürdigkeit der neuen Eigentümer infolge fehlender Zusammenarbeit mit dem Energieministeriums ohnehin gezweifelt wird. Aber auch die Behörden geraten unter starke Kritik – da sie viel zu spät reagiert hätten. Ungewiss ist zudem, ob die Energieversorgung Griechenlands – nach Ausfall zweier führender Energieunternehmen – noch gewährleistet ist.

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Kommentare

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  1. Neutraler freier Österreicher sagt:

    „EUROPAS ZUKUNFT IST DIE KLEINSTAATEREI !“ – Überschrift eines Artikels in der österr. Tageszeitung „Die Presse“ am 12. Mai 2005 – Interview mit Prof. Hans-Hermann HOPPE, Las Vegas, am Rand des Symposiums „Geist und Gegenwart“ im südsteirischen Seggauberg.

  2. Justin Time sagt:

    In Griechenland gehen eh die Lichter aus. Warum nicht auch in echt ?

  3. Zeitzeuge sagt:

    Dort muß doch inzwischen alles organisatorisch vollkommen verrottet sein… für einen Deutschen schwer vorstellbar…

  4. Freiberufler sagt:

    Sind die nicht systemisch? Mutti muss dringend noch einen Rettungsschirm kaufen.

  5. wei sagt:

    das ist der Dominoeffekt,wenn die grossen die kleinen verschulden sind letztendlich alle verschuldet.
    Alle lebenswichtigen Versorgungen sollten sowieso in staatliche Hand gehören.

    • Albert Albern sagt:

      Ja, die Verstaatlichung scheint schwer zu verhindern zu sein. Die Reihenfolge wird der Zusammenbruch bestimmen:

      Jetzt sind es die Stromanbieter, irgendwann werden es auch die Baken sein.

      Natürlich haben die Politiker noch ein großes Problem mit dem Bankgeheimnis – bislang sind ihre Konten bei den Banken geheim – sozusagen in privater Hand. Und genau dadurch sind die Politiker durch die Banken erpressbar…
      Ein guter Grund, um die Banken zu stützen! Vor dem Zusammenbruch…

  6. heho sagt:

    hatte ergessen zu sagen: ich bin auch pleite deshalb werd ich einen antrag bei der eu stellen,da muß doch noch was für die kleinen bürger das sein!!

    • hap sagt:

      Ich bin auch ständig im Minus bei meinem Dispo, daher würde ich es begrüßen, wenn für mich auch mal ein Rettungsschirm gepannt wird, damit ich von da Geld bekomme und dann Urlaub in Griechenland machen bzw. bezahlen kann, somit ist doch allen geholfen oder nicht?

  7. heho sagt:

    wird ja wohl klar sein,wenn die eu schon kräftig zahlt das andere unternehmen auch was von den kuchen haben wollen,,,,aber vorher schnell geld erschwinden lassen .ahhhhhhhhhhh super is das

  8. schlaumeister sagt:

    Es bröckelt alles peu à peu zusammen. Zig Baustellen gleichzeitig. Das wird sich
    auch in den anderen europäischen Staaten beschleunigen. Auch die Stromrie-
    sen bei uns sind hoch verschuldet. Ihre riesigen Gewinne haben sie verschleu-
    dert und Schulden gemacht. Im Globalisierungswahn haben sie andere Firmen
    und Versorger eingekauft. Fast alle Global Player müssen erst aus ihren Wahn-
    träumen aufwachen und ihre Schulden realisieren.

  9. G.N. sagt:

    „Die beiden größten privaten Stromanbieter Griechenlands stehen wegen zu hoher Schulden vor der Insolvenz.“
    Es wird sich sicherlich eine deutsche Bank finden, die mit Krediten und der anschließenden Übernahme der Stromanbieter aushilft!!!!

  10. FDominicus sagt:

    Wie geht man Pleite? Kredit für Kredit.

    • Achim sagt:

      Aber es wird wie immer sein.
      Die dummen Deutschen zahlen die Zeche für jeden Schmarotzer in
      der EUSSR.

      Darauf Prost !!!

      Danke Achim

      • Zeitzeuge sagt:

        Die Ursache ist eben die Dummehit der Deutschen und nichst anderes, man kann das auch noch konkreter sagen: Unfähigkeit und Entvolktheit der Schafsköpfe – the „right stuff“ for Merkel and the EU…

      • maya2012 sagt:

        Aber hallo, die „Schmarotzer“ sitzen ja wohl an der Spitze der Finanz – Pyramide und haben ganz sicher auch schon wieder vorgesorgt – für danach. Leider wird es dieses „Danach“ für diese Räuberbande diesmal auch nicht mehr geben !

        Übrigens, die Banken gehören nicht in Staatsbesitz, da kommen wir ja vom Regen in die Traufe, sondern in den Besitz der „Öffentlichen Hand“, also auch in Deine Hand, lieber Achim, das ist ein gewaltiger Unterschied.

        Und noch ein Wort zu der „Zeche“, die wir bezahlen.
        Der derzeitig gejagte BP Christian Wulff, fasste das in einer Rede, in der er auch die Banker und Politiker angezählt hatte so zusammen: „Und wer rettet dann die Retter ?“.
        Könnte das der Grund sein, weshalb man ausgerechnet unmittelbar nach dieser Rede herausfand, dass er einen Privatkredit von einer Freundin genommen hat ? Man wird ja mal fragen dürfen, oder ?

        galaktische Grüße

        maya2012