Fitch: Griechenland-Pleite ist nicht mehr abzuwenden

Griechenland sei insolvent, also werde es pleitegehen: Der Chef der Abteilung für Staatsanleihen für Europa in der Ratingagentur Fitch erwartet eine geordnete Staatspleite.

Während an den verschiedenen Fronten noch verhandelt wird, gehen die Rating-Agenturen davon, aus, dass es keinen freiwillligen Schuldenschnitt geben werde.

Edward Parker, der Direktor für europäische Staatsanleihen bei der Agentur Fitch sagte Reuters bei einer Konferenz in Stockholm: „Es wird geschehen. Griechenland ist zahlungsunfähig also kommt die Insolvenz. Das sollte eigentlich niemanden überraschen.“

Auch die Agentur Standard & Poor’s ließ verlauten, dass Griechenland in Kürze die Insolvenz verkünden müsse.

Parker vertritt die Auffassung, dass auch ein freiwilliger Schuldenschnitt eine Pleite darstelle: „Wir haben schon lange gesagt, dass diese Form der Beteiligung der privaten Gläubiger nicht der richtige Weg ist. Wir werden ihn als Pleite behanlden. Es ist ganz klar eine Pleite, egal wie sie es drehen.“

Fitch geht in seinem neuesten Bericht davon aus, dass die Pleite geordnet erfolgen werde. Das heißt, die Zahlungssysteme würden intakt bleiben, auch ein sofortiger Euro-Austritt ist in diesem Fall nicht zwingend. Der Vorteil wäre, dass die internationalen Zahlungsströme nicht unterbrochen werden.

Allerdings vermerkt Fitch in dem Bericht, dass auch eine ungeordnete Staatspleite mit Euro-Austritt nicht ausgeschlossen werden könne.

Kommentare

Dieser Artikel hat 81 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Mecky sagt:

    Deutschland, ist ein Volk der Feiglinge geworden. Anstatt gegen all diese Ungerechtigkeiten, die Es durch Merkel und Ihre koruppten Freunde erleidet, und erst noch erleiden wird auf die Barikaden geht, schleichen die Menschen weiterhin für einen Stundenlohn teilweise unter 6Euro zur Arbeit, um nicht zu verhungern. Das ist doch eine Steilvorlage für unsere fettgefressene Regierung, die einfachen Bürger noch mehr auszusaugen, denn Sie merken doch schon lange, das Ihre willenlosen Untertanen keine Würde, geschweige denn Stolz besitzen! Und, ist das Volk nicht selber Schuld? Die Menschen glauben doch jeden Schwachsinn, den es von diesen Politikern und gekauften Medien vorgelogen bekommt. Nun wollen Sie ein Sonderkonto für Griechenland, damit Merkel und Sarkozy den eigenen Banken den Po schmieren können, denn es geht nicht um die Rettung des Landes, sondern wieder einmal nur um die Sanierung der Banken, damit sie weiterhin das Geld der Steuerzahler verzocken können.Es gehen nämlich 85% des neuen Hilfspaketes sofort zurück an diese Verbrecherbanden. Das ist der einzige Grund warum Merkel und C.O. Griechenland nicht in die Insolvenz gehen lassen will. Aber leider schnallt der grösste Teil der deutschen Bevölkerung diese Schweinerei nicht. Armes Deutschland!

    • Clasine sagt:

      Mecky,. Ja, ich stimme Dir zu. Niemand wehrt sich. Aber jeder einzelne muss es tun. Ich hatte damit pesönlich Erfolg. Aber auch beim Sich wehren ist grosse Vorsicht angebracht. Jedes Wort, jede Aussage muss genau passend sein. Die meisten finden nicht die richtige Formuliere. Darum sagen sie nichts, schreiben nichts, wehren sich nicht. Auch hier habe ich schon vielen geholfen mit den richtigen Schriftsätzen, mit der Vertretung der Person usw. Man muss sich Hilfe holen, wenn man allein nicht weiterkommt. Aber auch hiierzu gehört wieder Mut. Man muss mal wen fragen. Da fängt ja schon das nächste Problem an. Wen fragen ? Zu vielen Leuten fehlen die Worte . . .für alles. Genau dies ist das Problem, das wiederum zum Problem führt und so weiter und so fort.
      Liza

  2. Grauber sagt:

    Welch ein Glück, dass Jamie Demon, der CEO von JP Morgan, aus sozialen Gründen verstärkt Staatsanleihen Griechenlands gekauft hat und diese sich nun von AIG ( einem US-Versicherer ) bezahlen läßt.

    Als nächstes schwappt dann aus USA herüber, dass die Europäer die US-Wirtschaft zerstören –

    Wie gut, dass wir bereits einen Waffenstillstandsvertrag mit den USA haben – bei einem Friedensvertrag wären ja auch sämtliche gegenseitigen Schulden erloschen.

  3. Marie sagt:

    “ Griechenland: Jeder 5. Grieche ist von Armut bedroht

    Ist Griechenland erstes Testgebiet für die Neue Weltordnung ?

    Unter einer mittlerweile chronischen Krise leidet das Land seit 2008. Auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene wird Griechenland immer handlungsunfähiger und gibt immer mehr Souveränität an Organisationen wie EU, EZB, IWF, Weltbank etc. ab. Um seine erheblichen Schulden abzubauen, werden die Menschen mit immer schärferen Sparprogrammen konfrontiert, mit der Folge, dass bereits Hunderttausende ihre Arbeit verloren haben und veramt sind.

    1 Prozent der Weltbevölkerung, ca. 70 Millionen Menschen,
    verfügen über ein jährliches Nettoeinkommen von rund 27.000 EURO und gelten als REICH !
    Etwa 29 Millionen von ihnen leben in den USA,
    ca. 5 Millionen in Deutschland…
    In den USA erhalten 45 Millionen Menschen „Foodstamps“,
    in Deutschland ist jeder 7. in Griechenland jeder 5. von Armut bedroht.“

    Die Scheren in den Euro Ländern gehen immer weiter auseinander.

    „Der Ausverkauf beginnt

    23. Mai 2011: Um den Patienten zu heilen, wird ihm sein Blut abgesaugt. Ergebnis: Patient tot. Ärzte: „Dafür sind wir nicht verantwortlich…“
    Genau dies geschieht gerade mit Griechenland. Da das Land dringend auf neue Finanzhilfen angewiesen ist und die Geldgeber Bedingungen stellen, will die griechische Regierung nun unter dem Druck von EU und IWF alles an Staatsbesitz verkaufen, »[…] was sich irgendwie zu Geld machen lässt: Postbank, die staatliche Telefongesellschaft, die Mautrechte für die Autobahnen und sogar die zwei größten Häfen des Landes. […] Zudem sollen durch Privatisierungen und den Verkauf von Staatsimmobilien […]« weitere Milliarden Euro eingenommen werden. Auf dem Verkaufszettel stehen auch Teile der Wasser- und Energieversorgung sowie der Flughafen Athen und andere kleine Flughäfen.

    Was den Griechen wohl bleibt sind ihre Inseln, die nach aktuellem Stand weder verpfändet noch verkauft werden sollen. Immerhin ! Ansonsten wird den Griechen das Blut abgesaugt. Am Ende wird ihnen nichts mehr bleiben – außer eben besagte Inseln. Ohne sich noch selbst versorgen zu können, werden sie zu hoch verschuldeten, verarmten Bittstellern, zu Sklaven degradiert, die vom guten Willen ihrer Geldgeber, ihrer Ernährer, abhängig sein werden. Griechen, wollt ihr das wirklich ??? Wann merkt ihr, dass ihr auf dem falschen Weg seit, die falschen Wertvorstellungen habt und den falschen Führern vertraut ???

    Zitat: http://www.sueddeutsche.de, Griechenland beschließt neues Sparpaket. Athener Ausverkauf. 23.05.2011″

    • Clasine sagt:

      lLiebe Marie. GR war schon immer pleite. Schon König Otto hatte Schwierigkeiten, „seine“ Bürger in Arbeit zu bringen und brachte sie im Staatsdienst unter. Kredite wurden schon früher für anderes ausgegeben, nur nicht für das, was dringend notwendig war. Alles nachzulesen in Büchern, Zeitungen usw.

      Irgendwann ist es dann zu spät, das Ruder herumzudrehen. Niemand weiss das besser, als die GR. selbst. Man höre den GR zu, die hier leben.
      Sie schimpfen auch. Darum sind sie aus ihrem Land fort gegangen.

      Jetzt dauernd auf die „bekannten“ Weltumgestalter etc. zu schimpfen ist zu einfach. Immer schön zudecken, damit eigene Fehler nicht aufkommen.
      DAS ist das Problem.

      Man darf auch nicht vergessen, dass in den gewährten Krediten z.B.Rücklagen für Altersvorsorge liegen. Warum sollen die ihre Gelder verlieren. Man schimpft immer auf die Banken. Die sollen verzichten. Verzichten werden aber viele auf ihre Altersvorsorge.

      Also, liebe GR, packt mal tüchtig an, dass etwas von griechischer Tatkraft s i c h t b a r wird. Genau das fehlt. Fehlt schon in den kleinsten Anfängen.

      Clasine

      • Autofokus sagt:

        Ja, liebe Clasine, wenn Du meinst:
        Also, liebe GR, packt mal tüchtig an, dass etwas von griechischer Tatkraft s i c h t b a r wird. Genau das fehlt. Fehlt schon in den kleinsten Anfängen.

        ….dann zeigt Deine Meinung, dass Du leider einer totalen Fehleinschätzung der Lage in GR unterliegst. Tatsache ist, dass viele Menschen gerne eine bezahlte Arbeit hätten, aber es gibt nun mal keine oder viel zu wenig Arbeitstellen.
        Diejenigen, die Arbeit haben, erhalten ihren Lohn oft 2-12 Monate (!) verspätet oftmals gar nicht, und das im Gast- und Hotelgewerbe (auch in 5-Stern Anlagen), aber auch in Supermärkten und Kleinbetrieben.
        Bald jedes 5.Ladengeschäft aller Branchen sind mittlerweile landesweit geschlossen worden oder in pleite gegangen, auch das Baugewerbe.
        Junge Menschen haben praktisch keine Chance auf Arbeit, siehe Arbeitslosenquote, deshalb beginnt jetzt ein Exodus in andere Länder.
        Es gibt auch keine Sozialleistungen, wie Hartz4 oder dergleichen.
        Ich lebe seit einigen Jahren in GR und erlebe täglich das Elend der normalen Bürger mit.
        Ich bitte Dich mit solchen pauschalen Aussagen, wie oben zitiert, etwas differenzierter zu sein, NICHTS ist vergleichbar mit D.
        Allerdings muss ich gestehen, dass die Griechen mit Geld nicht wissen umzugehen, wenn sie mal welches haben, weil sie eine andere Einstellung dazu haben, als die Mitteleuropäer. Die Südländer leben nicht, um zu arbeiten, sondern umgekehrt, das ist auch wohlweislich bekannt

        • Clasine sagt:

          Autofokus. Ja, alles ist richtig. Und dies ist alles sehr schlimm. Dennoch, es wäre sehr viel besser, den Rechenstift nicht so ganz aus der Hand gelegt zu haben. Lebensfreude kostet auch Geld. Etwas wenigstens. Leider, leider ist dies so. Und ich glaube, dass GR jetzt nicht damit geholfen ist, dass wieder ein Kredit durchgeschleust wird, denn im Lande bleibt ja dann wieder nichts, sondern dass den GR geholfen oder beigestanden wird, wie sie sich so aufstellen können, dass ihnen die Milliarden an Steuern nicht verloren gehen. Auch unter der schönsten Sonne und unter den nettesten Menschen braucht man Moneten.Das ist leider so.
          Clasine

  4. Dagmar sagt:

    „Fitch geht in seinem neuesten Bericht davon aus, dass die Pleite geordnet erfolgen werde. Das heißt, die Zahlungssysteme würden intakt bleiben, auch ein sofortiger Euro-Austritt ist in diesem Fall nicht zwingend. Der Vorteil wäre, dass die internationalen Zahlungsströme nicht unterbrochen werden.“

    Aha, nun verstehe ich auch die Ansage von Merkel, dass Griechenland kein weiteres Geld bekomme ohne die Auflagen zu erfüllen, aber doch im Euroraum bleiben soll.

    Frage: Was bringt das? Dann geht es doch mit dem Schulden machen gleich wieder los. Der ganze Euro gehört auf den Friedhof und in die Geschichte eingehen kann er als DEFAULT.

    • Marie sagt:

      was das bringt?

      für die das System so wollen, eine Menge, aber nur für DIE

      Das Volk, das Europäische Volk wird ausgesaugt, klein gehalten, gefügig gemacht, mittellos in ihrem System versklavt.

      m.M.

    • Clasine sagt:

      Liebe Dagmar. Gar nichts bringt der Verbleib GR im Euroland. Gar nichts. meiner Meinung nach. Würden wir ständig Gäste in unserem Haus aufnehmen, ohne dass diese jemals einen einzigen Cent bezahlen, offene Rechnungen zurück lassen aber dann gerne wieder kommen möchten zu genau den selben Bedingungen ? Also ohne Bezahlung ? Ohne Gegenleistung ohne alles, aber mit einer nehmenden Hand.

      Wir würden doch von vornherein darauf verzichtet haben, solchen Gast überhaupt einzuladen, oder ?

      Genau das ist mit GR falsch gelaufen. GR hat sich einladen lassen.

      Sie wären besser dran gewesen, hätten sie sich nicht in die EU hereinmogeln lassen.

      Sollen doch die Schwindler sehen, wie sie das Blatt wenden können, ohne dass der Schaden für alle Unbeteiligten noch schlimmer wird.

      Gruss Clasine

  5. Cuzco sagt:

    Tja, alle Welt weiss drum, doch ausser verschieben und verzögern passiert nix…

  6. Waltraud Schlimm sagt:

    Ich denke, das die Pleite schon lange eingepreist ist. Die Banken hatten genügend Zeit sich zu sortieren. Deshalb ging das ganze Geszänk auch so lange. Das diente nur den Banken, die haben schon alles abgeschrieben. Das die Pleite sind, ist keine Überaschung. Die Börse geht immer weiter hoch. Bald sind wir wieder auf einem Daxwert von 7 000. Also Vorkrisennivau, alles wird gut, nur nicht für uns Arbeiter.