Rompuy eröffnet EU-Gipfel: „Ein besseres Leben für alle“

Der erste EU-Gipfel im Jahr 2012 wird nicht nur von den Märkten mit Spannung erwartet. Der neue Fiskalpakt und neue Wege zur Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone stehen auf dem Zeitplan. Das oberste Ziel sei, so Van Rompuy in seiner Eröffnungsrede „ein besseres Leben für alle“.

Trotz des 24-Stunden-Streiks in Belgien sind alle Regierungschefs wohlbehalten auf dem EU-Gipfel eingetroffen. Polizeieskorte und gut gepanzerten Fahrzeugen sei Dank. Entsprechend erleichtert zeigte sich auch der EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy über die Anwesenden. Nach kurzem Läuten der Glocke eröffnete er den EU-Gipfel.

„In den vergangenen zwei Jahren haben wir hart daran gearbeitet, die Krise zu überwinden. Wir haben beachtliche Fortschritte gemacht, aber wir sind bis jetzt noch nicht am Ende des Weges angelangt“, sagte Van Rompuy. „Wir müssen weiter daran arbeiten, die Schulden zu verringern, die Euro-Zone zu stabilisieren und gleichzeitig Wachstum und Arbeit sicherstellen.“ In jedem Falle sein jedoch das „ultimative Ziel an dem wir festhalten, ein besseres Leben für alle“. Das erinnert stark an das liebenswürdige Buch „The World of Happiness“, das er als Weihnachtsgeschenk im vergangenen Jahr versandte (mehr hier).

Angela Merkel äußerte sich beim Eintreffen in Brüssel bereits zur aktuellen Lage. Sie bekräftigte noch einmal, dass sie Ergebnisse bezüglich des Fiskalpaktes erwartete. Dies sei die erste Säule des Gipfels und die zweite beträfe die Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit. „Deutschland ist fest entschlossen“, so Angela Merkel. „Ich freue mich auf die Debatten und ich denke, wir werden einige Ergebnisse haben“. Hinsichtlich des Budgets-Kommissars für Griechenland (dessen Ankündigung die Fronten zusätzlich in den vergangenen Tagen verhärtete – mehr hier) ruderte sie etwas zurück (mehr hier). „Ich glaube, dass wir hier Diskussionen führen, die wir nicht führen sollten”.

David Cameron indes betonte die Wichtigkeit, das Wachstum in der EU zu fördern. „Das bedeutet, den Binnenmarkt zu stärken, Handelsverträge mit den am schnellsten wachsenden Teilen der Welt zu schließen und es bedeutet, ein ernsthaftes Bemühungen um Deregulierung. Besonders für kleine Unternehmen sei dies wichtig, so dass diese Arbeitsplätze und Wachstum schaffen können.

Kommentare

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  1. Salamis sagt:

    Ein besseres Leben für alle fordern heisst, einige haben es schon.

    Wäre die beanstandete Person sowas wie der Kaiser, wäre der Sachverhalt schnell geklärt. Alle sollen es einmal so wie wir, der Adel haben.

    Nach Lage der Dinge muss die von dunklen Hintermänner zu ihrer Belustigung auf den Kaiserthron von Europa gesetzte Authorität zu denjenigen hinzurechnen sein, die das besser Leben bereits für sich in Anspruch genommen haben, da alle moralischen Zeichen, die darauf hin deuten, für ein solches im Kampf zu stehen, eher bei seinen Kritikern vorliegen.

    Somit also der bereinigte Text lautet:

    Alle sollen es einmal so, wie wir Reichen haben.

  2. Sam sagt:

    Ein besseres Leben für alle? Das geht schon wieder in Richtung NWO und wen genau meint er mit alle – alle Elitezugehörigen doch wohl. Das Ganze ist nur noch eine einzige Lüge.