Griechische Gewerkschaften kündigen 24-Stunden-Streik an

Die beiden großen griechischen Gewerkschaften wollen am Dienstag einen ganzen Tag lang streiken, um gegen die Sparprogramme zu protestieren.

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Am Dienstag könnten in Griechenland wieder alle Räder still stehen. Die beiden großen Gewerkschaften ADEDY und GSEE wollen damit gegen die Sparprogramme protestieren. Ein Sprecher sagte am Sonntagabend, dass es für die Gewerkschaften nicht zu akzepieren sei, dass trotz aller Opfer, die die griechischen Arbeiter und Angestellten schon gebracht hätten, nun weitere Sparmaßnahmen geplant werden.

Beide Gewerkschaften haben gemeinsam etwa 2 Millionen Mitglieder repräsentieren damit etwa die Hälfte aller griechischen Beschäftigten. Sie waren bereits für die großen Streiks in den vergangenen beiden Jahren verantwortlich.

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Kommentare

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  1. tertiusgaudens sagt:

    Genau das, nämlich Streiks in Deutschland, soll unter allen Umständen vermieden werden. Und das geschieht duch eine nach aussen durchsetzungsstarke Kanzlerin, was viele Leute hier sogar noch zu Stolz anstachelt, was für eine tolle Frau doch Kanzlerin Merkel sei…

    Dabei fällt eine Parallelität deutschen Einflusses in der Strategie mit schwachen Wirtschaften auf. Es ist nämlich ähnlich wie in der christlichen Behandlung des Sündenproblems. Vergebeung geht erst nach artritio oder contritio – Begriffe des Zerknirschtseins als Wirkung schlechten Gewissens und also Bedingung der Reue. Erst dann erfolgt nach confessio das absolvo te. Genau so verfährt die Rettungsinstitution deutsch – französischer Provinienz – harte Forderungen an die einen, Erlass von Schulden an die anderen. So funktioniert christliches Abendland in merkantiler Hinsicht, gestiftet letztendlich vom Herrn Christus selbst. Und Streiks wären dann Audruck bußunwilliger Sünder, welche dem Glauben anhingen, sie würden der Vergebung nicht bedürfen…

    Jedoch, mir schwant da ein zusätzlicher Gedanke. Was wäre, wenn Frau Merkel etwas ganz anderes im Sinn hätte? Wie will man denn aus dem Schlamassel ohne Gesichtsverlust heraus kommen? Man kommt daher als harter Grossinquisitor (diesmal weiblich), dass die morschen Knochen nur so krachen. In Wahrheit hofft die Person des heiligen Amtes jedoch etwas anderes: dass in Anbetracht der unerfüllbaren Forderungen der Delinquent das Handtuch wirft und die EU freiwillig verlässt. Und weil die Grossinquisitorin Unruhen und Streiks im eigenen Lande fürchtet, wird sie am Ende einen letzten Trumpf ziehen – die Wiedereinführung der Mark. In dieser Hinsicht ist der Grossinquisitorin in Wahrheit die warme Retterin, und das böse Amt nur ein Vorwand gewesen, um das Gesicht nicht zu verlieren. Auch diese Art hat ein christliches Vorbild – im der Lehre des deus absconditus, des verborgenen Gottes, der sich auch hinter zwielichtigen und bösen Werken versteckt, um zum Heil zu wirken.

    Gott, mir kommt fast das …