Deutschland: Mehr als drei Millionen Arbeitslose

Im Januar waren in Deutschland 302.000 Menschen mehr ohne Arbeit als noch im Dezember. Damit liegt die Arbeitslosenquote bei 7,3 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat sind die Arbeitslosenzahlen in Deutschland nun wieder gestiegen: 302.000 Menschen mehr als im Dezember waren arbeitslos. Die Bundesagentur für Arbeit begründete die Zunahme mit der kalten Jahreszeit. Ziehe man die saisonalen Effekte ab, seien sogar 34.000 Menschen weniger arbeitslos als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg somit auf 7,3 Prozent.

Dass die jahreszeitlichen Gründe jedoch tatsächlich so stark zu Buche schlagen, ist nicht ganz nachvollziehbar. Immerhin gab man für die relativ positiven Zahlen im Dezember die überdurchschnittlich milden Temperaturen im Winter an (mehr hier). Im Januar 2011 lag die Arbeitslosenquote bei 7,9 Prozent. Allerdings war der Winter von 2010 auf 2011 sehr kalt.

Dennoch liegen die derzeitigen Arbeitslosenzahlen, so die Bundesagentur für Arbeit, um 260.000 niedriger als im Jahr zuvor. Auch die Überalterung der deutschen Gesellschaft trägt zu einer abnehmenden Arbeitslosigkeit bei, da die Zahl der nachwachsenden potentiellen Erwerbstätigen sinkt.
Die jüngst veröffentlichten Daten zum deutschen Einzelhandel zeigen zudem, dass die deutsche Wirtschaft nicht nur die Auswirkungen der Euro-Krise spürt, sondern auch die Binnen-Nachfrage nachlässt. So nahm der deutsche Einzelhandel im so heiß begehrten Weihnachtsgeschäft weniger ein als erwartet (mehr hier). Und auch die Konjunkturerwartungen zeigen keine allzu positiven Erwartungen (mehr hier).

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Kommentare

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  1. Dachbodengrattler sagt:

    Du lieber Himmel.
    Die deutsche Arbeitslosenstatistik könnte glatt vom nordkoreanischen Propagandafunk kommen. Da wird geschönt, glattgebügelt und verschwiegen, dass die Schwarte kracht.
    Wer glaubt den Käse eigentlich noch?

    • hannes sagt:

      Ziatat: Wer glaubt den Käse eigentlich noch?

      Die Vollidioten die sowas wie „Bauer sucht Frau“ gucken und ähnlichen Schwachsinn. Die sind so dämlich das ihr Hirnwasser schon flockig ist!

  2. OnkelSam sagt:

    Wenn man ehrlich rechnet sind es 5,3 Millionen Arbeitslose, d.h. zwischen dem Zustand auf dem Arbeitsmarkt vor der Einführung der Agenda 2010 und Hartz IV und heute hat sich nur geändert, dass immer mehr Leute, die arbeiten nicht mehr davon leben können. Da reibt sich der Laie die Augen und der Fachmann staunt über soviel Propaganda.

  3. W.Schwarz sagt:

    Guten Abend
    Wenn sich die Bevölkerung laufend belügen lässt,dann darf sie sich nicht wundern wenn
    die Regierung in Zusammenarbeit mit den Medien,weiterhin „schöne“ Zahlen verbreitet.
    Die Volksverblödung nimmt langsam Gestalt an!

    In diesem Sinne

    Hasta Luego und weitermachen

  4. Alibaber sagt:

    Systematischer Irrsinn – Permanent falsche Arbeitslosenzahlen

    http://www.youtube.com/watch?v=JQmxsR65GZQ&feature=player_embedded

    Die wirklichen Zahlen gibt es wahrscheinlich erst nach einem „Wandel“, oder in Jahrzehnten…

  5. Knut Hut sagt:

    Werde auch bald freiwillig arbeitslos. Warum soll ichnoch arbeiten, wenn ichnicht muss und die Hälfte (und mehr) an die PIFGIS abgeben muss?

  6. schlaumeister sagt:

    Gerade erst wurde uns die Lüge von den ständig sinkenden Arbeitslosenzahlen
    aufgetischt, jetzt aber die Kehrtwende! Hat das Lügenministerium jetzt die
    Wahrheit gesagt oder hat das Wahrheitsministerium vorgestern gelogen?

  7. Michele sagt:

    Jugendarbeitslosigkeit ist schlimmer. Ein Land wird daran gemessen, wie es mit ihren Kindern umgeht. Zukünftig wird Brüssel mitgemessen. Wer viel Macht an sich zieht, trägt auch viel Verantwortung.

  8. merktnix sagt:

    bestimmt gibt´s schon Überlegungen in Uschis Ministerium unter Federführung des Großkapitals, wie man diese unnützen Subjekte doch noch aus der Statistik wegrationalisieren könnte. Vielleicht mit Hartz6 und 7 oder HArtz10, den Puffreisen nach Brasilien.

  9. cocooning sagt:

    Es gibt in Deutschland sehr viele US-Amerikanische und Japanische Technologieunternehmen. Traditionsgemäß arbeitet man in diesen Ländern (Japan, USA) bis über 70 J und länger, während man bei deutschen Unternehmen ab 50 J „in die Tonne“ kommt. Also nix wie hinbewerben. Deutsches KnowHow ist in solchen Unternehmen herzlich willkommen.