Euro-Zone: Arbeitslosigkeit so hoch wie noch nie seit Einführung des Euro

Im Dezember stieg die Arbeitslosigkeit in der Eurozone auf 10,4 Prozent. Im Dezember waren somit 20.000 Menschen mehr ohne Arbeit. In der EU waren es 24.000.

Die Schaffung neuer Arbeitsplätze und eine kontinuierliche Ankurbelung der Wirtschaft – das waren die Themenschwerpunkte des EU-Sondergipfels am Montag (der ESM und der Fiskalpakt sollen als Mittel dafür eingesetzt werden – mehr hier). Wie dringend sich die Euro-Zone und die EU um die hohe Arbeitslosigkeit kümmern muss zeigen nun die neuesten Daten von Eurostat.

Saisonal bereinigt lag in der Eurozone die Arbeitslosenquote im Dezember bei 10,4 Prozent: Das höchste Level seit Einführung des Euros. Im Dezember 2010 lag sie noch bei 10 Prozent. Damit waren im Vergleich zum Vormonat 20.000 Menschen mehr arbeitslos. So liegt die aktuelle Zahl der Arbeitslosen in der Euro-Zone bei 16,469 Millionen.

Die niedrigsten Arbeitslosenquoten erreichten Österreich (4,1%), die Niederlande (4,9 %) und Luxemburg (5,2%). Die Länder mit den meisten Arbeitslosen sind derzeit Spanien (22,9%), Griechenland (19,2%) und Litauen (15,3%). In Deutschland liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 7,3 Prozent (mehr hier).

In der EU stieg die Arbeitslosigkeit ebenfalls. Lag die Arbeitslosenquote im Dezember 2010 noch bei 9,5 Prozent so erreichte sie im Dezember 2011 9,9 Prozent. Insgesamt sind in der EU 23,816 Millionen Menschen ohne Arbeit. Ökonomen rechnen damit, so Reuters, dass die Arbeitslosenquote Mitte 2012 sogar 11 Prozent erreichen könnte.

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Kommentare

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  1. inderpampa sagt:

    Der Euro bringt halt überall, wo er eingeführt wurde, Frieden und Wohlstand für alle.

    Das hatten uns unsere Politkasper doch gesagt, als dieses Projekt der NWO aufgesetzt wurde, nicht wahr? Es bewahrheitet sich doch alles, früher oder später, oder so…