Deutschland: Größter Einbruch in der Produktion seit drei Jahren

In Deutschland ging die Produktion im Dezember 2011 um 2,9 Prozent zurück. Besonders die Industrie und das Bauhauptgewerbe produzierten deutlich weniger.

Das Produzierende Gewerbe in Deutschland hat im Dezember einen deutlichen Dämpfer erhalten. Um 2,9 Prozent nahm die Produktion im Dezember gegenüber dem Vormonat ab – der größte Einbruch seit drei Jahren. Ursprünglich wurde lediglich mit einem Rückgang von 0,3 Prozent gerechnet. Der Rückgang der Produktion im Produzierenden Gewerbe ist vor allem auf die Industrie (-2,7%), das Bauhauptgewerbe (-6,4%) und den Bereich Energie (-2,2%) zurückzuführen, so das Statistische Bundesamt.

Die schlechte Performance der Produktion im Dezember wirkte sich auch auf das komplette vierte Quartal 2011 aus. Im Vergleich zum 3. Quartal fiel die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,9 Prozent.

Die neuesten Daten zeigen, dass Deutschland eben nicht so immun gegen die Auswirkungen der Schulden-Krise ist, wie gern angenommen. Auch im Einzelhandel gab es im Dezember 2011 Rückschläge (mehr hier) und die Arbeitslosenzahl kletterten Ende Januar wieder auf über drei Millionen (hier).

Kommentare

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  1. dparvus sagt:

    Ein Gutes wird das in Kürze sicherlich haben:

    Deutschland geht auch pleite und der Euro wird dann wohl nicht mehr zu retten sein, „leben“ tut er sowieso nicht mehr, er hängt nur noch bewußtlos am Tropf von Draghi & Co.

  2. Livia sagt:

    Nur durch Produktion werden wirkliche Werte geschaffen. Trotz der angeblich guten Wirtschaftslage hört man überall von Verringerung von Produktion und Abbau von Arbeitsplätzen.
    Ich habe den Eindruck unser Jobwunder basiert lediglich auf Arbeitsaufteilung (Teilzeit!) im Dienstleistungssektor.Diese Arbeiten werden sowieso schon immer schlechter bezahlt und führen bei Teilzeit zu Aufstockern.
    Dienstleistung schafft aber keine bleibenden Werte, sondern das ist in etwa so, als ob sich alle Leute gegenseitig die Schuhe putzen – und auch noch Abgaben darauf bezahlen. Um diesen Sektor aufzublähen, hat man systematisch die (Groß-)Familien zerstört und die Hausfrau abgeschafft, die viele dieser Aufgaben früher erledigt hat.
    Die andere „Wachstumsbranche“ im Dienstleistungssektor ist die Migrationsindustrie; die aber auch aus der Wertschöpfung der schrumpfenden Produktion finanziert werden muß.
    Dazu kommt noch, daß in Deutschland die Bevölkerung überaltert und die wenigen gut ausgebildeten jungen Leute auswandern sowie der Bildungsvorsprung Deutschlands via diverser Schul- und Bildungsreformen der letzten 40 Jahre systematisch kaputt gemacht wurde. Dann kann die Industrie auch gleich woanders hin gehen! Und Binnennachfrage erzielt man durch Nachwuchsmangel auch nicht.

  3. bauer sagt:

    Autarkie

    Welche Autarkie? Deutschland ist weltgrößter Nahrungsmittelimporteur. Täglich werden seit Jahrzehnten und gewollt Bauernhöfe zerstört, von der Agrarindustrie aufgekauft, mit Monokulturen, die ohne exzessive Vergiftung des Bodens mit Herbiziden, Pestiziden und Fungiziden gar nicht mehr wachsen, verseucht. Ein alter Bauer, den man kaputt gemacht hat, erzählte mir neulich, daß der Boden (in Baden) schon bis zu einer Tiefe von 25 (!) Metren vergiftet ist, und, somit die Filterfunktion bald nicht mehr gegeben sein wird. Wenn die Weltwirtschaft demnächst zusammenbricht, wird parallel Anbau von Feldfrüchten, der Transport von Lebensmitteln (soweit überhaupt noch vorhanden) und sämtlichen überlebenswichtigen Gütern, wie Brennstoffe, Medizin, Kleidung usw., usf. zum erliegen kommen. Das arme Bäuerlein im russischrn Hinterland hat, wie eh und je, seinen Kartoffelacker. Wir können uns von den 10.000 Daimlerautos die in Sindelfingen auf dem Hof stehen, keine Scheibe Brot runterschneiden.Supermärkte sind in 24 Stunden leergekauft und/oder geplündert. Nachschub kommt nicht und der Polizist und Familienvater fährt zu Frau und Kind, um noch vor der goldenen Horde da zu sein. Wohl dem Land, das eigene Lebensmittel besitzt, und willens und in der Lage ist, bzw. Führer besitzt, die bereit sind, diese für ihr Volk zu verteidigen. Parole: Bauern und Krieger -wie die Altvorderen- oder untergehn …

  4. MIKEMT sagt:

    Ich habe den Eindruck, dass die Realwirtschaft sehr gut läuft.
    Wir sollten nicht jedes Prozent im MInus gleich auf die Waage legen und meinen, darüber berichten zu müssen.
    Wir alle brauchen jetzt mehr Ruhe denn je und vielleicht auch ein Quäntchen mehr Gelassenheit. Die Medien können dazu das Ihrige beitragen, in dem sie weniger dramatisch über manche Entwicklung berichten. Das große Wachstum wird es bei uns sowieso nicht mehr geben. Wir dürfen es auf anderen Kontinenten beobachten.

    • Dieter sagt:

      Das Geldsystem ist aber auf Wachstum aufgebaut. Und wer immer noch glaubt und sich erzählen lässt, dass der Staat die Schulden zurück zahlt oder die Schuldenuhr zum stoppen bringen kann, der hat rein garnichts verstanden. Dieses System MUSS gegen die Wand fahren.
      Die Medien erzählen doch NUR Mist und Unwahrheiten und sollten den Leuten mal klar legen, wohin die Reise gehen wird. Nichts dramatisieren usw ist klar, aber das machen die Mainstream eh nicht, die sind Politisch korrekt.

    • Robespierre sagt:

      Eine Studie hat gerade gezeigt, dass Gutmenschen eine psychische Störung im Hirn haben. Meine aufrichtige Anteilnahme.

      • Smart sagt:

        Hehe. Ja, davon habe ich auch schon gehört.

        Die Studie besagt, dass Menschen in „panischen Situationen“ oder wenn es um „schlimme Dinge“ geht – diese Situationen nicht richtig verarbeiten können. Das geht ins Hirn rein und kommt ungefiltert wieder raus 😉

        Und das führt dann zur Situation „Was nicht sein kann, darf nicht sein, und wird auch nicht so sein, weil es halt nicht sein kann was nicht sein darf.“

        Und das ist eben Problem dieser Störung. Man schätzt, dass ca. 75% der Menschheit davon betroffen ist. Hab ich soweit alles richtig?

        @ MIKEMT: Du wirst bald mehr Ruhe haben, als jemals zuvor. Weißt auch warum? Weil du a) bald unter der Erde liegen wirst – wie viele von uns – sofern Iran weiter Druck macht und die USA ihre Kampfpanzer in Stellung bringen oder …

        b) sofern der Euro wegfällt und alle wieder nach ihrer eigenen Pfeife tanzen dürfen. Dann gibts keinen Staat mehr! Jeder ist sich selbst der nächste. Dann heißt es – 5 Uhr aufstehen, Kartoffeln ernten, abends um 6 nach hause gehen, 70% der Kartoffeln abgeben und 30% der Kartoffeln behalten! So siehts aus.

        Das heißt im Klartext: Wer heute einen Garten hat, egal ob Schrebergarten oder normalen mit Kartoffeln, allgemein viel auf Selbstversorgung setzt – der ist der Gewinner des Jahres 2012!