Griechenland: Gesundheits-System kollabiert in wenigen Monaten

Das griechischen Gesundheitssystem ist innerhalb weniger Monate am Ende, sagte Gesundheitsminister Andreas Loverdos. Das Geld gehe zu Ende, die Behandlung von Patienten müsse eingestellt werden.

Ohne Wachstum oder zusätzliche Gelder steht das griechische Gesundheitssystem innerhalb weniger Monate vor dem Aus. Dies sagte Gesundheitsminister Andreas Loverdos am Freitag in Athen. Die Forderungen der Troika nach weiteren Einsparungen seien nicht erfüllbar. Die Kassen sind leer, und ab 2013 könnten die Gesundheitsbehörden ihre Infrastruktur nicht aufrechterhalten. Dann, so Loverdos, müsse die Behandlung von Patienten eingestellt werden.

Kommentare

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  1. Zukunft sagt:

    Vielleicht DER tröstende Rettungsanker?
    http://zukunftsvorsorge.blogspot.com

    Alles Gute!

  2. luther sagt:

    Zitat: „Dafür reglementiert, bevormundet und überwacht einen der Staat “

    anonym und emotionslos. Wer dem Sozialstaat in die Hände fällt, bekommt eine Nummer und eine Akte, hört als Mensch auf zu existieren. Im Sozialismus ist der Mensch nur noch Objekt, seine Subjektivität ist ausgelöscht. Das garantiert sein beliebige Manipulierbarkeit.

  3. Livia sagt:

    Das System der „westlichen“ Schulmedizin ist der Fehler!
    Und man kann nur hoffen, daß Länder wie China und Indien, die noch eine gut erhaltene Traditionsmedizin kennen, sich nicht überreden lassen, diese durch westliche Medizin zu ersetzen!
    Die westliche Schulmedizin ist nun mal auf der Basis entstanden, daß die Kirche im Frühmittelalrer sämtliche traditionelle europäische Medizin verketzert hat, da sie mit der ürsprünglichen Naturreligion verquickt war. Und die Hexenverbrennungen gingen bis ins 18. Jh.!
    Heute haben sich die Menschen von dieser Medizinindustrie abhängig machen lassen:
    Die Großfamilie ist zerstört, ja man versucht sogar alles, auch die Kernfamilie durch ein Einzelgängertum zu ersetzen: Zu pflegende/betreuende Personen müssen also abgeschoben werden – egal ob das dann Hort, Krankenhaus oder Altenheim heißt. Dann wird den Menschen auch noch verkauft, daß eine solche Entwicklung ein Fortschritt wäre, weil man nun auch „frei“ von den Vorgaben des Sippenchefs ist. Dafür reglementiert, bevormundet und überwacht einen der Staat auf eine derart gründliche Weise mit der jeder Patriarch überfordert gewesen wäre – dafür aber wirtschaftlich gesehen erheblich uneffektiver!
    Als Folge der emonotionalen Vereinsamung steigen die erworbenen Pschychischen Erkrankungen ins Unermeßliche – die eben auch organische Krankheiten auslösen; genau die Dauerkunden, die die Medizinindustrie braucht. „Wenn in meinem Land das erste Altenheim gebaut wird, weiß ich, daß ich in der Familienpolitik etwas falsch gemacht habe!“ Sagte vor nicht allzu langer Zeit der König von Marokko; das sollte auch uns im „Westen“ mal zum Nachdenken anregen.
    In Folge davon ging auch das Grundwissen zur Pflege und Behandlung mit Hausmitteln in den Familien verloren. Deswegen ist man dazu veranlaßt beim kleinsten Wehwehchen den Arzt aufzusuchen und der steht zur Seite von BigPharma; ja, die Leute, die ja viel Geld für die Krankenversicherung zahlen müssen, sind geradezu sauer, wenn sie nichts verschrieben bekommen (Ich will ja was sehen für mein schönes Geld!) und BigPharma baut genug Nebenwirkungen in seine Produkte ein, daß ihr die Kunden auch auf Dauer erhalten bleiben.
    Wenn Griechenland schlau ist, würde es die Kriese nicht nur nutzen, um den Euro und die EU loszuwerden, sondern auch die „westliche“ Schulmedizin!

    Und die Völker sollten aufgeklärt genug sein, bei einem Zusammenbruch des Systems nicht die neue Weltordnung zu akzeptieren, sondern den Superreichen und anderen Strippenziehern den Garaus zu machen. Bei allen Revolutionen, Kriegen und Verfolgungen erwischte man stets die unbedeutenderen Mitglieder der Gruppen zu denen die Leute, die sich Volkes Zorn verdienten, gehörten, nie aber die Strippenzieher und Dunkelmänner selber.
    Nur wenn das in Zukunft anders ist, hat die Menschheit eine Zukunft!

    • Georgaledakis Konstantinos sagt:

      Es ist wrklich Schade das nur eine kleine Minderheit diese Meinung vetreten.
      Ich stimme dir voll zu, nur wie sollte die Gesellschaft darauf aufmerksam werden?
      Wir sind ja daran gewöhnt den leichteren Weg zu gehen.Wir wissen ja das es verkehrt ist trotzdem machen wir alle so weiter.

  4. cohnbandit sagt:

    Besteuert endlich die Superreichen und die Bankverbrecher!
    Aber diese Unfähigen wollen es ja wieder vom kleinen Manne eintreiben.

  5. cohnbandit sagt:

    Nehmt den Superreichen endlich das weg, was sie über die Jahrzehnte zusammenbetrogen haben und verteilt es an die Armen.
    Keiner braucht mehr als höchstens eine Million Privatvermögen.

  6. flurdab sagt:

    In Griechenland herrscht Demokratie?
    Wenn ich mir unsere Demokratie und die sich daraus ergebene Politik ansehe, möchte ich ebenfalls ein Fragezeichen setzen.
    Blickt hier überhaupt noch jemand durch, wer was, wann, wofür entschieden hat. Und ob von den Entscheidungen der letzten Jahre irgendeine zum Wohle der Bevölkerung war?
    Wenn die griechische Demokratie genauso funktioniert wie die Deutschlands, also mit geheimen Absprachen hinter verschlossenen Türen, bei denen die Ackermänner der griechischen „Elite“ die Beratung leisten. Dann darf man nicht mehr von Demokratie sprechern. In Griechenland wird genau wie bei uns eine unglaubliche Politikverdrossenheit geherrscht haben, anders sind diese angeblichen „Sonderkonditionen“ für „Alle“ gar nicht zu erklären. Und das ist auch unser Problem, je weniger Bürger sich an Wahlen beteiligen, weil sie den Eindruck haben eh nicht zu verstehen worum es geht, umso besser ist der Wähler zu betrügen.

    Die Meldungen zum Caos im Griechischen Gesundheitswesen sind wohl wahr, aber auch lanciert. Es geht darum Druck bei uns zu erzeugen um die nächste Trache an Geldern abzunicken. Dieses „Rettungsgeld“ wird wieder bei den Banken landen, der gemeine Grieche guckt in die Luft!

    • Michel sagt:

      Was soll da lanciert sein? Normalerweise kommen solche Meldungen überhaupt nicht durch oder kam irgendwo etwas darüber, daß Hochschwangere bei Notaufnahmen abgelehnt wurden, weil sie keine 1500 Vorschuß dabei hatten? Immerhin hat es zwei Jahre gedauert bis Dauerposten einiger weniger Aktivisten dafür gesorgt hat, daß die Presse in Nebensätzen erwähnte, daß es in Griechenland keine Sozialhilfe gibt und daß man in seiner Lebensarbeitszeit maximal 12 Monate Arbeitslosenunterstützung von höchstens 450 Euro (und kein Wohngeld o.ä. dazu) bekommt, um anschliessend natürlich auch nicht mehr krankenversichert zu sein. Aber offensichtlich denken Mitteleuropäer, da gäbe es fett Hartz IV oder überhaupt Sozialstaat.
      Wenn allein auf einer relativ dünn besiedelten und zudem noch reichen Insel wie Rhodos die Kirche täglich 1000 Mahlzeiten gegen den Hunger raus hauen muß, bekommt man Vorstellungen. Nur das kommt hier so gut wie gar nicht an. Nur wenn es auf Blogs wie KeepTalkingGreece erscheint und dann auch weiter verbreitet wird, kommt das überhaupt durch.

  7. khaproperty sagt:

    GR ist ein schönes Beispiel dafür, wie „staatliche“ Gesundheitssysteme im Notfall funktionieren: gar nicht.

    Deutschlands gesetzliches Kassensystem ist prinzipiell ähnlich aufgebaut.
    Eigentlich ist es immerwährend pleite und hält sich allein mit staatlichen Milliarden-Zuschüssen aus der Steuer knapp über Wasser.

    Solange die Zeiten noch relativ gut sind, mag das angehen.
    Das ändert sich seit einiger Zeit bereits – die aktuellen Zahlen sind nur der Blick in der Rückspiegel. Vorn sieht es ganz mies aus.

    Aber dafür lassen sich ja die Steuern noch erhöhen – sofern das Euro-Desaster noch ein wenig Spielraum läßt.

    • lesefuchs sagt:

      Vorsicht – besser informieren. Wir haben, bzw. hatten, ein gutes Gesundheitssystem. Es wird lediglich durch ständige „Reformen“ immer weiter kaputt gemacht und die Gelder in Richtung Privatwirtschaft umgeleitet! Wieso ist es für einige Berufsgruppen so einfach aus dem System auszusteigen und dann später von dem System, nach jahrelanger Nichteinzahlung, zu profitieren!?

  8. The R3V01UZZ3R sagt:

    Informiert euch darüber wie eine Ressourcen basierte Wirtschaft funktioniert. Jeder der euch erzählt es gibt „faire Geldsysteme“ lügt und will nur das System neustarten!

    Denkt nach: Die Ressourcen dieses Planeten sind für jeden da! Kauft eine Eichhörnchen sich sein Nüsse? Nein! Seid ihr dümmer als Eichhörnchen?

    Wir brauchen schon lange kein Geld mehr. Das Geldsystem ist nur dazu da uns zu versklaven. Ideologien wie Religion, Politik und der gleichen sind nur dazu da um uns zu versklaven.

    Denkt endlich nach und befreit euch von diesem Wahnsinn. Kein Politiker will euch was gutes. Sie alle wollen nur euer bestes – euer Geld!

    http://www.thezeitgeistmovement.com

    • Morgenrot 1982 sagt:

      Von der NDW-Legende Zeitgeist würde ich mir ja gerne was runter laden, aber das Netz ist voller Namensdiebe.

  9. Mitzi sagt:

    Ich arbeite selbst in einem Gesundheitssystem, und für mich hat die oberste Priorität,
    dienen am Menschen. Und dazu gehört selbstverständlich die Nächstenliebe. Was ist der
    Mensch denn wert? Ich hätte ein verdammt schlechtes Gewissen, wenn wegen mir jemand stürbe oder ich ihn wegschicke obwohl sein Leben davon abhängt. Nein, und nochmals nein, das kann und darf nicht geschehen,nicht in Griechenland und nirgendwo,
    wenn die Menschen in Not geraten. Jeder Mediziner sollte sich seinem Eid absolut verpflichtet fühlen. Auch in Griechenland,wir können nicht zusehen wie dort ein ganzes System mit voller Wucht ins Unglück gefahren wird, denn dieses Problem ist ein Europäischsystemisches Problem, hausgemacht und unverantwortlich. Ich nehme an, dass Griechenland nicht der einzige Komapatient ist, es folgen mit Sicherheit andere
    Länder und was dann ??? Mein Gott, was soll denn dann werden, mit den armen Menschen, die die dringend notwendige Hilfe nicht erhalten. Wie können die Landesführer das nur seelisch verkraften, wo ist ihr Gewissen, wo ???

    • Michele sagt:

      Das Gewissen ist schon seit Adamszeiten gestört, sonst würde man sich nicht so ausgibig an der Herstellung von Vernichtungswaffen beteiligen.

    • Selbstdenker sagt:

      „Wir stehen am Rande einer weltweiten Umbildung. Alles, was wir brauchen, ist die richtige, allumfassende Krise und die Nationen werden in die Neue Weltordnung einwilligen.“ (David Rockefeller, geb. 1915, US-amerikanischer Banker und Politiker)

    • rxm sagt:

      Und was ist mit anderen Länder, über die nicht in den Medien berichtet wird und die nicht die Mittel haben, die Menschen medizinisch zu versorgen? Oder mit den Menschen, die anders als ihre Regierung denken, und deshalb sogar medizinische Hilfe vorenthalten bekommen? Die Welt ist voll mit derartigen Problemstaaten, aber da diese nicht in der Eurozone sind, interessiert sich kein Schw… dafür. Griechenland kann seine Probleme nur lösen, wenn es aus der Eurozone austritt, die Drachme wiedereinführt und durch entsprechende Abwertung wieder wettbewerbsfähig wird.