„Griechenland muss den harten Weg gehen“

Der stellvertretende deutsche Finanzminister hält eine Insolvenz Griechenlands für zwecklos. Seiner Meinung nach ist Griechenland auf dem richtigen Weg, aber um mehr Unterstützung zu erhalten, müsse das Land Fortschritte vorweisen. Und weiter sparen.

„Niemand würde einen Gewinn daraus schlagen“, wenn Griechenland aus dem Euro austritt, sagte der stellvertretende deutsche Finanzminister Steffen Kampeter in einem Interview mit Bloomberg. Die Griechen „müssen den harten Weg gehen“. Griechenland müsse weiter an den Haushaltskürzungen festhalten, das sei der richtige Weg. „Wir sind besorgt, dass Griechenland nicht bereit sein wird, sich an den Zeitplan zu halten“ – Griechenland müsse den nächsten Schritt machen. „Man erhält nur Solidarität, wenn man selbst Solidarität bietet“, so Steffen Kampeter, „und Solidarität bedeutet in diesem Fall Reformen und Haushaltskonsolidierungen in Griechenland“.

Auf die Frage, ob nicht diese strengen, geforderten Sparmaßnahmen die Wirtschaft in eine Rezession führen und eine Ankurbelung der Wirtschaft durch konkrete Ausgaben sinnvoller sei, verneinte Kampeter. „Das Jahrhundert, in dem jeder sagt, dass das durch Schulden angeheizte Wachstum genau das richtige ist – dieses Jahrhundert, glaube ich, ist verschwunden.“ Die Verschuldung in der Euro-Zone sei zu groß, als dass sie den Regierungen erlauben könnte, durch Ausgaben das Wachstum anzukurbeln.“Haushaltskonsolidierung ist die andere Seite der Medaille, die zu Wachstum führt“, so Kampeter.

Kommentare

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  1. hunsrückbauer sagt:

    die Hintergründ der Spartrategie:
    1. schulden sind zukünftige steuern, macht sinn bsp. wenn mit den schulden infrastrukturprojekte erstellt werden, von denen auch zukünftige Generationen partizipieren
    2. schulden machen sinn, weil sie dienen der Allgemeinheit, die doppelt was davon hat, nämlich erträge auf ihr erspartes wie renten, sparguthaben, etc. und nutzen für jahrzehnte, siehe 1.
    3. schulden machen macht sinn, weil man konjunkturzyklen besser abfedern kann in dem der staat sich antizyklisch verhält
    4. ohne schulden gibt der staat sein geld zu 100% aus und spart nix, warum auch, wer sollte ihm denn die zinsen zahlen? die privaten kreditnehmer?
    5. ohne schulden muß alles was seit Generationen aufgebaut wurde, stetig aus dem laufenden jährlichen einkommen bezahlt werden.
    6. der staat wird keine rücklagen bilden, was sit mit projekten, die sich über mehrere jahre hinziehen?

    Das spardiktat des staates ist ein Angriff auf die Bürger, egal ob sie sparen (können, wollen) oder nicht.

  2. Werner sagt:

    Geht endlich aus der Eurozone liebe Griechen. Kein mensch kann das was ihr uns lie letzten 2 Jahre geboten habt mehr ertragen.
    Haut ab !! Das Mass ist voll !
    .

  3. sonnenhut sagt:

    Ich persönlich denke:

    Hier wird nur Zeit geschunden, derzeit noch auf Kosten der Griechen (obwohl die normalerweise durch ihre Öl- und Gasvorkommen gar nicht Pleite sind-die Vergabe der Konzessionen ist für Mitte 2012 vorgesehen), später dann wohl Portugal und und und…Also, warum dann das Theater mit Griechenland????

    Auch ggf. eine Wahlniederlage von Sarko und eine neue französische Staatsführung wird an der Umsetzung zur Einheitlichen WELT Regierung nichts ändern. Es kommt keiner an die Macht, der nicht zum System paßt! Die ganze Eurokrise schafft die Grundvorraussetzungen für diese Einheitliche WELT Regierung und lenkt überhaupt auch erst mal die ganze Aufmerksamkeit weg vom Kriegsschauplatz USA gegen IRAN/Russland/China (egal, wer nun noch dabei ist)…

    Und egal ob GR, Portugal oder wer auch immer bis zum Umfallen spart, dies verzögert lediglich nur den Kollaps…aber, dann ist alles für die Neue Übernahme vorbereitet!!!!

    Und Deutschland mit seiner hervorragenden BRD-Regierung soll und wird plattgemacht! Der Morgenthau-Plan fast 60 Jahre später läßt herzlich grüßen!!!!

    • Julia sagt:

      Das stimmt, es kommt keiner mehr an die Macht die diesen Irsinn beenden wollen.Deshalb wird bei uns Sarkozy auch wieder gewinnen, auch wenn nur maximal mit 25 Prozent. Die anderen bekommen die Unterschriften nicht um nicht antreten zu koennen;

  4. conforma sagt:

    Dieses derart dümmliche und ahnungslose Gefasel vom Sparen, Sparen, Sparen kann doch ein vernünftiger Mensch nicht mehr hören. Sparen muss einen rationellen Sinn machen. Griechenland hat es bisher keine Fortschritte oder irgendeine Art Gesundung seiner Volkswirtschaft gebracht. Alle Maßnahmen oder Veranlassungen durch EU-„Führer“, Troika, IWF, EZB, Finanz-Transfers, Einbindung in Rettungs-Schirme und was man sonst noch alles nennen kann, haben Griechenland in die Depression absinken lassen. Es wurde bisher nur oder total falsch gespart – die Ökonomen-Eliten haben bisher nur versagt. Man kann z.B. einem Diabetiker, der jeden Tag seine Lebens-notwendigen Medikamente braucht, diese ihm nicht plötzlich zur Hälfte verweigern, weil er dann nämlich krepieren wird. Und wer meint, die Löhne der griechischen Bevölkerung radikal zu kürzen oder bei den Einkommen radikal zu sparen, nimmt den Menschen die Kraft – sie müssen ihre Geschäfte aufgeben, können keine Kredite mehr bedienen, werden arbeitslos und werden vielfach der Obdachlosigkeit ausgesetzt. Und der Staat gibt sich damit selber auf – wovon soll er sich denn reanimieren, werte Herren von der Brüsseler Pöstchen-Anstalt? Und an die Adresse aller üblen Griechenland-Hetzer und Beschimpfer – überlegt euch gut, was für ähnliche Zeiten vielleicht auch auf Deutschland mal zukommen könnten.

    • Murksel sagt:

      Zitat:
      Und an die Adresse aller üblen Griechenland-Hetzer und Beschimpfer – überlegt euch gut, was für ähnliche Zeiten vielleicht auch auf Deutschland mal zukommen könnten.
      Zitat ende

      Diese Zeiten werden mit Sicherheit auch auf Deutschland zukommen. Ziel ist es offensichtlich alles kaputtzusparen und Chaos zu fabrizieren, um dann ohne nennenswerte Gegenwehr die NWO istallieren zu können.

      Das man aber diesen oberarroganten abgehobenen Kampeter zu Wort kommen läßt, ist wirklich nicht nötig.
      In 3 Talkshows habe ich diesen Schnösel erlebt und das Bild das er dort gezeigt hat war einfach nur widerlich.

    • Julia sagt:

      @conforama

      Man nimmt den Menschen die Kraft….es ist wohl das Ziel. Der Mensch wird immer um das Ueberleben kaempfen. Und ein kraftloser Mensch wird alles tun fuer ein Stuck Brot.Wer haette gedacht da wir Voelker alle in so eine Merde gertaen.Wem dienen wir blos?

  5. Knut Hut sagt:

    Am besten die griechen bleiben auf ewig im Euro. Das bedeutet Arbeitslosigkeit dort und höhere Steuern bei uns. –> Alle sind glücklich!

    • Julia sagt:

      @KnutHat

      Natuerlich bleiben sie im Euro, es ist gewollt, sonst haette man dem Referendum zugestimmt.

  6. Yolander sagt:

    Diese ausgeleierte *Botschaft*musste nun wirklich nicht sein .
    …selbst hier nicht 😉

  7. hunsrückbauer sagt:

    Stellenausschreibung des deutschen Kanzleramtes:

    wir suchen für die zeitweilige Übernahme von Amtsgeschäften und der Abwicklung einse EU-Staates eine Persönlichkeit mit äußerster Ignoranz, Arroganz und Gewaltbereitschaft gegen Ausländer, insbesondere Südeuropäer, einer ausgeprägten Neigung zum Sadismus, einer hohen Arbeitsproduktivität und Abgestumpftheit gegenüber Hungernden, Frierenden, Kindern und Alten. Nichts soll sie von ihrem Ziel abbringen können.

    Sie eigenen sich für diese Position, wenn sie zur Zeit des ersten 1000 jährigen Reiches in herausragender Position an den Planungen der vorangegangenen Wannseekonferenz beteiligt waren oder sich als Lagerkommandant durch besodner Effizienz hervorgehoben haben.

    Dann sollten sie sich bewerben beim Ministerium für Wirtschafts ohne Zusammenarbeit des Versuchs eines zweiten 1.000 jährigen Reiches….

    gez.
    Philipp Murksel

  8. Moon sagt:

    Dieses Geldsystem ist wirklich verrückt.

    Es funktioniert nur solange, wie bedingt durch das exponentielle Geldmengenwachstum durch Zinseszinsen spiegelbildlich neue Schuldner gefunden werden.

    Da eine der drei Parteien, die sich innerhalb der Gesellschaft verschulden können (Staat, Menschen, Unternehmen) der Staat ist, muss er sich also stets neu verschulden. Und zwar ansteigend neu verschulden. Solange das klappt und auch gemacht wird, kann das System erhalten bleiben. Naturgemäß ist aber die Ausweitung der Verschuldung für jeden Staat in dem Moment vorbei, wo der Gläubiger das Vertrauen in die Rückzahlung verliert. Hier stehen wir aktuell.

    Also die Aufschuldung, die das Geldsystem zwingend, systemisch bedingt, verlangt, geht nicht ewig weiter. Sie stößt naturgemäß an ihre Grenzen und der Zusammenbruch muss erfolgen!

    Macht man aber das Gegenteil von Aufschuldung, wie im Artikel vorgeschlagen, also beginnt zu sparen, erfolgt der Zusammenbruch des Geldsystems ebenso zwingend! Weil das System ja nur solange funktioniert, wie die Verschuldung ausgeweitet werden kann. Verschuldung muss sein! Gelangt aber an natürliche Grenzen. Sparen führt aber ebenso in den Zusammenbruch.

    Dieses Geldsystem ist ein bilderbuchmäßiges Dilemma! Egal welcher Weg eingeschlagen wird, er endet im Zusammenbruch.

    Wenn man darüber nachdenkt, könnte man sich glatt die Haare rausreißen, dass es sich überhaupt entwickeln konnte. Wie bescheuert sind wir eigentlich unter den Bedingungen eines solchen Geldes zu leben??!!

    • Realist sagt:

      „Wie bescheuert sind wir eigentlich unter den Bedingungen eines solchen Geldes zu leben??!!“
      Das ist doch keine Frage, sondern eine realistische Feststellung! Hm….., Glückwunsch, ja, richtig kombiniert!

  9. Realist sagt:

    Da sind doch lauter Kluge Köpfe beschäftigt in diesem Regierungssumpf!
    „Dümmer geht’s wohl nümmer“, außer mit Schäuble persönlich!
    Lauter Dampfblasenpaladerer!