Frankreich: Umsatz in der Automobilindustrie bricht ein

Die französischen Autobauer melden schlechte Zahlen: Minus 20% im Januar-Vergleich zum Vorjahr. Für das Gesamtjahr wird ein Rückgang von 10% erwartet.

Aktuell
Belgien-Bonds unter Druck: Ist EZB-Liquidität schon aufgebraucht?

Die französische Automobilindustrie musste in den vergangenen Wochen herbe Rückschläge einstecken. Die Zahl der Neuanmeldungen von Autos in Frankreich lag im Januar nur mehr bei 147.143 Autos. Das entspricht einem nominalen Abfall von 20,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte der Ausschuss der Französischen Autohersteller am Mittwoch mit. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Registrierungen um 21,6 Prozent.

Entsprechend rückläufig sind die Verkaufszahlen. Im vergangenen Jahr gingen die Verkäufe von Neuwagen insgesamt um 2,1 Prozent zurück. Besonders betroffen von diesem Rückgang waren die französischen Hersteller. Die Verkäufe des Konzerns Peugeot Société Anonyme (PSA) mit den Marken Peugeot und Citroën sowie von die von Renault gingen um 29,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Volkswagen-Gruppe hingegen konnte einen jährlichen Gewinn von 18,2 Prozent verbuchen. Entsprechend sanken die Anteile der französischen Unternehmen an den Inlandsumsätzen von 60,2 Prozent im Januar 2011 auf 53,5 Prozent.

Der Ausschuss der Französischen Autohersteller rechnet mit weiteren Einbrüchen bei den Neuwagen-Verkäufen in diesem Jahr. Renault fürchtet einen Umsatzrückgang von acht Prozent im Jahr 2012. Doch die deutsch-französische Versicherungsgruppe Euler Hermes geht davon aus, dass die Verkäufe von Neuwagen in Frankreich um zehn Prozent schrumpfen werden.

Mehr zum Thema
Einkommen in Europa wachsen langsamer
China kauft weniger europäische und amerikanische Produkte
Fiskalpakt: Sarkozy will erst nach der Wahl unterschreiben

Kommentare

Dieser Artikel hat 5 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Syssifus sagt:

    Das dicke Ende kommt für die dt.Automobilhersteller auch noch.

  2. Dr. Tot das Orakel sagt:

    Der Bahnhof wird gebaut mit oder ohne Geld . Ihr zahlt doch für alles ……

  3. Politik hat Schuld sagt:

    In der EU Logik kann das nur heissen, dass VW zukünftig jedes Jahr 10% seines Gewinns an französische Automobilkonzerne abzuführen hat. Gleichzeitig sollte VW sich um Rücklagen zur Rettung der französischen Automobilindustrie machen. Wenn nicht läuft VW wohl Gefahr das die Anlagen in Wolfsburg oder Ingolstadt demontiert werden.

    Oder wird das über den ESM geregelt?

  4. hunsrückbauer sagt:

    liebe Frau le Pen , sehr geehrter Herr Havemann,
    lassen sie den Sarkozy noch einmal das Amt übernehmen um die Suppe auszulöffeln, die er dem franz. Volk eingebrockt hat. Es wird mit Sicherheit ein Vergnügen, wie er sich versucht unter dem Rock von Carla zu verstecken…

    ich lach mir echt einen ab

  5. schlaumeister sagt:

    Hoffentlich gehts weiter abwärts, damit die Franzosen umdenken und selbst
    aktiv werden um dem Euro mit Hilfe von M le Pen den Gnadenschuß zu geben,
    von den deutschen Michels ist ja rein gar nichts zu erwarten, die gehen lieber
    für Stuttgart 21 auf die Straße, obwohl sich das Bahnhofsprojekt in der bevorste-
    henden Krise von selbst erledigt. Das erlebt die Fertigstellung gar nicht mehr.