Griechenland: EU fordert Antwort bis Montag Mittag

Die Euro-Gruppe verlangt von Griechenland einen neuen Sparkurs bis Montag Mittag. Darin müssen Details zu den umstrittenen Punkten der privaten Löhne und der Bankenrekapitalisierung stehen. Alle drei Koalitions-Parteien wollen keine zusätzlichen Sparprogramme.

Aktuell
Griechische Gewerkschaften kündigen 24-Stunden-Streik an

Nach dem mit wenig konkreten Ergebnissen zu Ende gegangenen Treffen von Premier Papademos mit den Führern der drei Koalitionsparteien (hier) hat die EU Griechenland aufgefordert, bis Montag Mittag Ortszeit einen tragfähigen Plan mit weiteren Sparmaßnahmen vorzulegen. PASOK-Sprecher Panos Beglitis sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dies müsse geschehen, damit der neue Plan der Euro-Gruppe vorgelegt werden könne.

Beglitis räumte ein, dass es zu den zwei schwierigsten Punkten noch jede Menge Verhandlungsbedarf gäbe: Die Reduktion der Löhne (von allen stets abgelehnt – hier) und die Bankenrekapitalisierung (soll mit der nächsten Tranche finanziert werden – hier).

Die Parteiführer aller drei Parteien sagten, unmittelbar nachdem den Raum verlassen hatten, in dem sie mit Papademos verhandelt hatten, dass sie keine weiteren Sparmaßnahmen wollen. Schon am Wochenende gab es verschiedene kreative Ideen, wie man das Sparen vor allem im öffentlichen Dienst möglichst schmerzfrei gestalten könnte (hier).

Die Euro-Gruppe will sich bis Mittwoch entscheiden, welche Empfehlung sie für das weitere Vorgehen aussprechen will.

Am Sonntagabend sollte es Spekulationen zufolge auch zu einem Treffen zwischen Deutsche Bank Chef Josef Ackermann und Papademos kommen. Die Banken sind ziemlich nervös, weil ihnen ja ein Großteil der nächsten Tranche zufließen wird (mehr hier).

Mehr zum Thema
EU frustriert: „Venizelos plant nur seine Zukunft, nicht die seines Landes“
Griechenland: Jugendliche greifen Präsidenten-Villa an
UBS-Index: Der Schweiz droht eine Immobilien-Blase

Kommentare

Dieser Artikel hat 63 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. oj sagt:

    Aha, Montag Mittag, ? Welcher Montag denn ??? Man muß es ja nicht so genau nehmen mit den Terminierungen. Die haben alle Angst um Ihre Jobs,Wohlstand,und Ihre Popos.

  2. Negoist sagt:

    Wann sieht die ganze EU endlich ein, dass die gemeinsame Währung (€) gescheitert ist.

  3. Toni Lechner sagt:

    Europapolitik ist sehr wichtig und ein friedlich vereintes EUROPA wäre sehr schön.

    ABER was sich in Brüssel an sog. Demokratie entwickelt hat ist
    ein ZENTRAL-PARLAMENTARISMUS ohne FÖDERALE NOTE.

    ZENTRALISMUS PUR

    Damit wird der Eigengeschmack jeder einzelnen europäischen Region zu einem
    EINHEITSBREI veroxidiert.

    BESSER WÄRE: Europa nur als eine dynamische Wirtschaftsvereinigung zu sehen,
    mit Einzelwährungen und einem gemeinsamen Wirtschaftsrat.

    Mehr ist eigentlich nicht notwendig.

  4. armer Mann sagt:

    Gleich ist es soweit. GRICHENLAND wird gerettet.
    (Ohne Quelle) Nur meine persönliches Gefühl.

  5. Heiko Glanz sagt:

    Was die Griechischen Bürger wollen, ist den Politikern egal.. Hautsache die Banken kriegen den Hals voll. Mein Gefühl sagt mir, die 7 Großfamilien in Griechenland die die Regierung bilden müssen weg und das Volk soll selbst entscheiden ob sie den Euro wirklich behalten wollen. Ich bin der Meinung , Schuldenschnitt und Neuanfang mit Ihrer eigenen Währung (Dinar). Das wäre das solideste verhalten den Bürgern gegenüber.
    Und dann kann man auch Wirtschaftlichen Aufbau leisten, indem Innovationen in Energie, ec. Arbeitsplätze geschaffen werden die aus dieser Jahre langen Misswirtschaft
    geschaffen wurden. Das Griechische Volk muss eine Perspektive haben.
    Es könnte sonst zu einem Bürgerkrieg führen wo keiner gewinnt. (außer die Banken)
    Und der Euro zerbricht und schuld wird Deutschland zugeschrieben weil sie sich die ganze Zeit am Europakt festhalten.

    • Werner sagt:

      „…Und dann kann man auch Wirtschaftlichen Aufbau leisten, indem Innovationen in Energie, ec. Arbeitsplätze geschaffen werden …“

      Jaja, die Griechen bekommen das hin was unsere ehemalige DDR trotz massivster „BRD“-Hilfe seit 20 Jahren nicht schafft ! Träumen Sie weiter .

  6. lesung sagt:

    Weder Griechenland noch die Griechen sind das Problem.
    Das Problem ist der EUro und diese „……………“ EU-Politiker.

    Sofortiger Austritt aus dem EUro und der EU für Deutschland!

    „…………..“ = nicht jugendfreier Fluch

    • Durchblicker sagt:

      lesung: Es hat lange genug gedauert, bis dem EU-Volk die Lichter angingen.
      Jetzt ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. ( und das ist gut so )

  7. Murksel sagt:

    Und die Griechen werden das weiter ausreizen. Sie haben ja Recht.
    Der größte Teil des Rettungspaketes wird doch gleich an die Banken weitergereicht
    Und deshalb wird die EU, (d.h. wir Steuerzahler werden müssen) ja doch zahlen.
    GR und der Euro, (heißt in Wirklichkeit die Banken) müssen um wirklich jeden Preis nach Meinung dieser Eliten gerettet werden.
    Es geht doch auch darum dass sonst die CDS fällig werden.
    Und schon kommt wieder dieser ( durch nichts legitimierte) Banker Ackermann und mischt sich ein.
    Es ist einfach nur noch widerlich!!!!!!!!!!!!!!
    Hoffentlich bricht dieses intransparente korrrupte Konstrukt EU endlich zusammen.

  8. Baufinanzierung-Internet sagt:

    Ich wette 1 EUR, dass bis 12 Uhr nichts passieren wird!

    • Tom sagt:

      da steig ich mit ein … 😉

    • Meinungsfreiheit sagt:

      Schon gewonnen! Frage: Wer zahlt den Euro?

      Bilanzfälscher, Betrüger und Schuldenbarone verhandeln mit Bilanzfälscher, Betrüger und Schuldenbaronen.

      „………………………………………………………………………“ nicht jugendfreier bairischer Fluch.

    • bankrupt_taxpayer sagt:

      Schon beteuern laut Reuters die ersten griech. Politiker, dass es gar kein Ultimatum gegeben hätte, man habe noch mindestens Zeit bis zum Eurogruppen-Treffen, dessen Termin noch nicht feststeht.