Ausschreitungen in Athen: Griechen verbrennen deutsche Fahne

In Griechenland haben sich erstmals öffentliche Proteste gegen Deutschland gerichtet. Vor dem Parlament von Athen versuchten Jugendliche, eine deutsche Fahne und eine Hakenkreuzfahne zu verbrennen (Mit Video).

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Der Generalstreik in Griechenland ist in anti-deutsche Proteste ausgeartet. Besonders die Wut gegenüber Angela Merkel scheint einen neuen Höhepunkt erreicht zu haben. Vor dem griechischen Parlament versuchte eine Gruppe von Protestler eine deutsche Fahne zu verbrennen. Außerdem entrollten sie eine Hakenkreuzfahne, die sie ebenfalls zu verbrennen versuchten.

Eine Gruppe von Arbeitern, Rentner und Jugendlichen soll versucht haben während der Proteste die Stufen des Parlaments und den Bereich rund um das Monument des „Unbekannten Soldaten“ zu besetzen. Die Polizei benutzte angeblich Tränengas, um die Menge aufzulösen. Scheinbar gab es auch Verletzte.

Die Aktion fand im Zuge des 24-stündigen Generalstreiks statt, mit dem die griechische Gewerkschaften gegen die Sparprogramme protestieren (mehr hier) Die Polizei schätzt, dass allein in Athen zehntausende Griechen an den Protestmärschen teilgenommen haben.

Seit Tagen versucht Papademos, die Parteiführer der drei Koalitionsparteien zu einer Unterschrift zu bewegen. Das heutige Treffen soll am Abend stattfinden. Noch Montagnacht steckte der griechische Premier Papademos in den Verhandlungen mit der Troika. Eine Zustimmung hat die Troika von Papademos bereits erhalten: Bis März sollen 15.000 Angestellte im öffentlichen Dienst entlassen werden.

Insgesamt sollen die öffentlichen Ausgaben um 3,3 Milliarden Euro sinken. Ein Großteil soll nun auf Kürzungen im Gesundheitsbereich, bei den neuen, staatlichen Investitionen und beispielsweise im Verteidigungsbereich entfallen. Der griechischen Zeitung To Vima zufolge müssen nun noch weitere 600. Millionen Euro irgendwo eingespart werden. Statt den Mindestlohn um 20 Prozent zu kürzen, wird nun überlegt, diesen nicht ganz so stark zu kürzen, so Kathimerini. Man überlegt, stattdessen die Renten zu kürzen oder noch einmal über das 13. Und 14. Jahresgehalt zu reden.

Verschiedene linke Politiker in Griechenland fordern nun statt weiteren Verhandlungen die sofortige, ungeordnete Staatspleite (hier).

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Kommentare

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  1. Natti sagt:

    Hier sollte man nicht mehr den Urlaub verbringen.
    1. eine komplette neue Führungsspitze
    2. Katasteramt usw.
    3. Steuern neu gestalten
    usw. und ein Gremium, dass den Griechen zeigt, wie man es macht.
    Und ganz wichtig: die Reichen zur Kasse bitten.
    Das wäre alles.

  2. Dieter sagt:

    Raus mit den undankbaren Griechen aus der EU!
    War doch klar.. Ein Volk das keine regeln und gesetzte befolgt , kann in der Eu nicht bestehen.
    Tut nicht so als wär Europa an eurer Verschuldung schuld!
    Wieso schaffen es andere Länder wie z.B Österreich, Slowenien, Ungarn etc.(alles nicht die größten Industriestaaten)