Märkte erwarten Staatspleite von Portugal

Die Zinsen für portugiesische Staatsanleihen erreichten heute ein Rekordniveau. Auch die Kosten für Kreditausfallversicherungen steigen dramatisch. Händler gehen daher nun von einer Pleite Portugals aus.

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Die Zinsen für portugiesische Staatsanleihen sind weiter gestiegen. Anleihen mit einer Laufzeit von drei Jahren erreichten heute einen Zinssatz von über 19 Prozent. 10-jährige Anleihen boten Renditen von 15,1 Prozent.

Ausfallversicherungen für portugiesische Staatsanleihen erreichten ebenfalls ein Rekordhoch. Die Zinsen steigen so rasant, weil Investoren bereits sicher sind, dass Portugal nach Griechenland der zweite Kandidat für eine Staatspleite ist.

„Griechenland wird pleite gehen. Davon ist der Markt überzeugt. Jetzt wird Portugal immer stärker als nächster Kandidat für eine Pleite gesehen. Das Land hat nicht genug Zeit, seine Wirtschaft auf Vordermann zu bringen und die Renditen der Staatsanleihen auf ein nachhaltiges Level zu bringen“, sagte ein Banker der FT.

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Kommentare

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  1. Sirius sagt:

    Oh Gott, wer holt uns endlich raus aus diesem Euro – und EU – Sumpf ?
    Schnell Schlußstrich ziehen mit diesen Schuldnerjunikies und alleine
    verenden lassen.

  2. Buhu sagt:

    Stück für Stück bricht auseinander, was NICHT zusammengehört!

  3. Durchblicker sagt:

    Liebe Portugiesen keine Panik, denn wir sind ja auch noch da. So wie ich Frau Merkel kenne hat sie bestimmt eine Lösung für euer Problem, denn ihre Parole lautet: ich habe die Lösung, aber wo ist das Problem?