Italien: Generalstreik bringt öffentliches Leben zum Stillstand

Italiens LKW-Streik hat sich zu einem Generalstreik ausgeweitet. Alle öffentlichen Bereiche – insbesondere der Verkehr – werden am heutigen Tag stark beeinträchtigt. Um 24 Uhr soll jedoch die LKW-Blockade aufgelöst werden.

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Im ganzen Land ist heute ein Großteil des öffentlichen Sektors lahmgelegt. Bisher gab es die größten Proteste von Seiten der Kraftfahrer, die seit Montag mit einer LKW-Blockade für Chaos sorgen (mehr hier). Für heute hat sich der gesamte öffentliche Sektor angeschlossen. Der Corriere della Sera berichtet, dass in vielen öffentlichen Bereichen das Leben zum Stillstand kam. Nachdem die größten Gewerkschaften Italiens zu einem Generalstreik aufgerufen hatten, legen viele Mitarbeiter heute ihre Arbeit nieder. Beeinträchtigungen gibt es in öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Ämtern, im Flugverkehr, auf Straßen durch Demonstrationen und streikende Taxifahrer – aber insbesondere im öffentlichen Verkehr.

In Rom streiken die Mitarbeiter bis 17 Uhr. Die Metro wird dort nur stark eingeschränkt verkehren. Zusätzliche Beeinträchtigungen seien aufgrund der Tausenden Demonstranten, die vom Piazza della Repubblica zum Piazza San Giovanni marschieren, zu rechnen.

In Turin beteiligen sich 40 Prozent der Mitarbeiter am Streik. In Mailand werde es bis Betriebsschluss zu Behinderungen kommen. Daher hat die Gemeinde den Fahrgästen bereits einige Vergünstigungen für den heutigen Tag eingeräumt. Die Eisenbahn Ursa beginnt mit ihrem24-Stunden- Streik erst heute Abend ab 21 Uhr. Das Eisenbahnunternehmen Trenitalia will hingegen sicherstellen, dass 90 Prozent der inländischen Züge regelmäßig zirkulieren.
Die Proteste richten sich gegen das Sparprogramm von Premier Mario Monti. So ist die Öffnung des Schienenverkehrs und anderer Dienstleistungen geplant, um den Wettbewerb anzukurbeln. Gewerkschaften fürchten die Verwässerung der Rechte der Arbeitnehmer. Mit den Deregulierungsmaßnahmen hatte Monti zusätzlich den Protest von Pharmazeuten und Juristen ausgelöst. Sie drohen als nächste mit Streiks.

Kommentare

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  1. EuroTanic sagt:

    Richtig so. Wir brauchen einen euroäischen Generalstreik bis die selbsternannten Eliten begriefen, dass sie ab jetzt ihren Dreck selber wegräumen und sich ihren Gorumet Salat selber anbauen dürfen. Ohne Arbeiter läuft gar nichts im Leben.

  2. edi13 sagt:

    Fernseher wegschmeissen oder verkaufen bringt nix. Ab 01.01.2013 zahlt jeder Haushalt die Zwangsgebühr mit oder ohne Fernsehgerät.

  3. Christel Jungbluth sagt:

    Die deutschen Bürger dürfen doch nicht beunruhigt oder aufgeschreckt werden.

    Wie ich aus erlauchten Kreisen erfuhr, wird das Wahrheitsministerium für die Verbreitung von Schönwettermeldungen neue, volksberuhigende Märchen heraus geben, womit sie sich befassen können.

    Eine kleine Vorschau:

    „Wir sind auf dem Wege, eine Vollbeschäftigung zu bekommen.“
    „Nach den Wahlen 2013 geht es für alle steil bergauf.“
    „Es gibt mehr Netto vom Brutto.“

  4. ziegeler sagt:

    Leute ich sage nur eins dazu :
    Es kommt was ganz,ganz häßliches auf uns zu. Die 30 – iger Jahre lassen grüßen ! ! !