Griechische Staatseinnahmen brechen im Januar ein

Im Januar verzeichneten die griechischen Staatseinnahmen einen Rückgang von sieben Prozent. Die Rezession in der Wirtschaft und die weiteren Sparmaßnahmen machen es unmöglich, so das Budget für 2012 einzuhalten.

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Wie stark die bisherigen Sparmaßnahmen der griechischen Wirtschaft bereits geschadet haben, zeigen die neuesten Daten zu den Staatseinnahmen. Die Einnahmen zeigten gegenüber dem Vorjahresmonat einen Rückgang von 7 Prozent. Es wurde jedoch mit einem Anstieg der Staatseinnahmen um 8,9 Prozent gerechnet!

Besonders stark ist hier der Zusammenhang mit den Einnahmen durch die Mehrwertsteuer. Diese fielen im Januar um 18,7 Prozent im Vergleich zum Januar 2012. Diese Zahl zeigt die tiefe Rezession in Griechenland. Etliche griechische Unternehmen zahlten beispielsweise keine Mehrwertsteuer, da sie unter Liquiditätsproblemen litten. Sie versuchten, mit der nicht gezahlten Mehrwertsteuer andere Finanzlöcher zu stopfen.

Die Situation in Griechenland wird sich jedoch weiter zuspitzen, zumal für dieses Jahr noch härtere Sparmaßnahmen umgesetzt werden müssen – vor allem, wenn das neue Rettungspaket ausgezahlt werden soll. So wird beispielsweise die geplante Reduzierung der Gehälter und Pensionen zu einem weiteren Rückgang des Konsums führen (hier). Zudem sind etliche griechische Unternehmen pleite gegangene (hier). Und in diesem Jahr werden weitere Insolvenzen erwartet. Eine Reduzierung der staatlichen Einnahmen aus der Körperschaftssteuer kommt so noch hinzu.

Dies wird insgesamt zu einem weiteren Einbruch bei den Staatseinnahmen führen. Entsprechend wird das angepeilte Budget für 2012 revidiert werden müssen. Ursprünglich wurde nämlich mit einem Rückgang des Wirtschaftswachstums um 2,8 Prozent gerechnet. Dieser dürfte allerdings nun bei 3,5 bis 4 Prozent des BIP liegen.

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Kommentare

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  1. Margrit Steer sagt:

    Das römische Reich ist nicht untergegangen weil seine Bürger faul und böse waren, sondern es ist untergegangen an der Dekadenz seiner Eliten und Überfremdung. Wer in der Schule aufgepaßt hat, weiß das

  2. Michael sagt:

    Gebt den Griechen endlich, was sie verdienen, ihre Drachme !

  3. fritz sagt:

    Das ist in NRW doch ein lobenswertes Beispiel von enger Zusammenarbeit zwischen SPD und CDU.

    Die NRW Abgeordneten müssen jetzt dringend monatlich 500 Euro Zulage erhalten,
    da waren die SPD- und die CDU-Abgeordneten einer Meinung.

    Und finanziert wird das ganze durch eine Aufstockung der Neu-Verschuldung des bereits weit überschuldeten Bundeslandes.

    Ist das nicht ein leuchtendes Beispiel in dieser tristen Zeit.

    Frau Merkel das können Sie sich doch ein Beispiel daran nehmen.

    Wie schön, das es einigen in diesem unserem BRD-Land gut geht – aber da werden die ewigen Verlierer bestimmt etwas dagegen haben – solche Spielverderber.

  4. Mecky sagt:

    Deutschland,wird in naher Zukunft wegen horrenden Schulden Staatsbedienstete entlassen müssen.Und ich hoffe, es trifft zuerst die neu besetzten Stellen im Ministerium um Niebel!

    • Margrit Steer sagt:

      Na sind aber ein richtig netter Mensch und glauben noch an das Gute.
      Aber da wrden Sei sich enorm irren.
      Ehe da einer entlassen wird mit seinem hohen Lohn wird es auf Städte udn Gemeinden udn Länder abgewälzt

  5. FDominicus sagt:

    Nun ja heute morgen noch bevor hier gepostet wurde:
    http://fdominicus.blogspot.com/2012/02/das-ubliche-schmierentheater.html

    Das war schon vor 2 Jahren so und seitdem wurde es wirklich nur schlimmer. Ich kann nur hoffen die Griechen die noch Euros haben, sind damit aus Griechenland abgezogen….