Finanzminister lehnen Angebot über Schuldenschnitt für Griechenland ab

In der Nacht entschieden die Finanzminister der EU dem aktuellen Vorschlag privater Gläubiger über einen Schuldenschnitt für Griechenland nicht zuzustimmen. Sie wollen die Zinsen weiter drücken.

Die Finanzminister der EU haben das aktuelle Angebot der privaten Investoren für einen Schuldenschnitt abgelehnt. Grund dafür waren Medienberichten zufolge die Zinsen für neue griechische Staatsanleihen nach dem Schuldenschnitt. Die EU-Finanzminister fordern für Staatsanleihen, die nach dem Schuldenschnitt ausgegeben werden einen Zinssatz unter vier Prozent.

„Es ist offensichtlich, dass das Griechenland-Programm vom Weg abgekommen ist“, zeigte sich Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker nach dem Treffen der Finanzminister enttäuscht (In Berlin fand bereits eine Krisensitzung statt – mehr hier).

Private Gläubiger müssten sich von der Forderung nach Zinsen in der Höhe von 4 Prozent für neue griechische Staatsanleihen verabschieden, meinte Juncker. (Auch Deutschlands Finanzminister Schäuble ist mit dem Fortschritt in Griehcenland nicht zufrieden – mehr hier)

Er forderte 3,5 Prozent Rendite für griechische Staatsanleihen bis zum Jahr 2020. Nur für langfristige Anleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren soll es vier Prozent Zinsen geben.

Der aktuelle Vorschlag der privaten Gläubiger würde bis zum Jahr 2020 zu einer Staatsverschuldung Griechenlands von 125 Prozent des Bruttoinlandsproduktes führen. Das Ziel der Finanzminister liegt bei lediglich 120 Prozent.

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Kommentare

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  1. NO GEZ sagt:

    Die Piigs oder Giips Staaten wie man sie jetzt freundlicher nennt versorgen sich ja schon seit einiger Zeit über
    nationale Euro Geldschöpfung mit Barem , sonst wäre es z.B.
    Griechenland schon lange pleite.
    Jetzt wird massiver Druck auf Deutschland ausgeübt, vorneweg von Frankreich – Bankensystem um die Eurobonds durchzupressen.
    Dann gibt es wieder einen grossen Schluck von der Fiatgeldpulle
    bis dann in absehbarer Zeit der monetäre Gau folgt.

  2. RD sagt:

    Schön das unsere Politiker noch immer davon träumen das Schuldensystem aufrecht erhalten und sogar ausbauen zu können- Mich freut jedenfalls das ich beobachten kann das die Menschen in meinem Umfeld auch langsam wach werden…..Versicherungen kündigen, sie einen Lebensmittelvorrat anlegen und wieder anderen die Augen öffnen.
    Am besten das TV & Radio gar nicht mehr an machen, Zeitungen abbestellen da sie ihrer Informationspflicht eh nicht nachkommen.
    Das Internet bietet jede Information kostenlos ! Auch diese Seite hier ist „Gold“ wert !

    Wer die Ursachen für die Probleme noch nicht ganz verstanden hat, der kann bei YouTube unter folgenden Namen viele gute Erklärungen finden:

    Andreas Popp,
    Prof. Hankel,
    Prof. Schachtschneider
    Prof. Michael Vogt,
    Andreas Clauss,
    Prof. Hans Bocker,
    Prof. Bernd Senf

    Alle diese Menschen betreiben Aufklärung ohne Ende, sie machen Videos die kostenlos angeboten werden, sie halten Referate in ganz Deutschland.
    Einfach mal Google nutzen und was in der Nähe suchen Beispiel umdenken2012.de

    Jeder kann und sollte etwas tun !

    • Pemas sagt:

      Absolute Zustimmung! Leider glauben in meinem Bekanntenkreis alle ich spinne und da ich noch relativ jung bin behaupt sie mal einfach ich hätte keine Ahnung. Ich glaube das Menschen ihre Wahrheit immer selber konstruieren und deshalb auch nur erreicht werden muss, dass mehr Leute sich mit dem Thema beschäftigen und sich dann auch ihre eigene subjektive Wahrheit erschliessen können.

      Ich hoffe, dass meine Umfeld sich mehr gedanken um das Thema „Geldsystem“ macht denn es gibt sehr viele Probleme in dieser Welt die durch defizite/Fehler in diesem BEreich ausgelöst werden.

  3. crisiswhatcrisis sagt:

    Wer sich halbwegs an den Finanzmärkten auskennt, weiß, daß die Zinsen am langen Ende IMMER vom Markt gemacht werden – und nicht durch Notenbanken, erst recht nicht von Finanzministern bestimmt werden können. Es sei denn, man schafft die Märkte gleich ab.

    M.a.W. sind diese „Verhandlungen“ eine reine Augenwischerei. Griechenland ist de facto pleite, bei Ausgabe neuer Langläufer schnellen die Zinsaufschläge wieder in gewohnt alte Höhen, der Zirkus beginnt von vorn.

    Mehr-Desgleichen von dem, was ohnehin nicht funktioniert = der Wahnsinn ist – „alternativlos“!

    Ironie aus.

    • Michele sagt:

      So, so und von wem wird der Eckzins (Leitzins der EZB) bestimmt? Auch vom Markt??

      • crisiswhatcrisis sagt:

        Nein, den Leitzins setzt die EZB, die Zentralbank fest, das sagen Sie ja schon selbst. Aber das ist nur das „kurze Ende“. Nach Niedrigzinsphasen folgen „naturgemäß“ wieder höhere Zinsen und umgekehrt.

        Werfen Sie z.B. einen Blick auf die gegenwärtigen US-Zinsen: bis Mitte 2013 von der FED festgelegt: 0-0,25%. Fünfjährige Bonds rentieren derzeit mit um die 1%, zehnjährige um die 2, dreißigjährige mit um die 3 Prozent Nominalzins. Die Zinsen am langen Ende klettern also wieder. Völlig normal soweit – die Märkte gehen davon aus (gehandelte Erwartungshaltung), daß irgendwann die Konjunktur in USA wieder anzieht, damit auch der Preisauftrieb und die FED mit den Geldmarkt-Zinsen wieder nach oben muß. Die Staatsfinanzierung wird damit auf längere Sicht ebenfalls wieder teurer.

        In Griechenland dagegen ist nicht nur keine Konjunkturerholung in Sicht (im Gegenteil, die EU und IWF verordnen harte Sparpakete, was die Wirtschaft nur immer weiter abwürgt), sondern faktisch ist bereits die Staatspleite gegeben, die nur keiner offiziell ausspricht. Die Zinsen sind in diesem Fall seit über zwei Jahren „Risikoaufschläge“, die die Wahrscheinlichkeit des Zahlungsausfalls widerspiegeln. Es gibt gegenwärtig keinen Anhaltspunkt für Investoren, daß Griechenland – sagen wir mal z.B. bis 2020 – wieder zahlungsfähig sein wird. Das ist bisher jedenfalls einfach nicht in Sicht.

        Die EU-Finanzminister spielen also erneut lediglich ein Spiel auf Zeit. Wie gehabt vertagt die Politik jedwede Lösung in die Zukunft.

        Wir wissen im übrigen nicht, was die privaten Gläubiger denn nun „angeboten“ haben. Es dürfte vielmehr so sein, daß unter der Führung des IIF die Gläubiger eine ordentliche Kompensation für ihren“ freiwilligen Forderungsverzicht“ von 21 % verlangen.

        • Michele sagt:

          Wenn die FED (und EZB ect.) erst bei einem Konjunkturansprung die Zinsen nach oben drückt, dann frage ich mich natürlich inwieweit die mehrfache Geldmengenvermehrung zu dem entsprechenden Zeitpunkt bereits auf die Inflation gewirkt hat und ob die Sache unterm Strich nicht noch negativer aussieht.

          Oma ist mit ihrem Spargroschen auf den Volkssparkassen vom Leitzins, bezogen auf die Inflationsrate, abhängig. Viele andere auch…

        • Michele sagt:

          Für Grossanleger in Bonds, Aktien ect. sieht die Sache natürlich etwas anders aus.

  4. Gast sagt:

    Ich bin immer wieder erstaunt darüber das ein Schuldner überhaupt noch Forderungen stellen kann. Da lenken die Gläubiger schon mißmutig ein und dann wird noch immer gefordert. Ich frage mich was die Gläubiger die Staatsverschuldung Griechenlands in zwanzig Jahren interessiert, wenn es jetzt schon mehr zu verlieren als zu gewinnen gibt.
    Ob ein Gläubiger überhaupt etwas muß, ausser sein Geld zu bekommen, möchte ich bezweifeln. Die EU verkennt ihre Situation, welche nicht sehr vorteilhaft für Forderungen ist.

    Ich nehm dir 50% von deinem Geld weg und du mußt dafür ………….. ? Als Gläubiger würde ich hier 10% und mehr verlangen wie bei einem Überziehungskredit oder garnicht mehr verhandeln und alles sofort fällig stellen.

    • justopeneyes sagt:

      Würde alles sofort fällig gestellt, wären alle Länder der Welt sofort insolvent.

      Vieleicht gar nicht so ne schlechte Idee!

  5. Munnie sagt:

    Ist Griechenland schon so weit entmündigt, dass die Finanzminister der EU das Sagen haben?

    Zitat:
    Es ist offensichtlich, dass das Griechenland-Programm vom Weg abgekommen ist“

    Wie sollte der Weg des Griechenland-Programms denn aussehen? Glauben die an Märchen?

  6. amigo27 sagt:

    Ich bin mir ziemlich sicher, daß den privaten Gläubigern bald der Kragen platzt. Ich würde Griechenland nicht mal für 10% Zinsen Geld leihen, denn dieser sogenannte Schuldenschnitt wird doch alle 2 Jahre erfolgen müssen.

  7. Hillermann sagt:

    @Mod
    In der zweiten Überschrift fehlt das Verb!

    In der Nacht entschieden Die Finanzminister der EU dem aktuellen Vorschlag privater Gläubiger über einen Schuldenschnitt für Griechenland nicht zuzustimmen. Sie wollen die Zinsen weiter drücken.

  8. Karl Heinz sagt:

    Die Musik im Weltwährungskonzert spielt wieder einmal an ganz anderer Stelle.
    Sich nur mit der Euro-Zone zu beschäftigen, ist ein großer Fehler!

    Quelle Politaia.org:
    Der weltweite Trend, den Dollar nicht mehr als Verrechnungsinstrument zu benutzen, hält an. Während die USA und Europa so tun, als wäre alles zum besten bestellt, handelt Asien.

    Für jeden, der wissen will, wie die Ablösung des US-Dollars als Weltreservewährung vor sich geht: Sie geschieht nicht mit einem Paukenschlag, sondern schleicht auf leisen Füssen daher. Man liest z. B.:

    “Die zweitgrößte und die drittgrösste Wirtschaftsmacht (China und Indien) grenzen den Dollar aus und vereinbaren bilateralen Handel direkt über ihre Währungen”,

    “China und Russland verzichten auf den Dollar im bilateralen Handel“,

    “China und Iran umgehen den Dollar und planen ein Ölhandelssystem“,

    “Indien und Japan unterzeichen ein Abkommen über gegenseite Verrechnung ihrer Währungen in Höhe von $15 Milliarden. “,

    “FARS News berichtet, dass der Iran und Russland den Dollar durch Rial und Rubel im Handelsaustausch ersetzen”

    http://www.politaia.org/politik/europa/indien-tritt-der-dollar-ausschluss-zone-bei-iranhandel-in-rupien/

    • k510817 sagt:

      Hallo Karl-Heinz,

      ich habe gestern schon was von Indien dazu gelesen, finde es nur nicht auf die Schnelle.

      Nur kann ich mir noch nicht so richtig einen Reim draus machen.
      Auf der einen Seite will man offensichtlich die NWO, dazu gehört Europa und Amerika crashen zu lassen, um eine dann auch die neue Weltwährung zu implementieren.

      Ist dies nun die Paralle zum Zerfall von Europa oder formiert sich dort eher ein Widerstand?

      Ist mir nicht ganz klar…würde mich über weitere Info`s dbzgl freuen

      Danke

      • Karl Heinz sagt:

        Hallo k510817

        Mir erschließen sich die Hintergründe auch nicht richtig. Ich stelle nur fest, dass es ebenso wichtige Entwicklung gibt, wie die des Euro.

        Aber ich gebe mich nicht der Illusion hin, dass hinter dieser Entwicklung nicht die üblichen Verdächtigen stecken. Die USA und Europa sind ausgelutscht – jetzt ist Asien dran.

        Merkel hat doch schon vor einiger Zeit ein neues Weltwährungssystem angekündigt.
        Der Dollar ist offensichtlich tot und soll schrittweise ersetzt werden.
        http://www.youtube.com/watch?v=YrdvmAfoYyU

        • k510817 sagt:

          Hallo Karl-Heinz,

          so wie es jetzt für mich aussieht-ist dies Widerstand:
          man hat die Gelder einer große iranische Bank bzw. die Konten wohl eingefroren, das Ölembargo ist für Juli 2012 geplant,

          http://www.sueddeutsche.de/politik/eu-sanktionen-gegen-iran-welche-folgen-das-oel-embargo-hat-1.1265652

          Indien und China sind m.E. Verbündete des Irans…damit der Iran finanziell nicht absäuft—-wird dann halt mit Gold gezahlt..

          Allerdings unterstützt man damit ja wieder die Goldwährung, wofür Gaddafi ja die Rechnung bekommen hat….

          Ob man sich damit nicht ins eigene Fleisch schneidet????

          • Karl Heinz sagt:

            Ich denke auch da spielt sich was Gefährliches ab. Der Petrodollar ist ja nur durch die US-Steitkräfte gedeckt. Schaun wir mal wie diesmal die übliche False-Flag-Operation inszeniert wird.

  9. Robespierre sagt:

    Politiker sollten sich endlich vom Zins und Zinseszinsen System verabschieden. Alles Andere ist „Mord“ an der Bevölkerung. Warum sollten private Banken vom Staat Geld für ganz wenig Zins bekommen, welches sie dann den Staaten verleihen und sich bereichern. Das ist keine Wirtschaft, sondern Parasitismus. Wirtschaft ist erarbeiten und erhalten von Sachwerten. Geld ist nur Tauschmittel. Die Schattenwirtschaft zerstört reale Werte.
    Wacht endlich auf und beginnt heute noch eine lebenswerte Zukunft zu bauen.

    • Chris sagt:

      „Politiker sollten sich endlich vom Zins und Zinseszinsen System verabschieden.“

      Naja, was solls, dann erkäre ich es dir halt! Zinsen sind der „Preis“ für Geld, genau so wie Arbeit hat Geld einen Preis, den Zins! Wenn du für deine Arbeit keine Bezahlung bekommst, gehst du doch auch nicht arbeiten, oder?

      Der Zins drückt aber auch das Risiko aus, das ein Kredit ausfällt! Der Zins ist der Preis des Geldverleihens! Was passiert denn, wenn der Gläubiger sein Geld nicht zurück bekommt?

      Dass die Bevölkerung über so einfache Dinge nich Bescheid weiß ist ein Indiz für das schlechte Bildungssystem in Deutschland!

      • Munnie sagt:

        Zitat:
        „Der Zins drückt aber auch das Risiko aus, das ein Kredit ausfällt! Der Zins ist der Preis des Geldverleihens! Was passiert denn, wenn der Gläubiger sein Geld nicht zurück bekommt?“

        Leider passsiert dann, dass der Steuerzahler für die Schulden aufkommt. Insofern stimmt dein Argument, dass der Zins das Risiko ausdrückt nicht mehr. Die Banken stehlen sich da aus der Verantwortung und wollen nur die eine Hälfte des Deals.

        Und leider weiß die Bevölkerung über diesen Mißstand sehr wohl Bescheid.

        Aber wenn du so genau Bescheid weißt, solltest du auch wissen, dass die hohen Staatsverschuldungen sehr wohl zum größten Teil dem Zinseszinssystem geschuldet sind (Exponentialkurve).

      • Thomas Bernd sagt:

        Aber nicht, wenn es sich um Schuldgeld handelt, daß aus dem Nichts erschaffen wird. Hier ist Geld kein knappes Gut mehr, daß einen „Preis“ als Zins verdient.

      • McSurfy sagt:

        Die immer wieder in diversen Foren auftauchende Forderung, Zins und Zinseszinsen abzuschaffen ist wirtschaftlich unsinnig.
        Nach der Österreichischen Schule hat jedes Wirtschaftssubjekt eine „Zeitpräferenz“, d.h. gegenwärtige Güter werden höher bewertet als zukünftige. Und aus diesem Grund werden die Güter (z.B. Geld) nur überlassen, wenn dafür ein Ausgleich (Zins) zur Verfügung gestellt wird. Dieser Umstand benötigt keine Bewertung moralischer Art, die Beobachtung, daß sich die Wirtschaftssubjekte so verhalten ist entscheidend. Diese Zeitpräferenz lässt sich auch nicht verbieten, sie ist einfach da. Ein Verbot würde nur dazu führen, daß kaum noch jemand bereit wäre, seine Ressourcen zinslos zu verleihen, bzw. man würde versuchen, dieses Verbot irgendwie zu umgehen.
        Wir könnten erklären, es sei doch egal, ob jemand heute oder in einem Monat über das Geld verfügt. Die Erfahrung zeigt aber, daß die allermeisten Menschen ihr Geld nicht unentgeltlich zur Verfügung stellen. Dazu kann man sie auch nicht „umerziehen“.
        Der Zinseszins wird zum Monstrum, wenn der Schuldner nicht mal mehr die laufenden Zinszahlungen leisten kann und sich immer weiter verschuldet, so wahnsinnig sind z.B. Staaten.
        Der Anleger (Stichwort „Josefspfennig“) muss sich im klaren sein, daß es so etwas wie einen risikolosen Zins einfach nicht gibt und auch nicht geben darf!

        • Meinungsfreiheit sagt:

          Aber hier geht´s doch nicht um Zinseszins. Es geht um Zinsen und Tilgung. Ein Zins von 4% führt zur Verdopplung des eingesetzen Kapitals nach 17,6 Jahren. Bei 3.5% sind es 20,1 Jahre. Dies ohne Tilgung. Wenn Griechenland nach 35 Jahren die Anleihen zurück zahlen muß, muß es aber kräftig in die Pedalen treten.

          Und wenn man sieht was Griechenland heute leistet, muß einer der eine Anleihe von Griechenland erwirbt auf der jetzigen Basis, wirklich nicht ganz gesund sein im Kopf.

          Deutschland hat seine Kriegsschuld nicht durch Schulden bezahlt, sondern durch harte Arbeit. Deshalb hätten die Europäer ja gerne die Deutschen als Slaven.

      • Werner sagt:

        Das Problem im Bildungssystem und für Chris ist, dass der Zusammenhang vom Zinseszins als Motor der exponentiell verlaufenden Umverteilung von unten nach oben im Zusammmenhang mit privater Geldschöpfung nicht verstanden wird.

      • Cecylia sagt:

        Man sollte nicht mit Steinen werfen, wenn man im Glashaus sitzt.

      • Michele sagt:

        „Dass die Bevölkerung über so einfache Dinge nich Bescheid weiß ist ein Indiz für das schlechte Bildungssystem in Deutschland!“

        He, he, Oma weiss janz jenau, dass sie für ihren Notpfennig auf den Volksbanken nur 0,5% Zinsen bekommt und das bei einer inflationsrate von 5-10 %. Sie kann sich sogar ausrechnen in wieviel Jahren ihre Rücklagen für die Alterspflege auf Null steht.

        Braucht sie mehr zu wissen?

        Ein Volk ohne Rücklagen, ist ein armes Volk. Die Entscheidungsträger sind sich der Lawine, die da rollt, scheins nicht bewusst. Nein, sie sind sich dessen bewusst. Sie sind skrupellose und treulose Tomaten.

      • Pemas sagt:

        „Dass die Bevölkerung über so einfache Dinge nich Bescheid weiß ist ein Indiz für das schlechte Bildungssystem in Deutschland“

        Das Volk weiß darüber leider bescheid aber nicht das unser GEldsystem und der Zinseszins immer in einem Crash enden muss.
        Sie glaube das Investoren ihr Geld nur in den Kreislauf einbringen wenn man ihnen eine Prämie zahlt. Wie wäres denn wenn man eher mit einem negativ Zins die Investoren „zwingt“ ihr geld anzulegen. Geld sollte nur ein Tauschmittel sein und nicht den Vorteil haben, dass es für sich arbeitet (d.h. nicht verdärblich ist sondern eine Prämie für den Besitz gezahl wird). Für mich heißt das auch GEld darf nicht als Wertaufbewahrungsmittel fungieren nur um evtl. was für das Alter zu sparen mehr aber auch nicht.

        • Michele sagt:

          hi, hi, wenn du achzig Jahre Lebensarbeitszeit angerechnet bekommst für deine Rente, dann reicht evtl. der Krankenkassenbeitrag plus Renteneinsatz fürs Pflegeheim (Kostenpunkt ca.3000 Euro im Monat). Ansonsten nicht. Wenn du also nichts besitzt, bezahlt dir der Staat die Abdankungsfeier. Hast du aber irgend etwas, musst du es einsetzen.

          Ein Mensch der nicht auf anderer Leute Taschen leben will, braucht Rücklagen um Notlagen bestreiten zu können. Und dies wird für einfache Leute untergraben.

          Scheins bist du noch jung und hast dein Leben noch nicht zu Ende gedacht.

          ps. Zinssatz unter der Inflationsrate frisst deine Rücklagen auf (momentan der Fall). Zinssatz in Inflationshöhe erhält gerade deine Geldkaufkraft bzw. deine Not-Rücklage. Die gegenwärtige Inflation wird meist in den theoretischen Betrachtungen ausser Acht gelassen. Leider…

  10. Johannes sagt:

    „Private Gläubiger müssten sich von der Forderung nach Zinsen in der Höhe von 4 Prozent für neue griechische Staatsanleihen verabschieden, meinte Juncker.“

    Politiker müssen sich von der Vorstellung verabschieden, dass sie nicht alles diktieren können und ihre scheinbare Allmacht (in Wahrheit ungehemte Hybris) nun auf die Wand der Realität trifft.

    • FDominicus sagt:

      Das ist aber mal eine feine Replik. 4% da sieht man mal wieder wie an den Zinsen rummanipuliert wird.