Griechenland: Menschen haben kein Geld für Einkäufe

Wegen der steigenden Arbeitslosigkeit und den Sparmaßnahmen haben die Griechen immer weniger Geld. Der Handel leidet unter dem ständig rückläufigen Konsum.

Die Menschen in Griechenland schränken weiterhin ihren Konsum ein. Der Einzelhandel setzte im November um 8,9 Prozent weniger um als im gleichen Monat des Vorjahres. Der Rückgang des Konsums hat sich etwas verlangsamt. Im Oktober waren die Einzelhandelsumsätze um 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Dies berichtet die griechische Statistikbehörde.

Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht: „Steigende Arbeitslosigkeit und Sparmaßnahmen werden in den ertsen Monaten des Jahres 2012 weiterhin schwer auf dem verfügbaren Einkommen und der Verbrauchernachfrage lasten“, sagte Platon Monokroussos, Ökonom der Eurobank der Nachrichtenagentur Reuters.

Eine ähnliche Tendenz ist im deutschen Einzelhandel zu beobachten. Hier ist der Konsumrückgang allerdings längst nicht so extrem wie in Griechenland (mehr hier). An einigen griechischen Schulen müssen inzwischen Lebensmittelmarken ausgegeben werden, weil die Eltern nicht mehr für ausreichend Nahrungsmittel aufkommen können.

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Kommentare

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  1. andrepe sagt:

    Man sollte das ganze Europrojekt wieder rückgängig machen!

  2. Industriekauffrau sagt:

    „An einigen griechischen Schulen müssen inzwischen Lebensmittelmarken ausgegeben werden, weil die Eltern nicht mehr für ausreichend Nahrungsmittel aufkommen können.“

    …traurig, traurig…

    Diese Entwicklung hätte ich persönlich VOR dem Euro nicht für möglich gehalten… wir gehen in der Geschichte zurück…

    WILLKOMMEN IM EUROPA DES 21. JAHRHUNDERTS… SCHÖNE NEUE WELT…

  3. Mark sagt:

    „An einigen griechischen Schulden müssen inzwischen Lebensmittelmarken ausgegeben werden…“

    Freud’scher Verschreiber?