Griechenland: Jugendliche greifen Präsidenten-Villa an

Eine Gruppe von Jugendlichen hat am Samstagabend die Dienstvilla von Präsident Karolos Papoulias angegriffen. Bevor er zu einem Zusammenstoß mit den Wachen kam, rückten die Jugendlichen wieder ab. Der Präsident, der sich im Haus befand, kam mit dem Schrecken davon.

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Eine Gruppe von etwa 30 bis 50 Jugendlichen hat am Samstagabend die Dienstvilla von Griechenlands Staatspräsident Karolos Papoulias angegriffen. Das Haus liegt in der Asklipiou Straße im Zentrum von Athen.

Die Jugendlichen fuhren mit Motorrädern vor, einige kamen auch zu Fuß. Um etwa 20 Uhr Ortszeit warfen die vermummten Täter einen Molotow Cocktail, Steine und Farbbeutel gegen das Gebäude. Sie beendeten ihre Attacke jedoch, ohne die zwei Polizisten, die vor dem Haus Wache standen, zu attackieren. Es entstand Sachschaden am Eingangsbereich, auch das Auto des Präsidenten wurde beschädigt. Papoulias kam mit dem Schrecken davon, er befand sich zur Zeit der Attacke im Haus.

Die Polizei leitete eine umfangreiche Fahndung nach den Tätern ein.

In den vergangenen Monaten war es verstärkt zu Attacken gegen Politiker gekommen (mehr hier). Der Angriff vom Samstag hat jedoch eine neue Qualität, weil er sich gegen das Staatsoberhaupt richtete. Der Vorfall illustriert die extrem angespannte Lage in Griechenland angesichts einer bevorstehenden Staatspleite.

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Kommentare

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  1. Margrit Steer sagt:

    Das ist erst der Beginn. Es wird bis hin zu Bürgerkriegen gehen in ganz Europa.
    Übrigens sagte dies schon vor 2 Jahren der Chef des CIA voraus
    Unsere Politiker der letzten Jahre haben in ihrem Kapitalismus-Wahn gewaltig überzogen
    Der Euro war eine Verarmung der Menschen
    Hinzu kommt, diese EU in Brüssel Die Aversionen gegen die EU werden immer mehr und das ist schade, denn die Idee der großen Staatsmänner Adenauer und de Gaulle war gut, sie wurde nur leider von nichtsnutzigen Nachfolgern völlig zerstört
    Aber antatt endlich von ihrem Euro-Wahn weg zu kommen, machen unsre gesamten Volkszerstörer munter weiter

  2. der Bauer vom Hunsrück sagt:

    das ist erst der Anfang der Unruhen, die sich in Europa ausbreiten werden. Die jungen Menschen haben NICHTS zu verlieren, denn sie haben nicht einmal ein menschenwürdiges Dasein in dieser Gesellschaft und das trotz der so häufig propagierten Bildung. Sie werden sich ihren Teil nehmen, weil wir Alten nicht in der Lage sind ihnen eine Perspektive zu geben. Wir lassen die von uns erwirtschafteten produktivitätszuwäches in die Geldsäckel der Kapitalisten wandern, statt unseren Anteil daran zu fordern in Form von Arbeitszeitverkürzungen und mehr Jobs, u. a. für die Jungen…wir werden an unserem Wohlstand ersticken, und es ist gut so, denn wir sind egoistische Versager.