Griechenland: Gewerkschaften kündigen neuen Generalstreik an

Am Freitag und Samstag wird es in Griechenland erneut einen Generalstreik gegen die Sparmaßnahmen geben. Protestkundgebungen werden ebenfalls stattfinden.

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Griechenland: Parteien müssen in zwei Wochen 300 Millionen Euro auftreiben

Die griechischen Gewerkschaften haben der Nachrichtenagentur AP zufolge einen weiteren Streik für Freitag und Samstag angekündigt. Grund hierfür sind die geplanten Sparmaßnahmen der Regierung. Zwar ist noch nicht alles unter Dach und Fach aber bis auf die Rentenkürzungen sind die anderen Einsparungen gebilligt worden (hier). Um die Rentenkürzungen zu verhindern, hat die griechische Regierung nun 15 Tage Zeit, an anderer Stelle 300 Millionen Euro einzusparen (hier).

Ein ranghoher Beamter der ADEDY, das oberste Organ der gewerkschaftlichen Verbände der Angestellten und Beamten des Öffentlichen Dienstes in Griechenland, sprach auch von Protestkundgebungen. Diese sollen beispielsweise vor dem griechischen Parlament stattfinden. Die letzten Proteste erforderten einen Polizeieinsatz (hier). Der Streik wird von den teilnehmenden Gewerkschaften als „sozialer Aufstand“ gegen die geplanten Sparmaßnahmen bezeichnet.

Am Sonntag soll es zur Abstimmung über die neuen Sparmaßnahmen kommen.

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Kommentare

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  1. Elsbeth sagt:

    In Europa befinden sich fast nur souveräne Nationalstaaten. Die sollen sie in Ruhe lassen und ihnen ihre Währungen zurück geben. Diese ganzen Zwänge und Diktate bringen nichts.

  2. conforma sagt:

    Man erinnere sich: Griechenland war schon mal so runtergewirtschaftet, dass das Militär geputscht hatte und sich die Staatsmacht unter den Nagel gerissen hatte. Und war da nicht auch noch König Konstantin, der das Land verlassen musste? Aber beim Militär waren schließlich noch mehr Polit- und Wirtschafts-Idioten, die das Land noch mehr runter-rissen. Das Volk revoltierte und drängte das Militär wieder in die Kasernen.
    Dann kamen die sich abwechselnden Regierungen aus den Familien Karamanlis und Papandreo – der Vater vom jetzigen. Beide Seiten gossen abwechselnd Privilegien über die Staats-Bediensteten und Beamten aus, was schließlich zu dem heutigen Drama geführt hatte. Mit Hilfe von Milliardären, Paten und Magnaten wurde die Macht dieser Typen gefestigt, als da z.B. waren: Onassis, Niarchos, u.a., deren Verbindungen zu vielen Mächtigen dieser Welt führten – man erinnere sich an die US-Kennedy-Familie mit Jacky Kennedy. Noch etliche Jahre unter dem jetzigen Papandreo junior und dem Konservativen Samaras ging das ganze Drama munter weiter, bis der €uro kam und man sich in die €uro-EU reingelogen hatte – mit EU-Unterstützung, wohl bemerkt! .
    Das normale griechische Volk ist von der Polit-Mafia seit eh und je belogen und betrogen worden, und jetzt sind es die EU-„Führer“ von der Brüsseler Pöstchen-Anstalt, die das Volk auspressen wollen für die Gläubiger-Banken, die mit den Polit-Ganoven zusammen das Land in die Depression getrieben haben. Und dann diese Hetze gegen ein ganzes Volk, das nun wirklich die wenigste Schuld trägt an den katastrophalen Zuständen. Was wäre wohl, wenn Deutschland solch ein Schicksal erleiden müsste? Sind wird denn so unangreifbar? Bitte einmal darüber nachdenken.

  3. dBvH sagt:

    Öllieferungen an GR wegen Embargo der EU gegen IRAN eingestellt. Der IRAN war der zuletzt noch einizig über gebliebene Öllieferant Griechenlands. Die Rechnungen wurden gestundet. Als Antwort auf das politische und wirtschaftliche Embargo der EU, inbesondere auf Betreiben der US-Vasallen D und F, gegen IRAN, hat dieser ab sofort seine Öllieferungen in die EU eingestellt. Der deutsche Aussenminister hat der griechischen Regierung als Zeichen des Beistandes für den Sommer den Aufbau von Photovoltaikanlagen zugesagt.

    Wenn ich Grieche wäre, ich würde meine Taverne herrichten und darauf warten, dass die Deutschen im Sommer herkommen um billig Urlaub zu machen. Ich würde ihnen nur das beste aus der Dose anbieten, Chappy, Whiskas, u.a.

  4. dBvH sagt:

    es braut sich was zusammen, da sollte man sich keinen Illusionen hingeben. Die anderen sog. Pleiteländer verfolgen sehr genau, was die EU unter dem Diktat von F und D gegenüber GR so alles an Grausamkeiten veranstalten. Das kann und wird nicht gut gehen. Glaube nicht, dass Italien sich das bieten läßt.

  5. facsimile sagt:

    Erste Partei der Wahl für die Eurogegner sind die Bürger in Wut. Bekannte Mitglieder sind Jan Timke und Udo Ulfkotte. Die BIW, die FPÖ und die UIKP (United Kingdom Independence Party) sind an der Europapartei „Europäische Allianz für Freiheit“ beteiligt. Vorsitzender der UIKP ist Nigel Farage. Gemeinsames Ziel aller die Auflösung der Eurozone.
    Wäre hilfreich, diesen Umstand zu transportieren.

  6. James Griechen-Bond sagt:

    Was die lieben Griechen und ihre Gewerkschaftsführer, ebenso wie die EU-Eliten nebst Euro-Staatenlenkern, einfach nicht kapieren wollen:

    Die Griechen sind pleite und hängen wie ein siechender Patient schon seit langem am Tropf.

    Die Seuche heißt Verschuldung.

    Der Tropf wird – noch – mitbefüllt aus den Tröpfen der ebenso verseuchten Euro-Patienten in den Krankenbetten daneben. Nur ist leider deren Tropf-Pegel auch schon nahe der Null-Marke und der Zentral-Tropf leert sich in dramatischem Tempo.

    Das Pflege-Personal, das die Patienten wickelt, windelt und füttert, sind die Steuerzahler aus Österreich, Holland, Finnland und Deutschland… und geht auch schon am Stock.

    Schlägt der – kurz vor dem Burnout stehende – deutsche Arzt eine Therapie zur Gesundung vorschlägt, dann schlägt der Patient wie im Delirium um sich, schreit, spuckt, kratzt und beißt.

    Er versucht die Therapie erst gar nicht, denkt noch nicht einmal darüber nach.

    Alles soll einfach von alleine, ohne eigenes Zutun, wieder so schön werden, wie es einmal war. Andere sollen gefälligst dafür sorgen. Das sind sie schließlich dem armen siechenden Patienten schuldig. Aus welchen Gründen auch immer oder vielleicht doch nur aus Gewohnheit?

    »Was tun?« spricht Zeus

    „Die Teilung der Erde” von Friedrich Schiller

    »Nehmt hin die Welt!« rief Zeus von seinen Höhen
    Den Menschen zu. »Nehmt, sie soll euer sein!
    Euch schenk ich sie zum Erb und ewgen Lehen –
    Doch teilt euch brüderlich darein!«

    Da eilt‘, was Hände hat, sich einzurichten,
    Es regte sich geschäftig jung und alt.
    Der Ackermann(!) griff nach des Feldes Früchten,
    Der Junker(!) birschte durch den Wald.

    Der Kaufmann nimmt, was seine Speicher fassen,
    Der Abt wählt sich den edeln Firnewein,
    Der König sperrt die Brücken und die Straßen
    Und sprach: »Der Zehente ist mein.«

    Ganz spät, nachdem die Teilung längst geschehen,
    Naht der Poet, er kam aus weiter Fern –
    Ach! da war überall nichts mehr zu sehen,
    Und alles hatte seinen Herrn!

    »Weh mir! So soll denn ich allein von allen
    Vergessen sein, ich, dein getreuster Sohn?«
    So ließ er laut der Klage Ruf erschallen
    Und warf sich hin vor Jovis Thron.

    »Wenn du im Land der Träume dich verweilet«,
    Versetzt der Gott, »so hadre nicht mit mir.
    Wo warst du denn, als man die Welt geteilet?«
    »Ich war«, sprach der Poet, »bei dir.«

    Mein Auge hing an deinem Angesichte,
    An deines Himmels Harmonie mein Ohr –
    Verzeih dem Geiste, der, von deinem Lichte
    Berauscht, das Irdische verlor!«

    »Was tun?« spricht Zeus, »die Welt ist weggegeben,
    Der Herbst, die Jagd, der Markt ist nicht mehr mein.
    Willst du in meinem Himmel mit mir leben –
    So oft du kommst, er soll dir offen sein.«

  7. Justin Time sagt:

    Die Griechen, die ausgeplündert und gedemütigt werden, streiken sich schon mal warm.
    Das ist aber nur ein laues Lüftchen, dem ein Sturm folgen wird.

    Diejenigen, die es nicht so mit den Griechen haben, sollten bedenken, dass diese schon jetzt indirekt auch für uns streiken.

    • Silberling sagt:

      Ja, das ist richtig ! Das schreibt auch eine Griechin Namens
      Tsilighiris Jannis bei dem Artikel:
      Griechenland: Krisensitzung bei Papademos

    • Werner sagt:

      „…dass diese schon jetzt indirekt auch für uns streiken…“
      Gutes Beispiel von sozialistischem Irrtom. Für mich streiken die NICHT !!
      Die sollen arbeiten und ihre Schulden zurückzahlen !

      • Justin Time sagt:

        @Werner

        „Für mich streiken die NICHT !! Die sollen arbeiten und ihre Schulden zurückzahlen !“

        Diesen Standpunkt würde ich wahrscheinlich auch vertreten, wenn ich mir ausschließlich die Tagesschau ansehen würde.

        Die nahe Zukunft wird aber Einsicht bringen.

  8. User sagt:

    ich finds richtig, die Leute müssen zeigen das sie damit nicht einverstanden sind. Sie werden erpresst und viele halten es für besser den Staatsbankrott zu erklären. Also hört endlich auf und sprengt das Euro-Unterdrückungs-System.

    Bin mal gespannt wie lange es braucht bis Deutschland solche Schritte erklärt wie Löhne der Privatwirtschaft einfrieren usw…..

  9. Texe sagt:

    Ich drücke ganz doll die Daumen. Vor allem hoffe ich das die Gewerkschaften in den anderen Europäischen Ländern aufwachen und sich anschliessen.Was D betrifft warte ich immer noch auf den „Heissen Herbst“ von Herrn Sommer aus dem Jahre 2010.

    • EURO sagt:

      Deutsche internationalsozialistisch ausgerichtete Gewerkschaften werden diesbezüglich nichts für die wahren Interessen ihrer Klientel tun.

      Sie singen mit im großen Chor der EUmanen.

      Das Verhalten deutscher Gewerkschaften läuft im Ergebnis darauf hinaus, Gleichheit unter den Genossen in der Zone mittels Angleichung der Lebensverhältnisse zu schaffen. Und das wird dann auf einem Niveau erreicht werden, welches weit unter dem liegt, in dem sich der Arbeitsmichel heute noch sicher wähnt.

    • Werner sagt:

      „…hoffe ich das die Gewerkschaften in den anderen Europäischen Ländern aufwachen und sich anschliessen…“ solidarisch der Griechen Schulden zu bezahlen ?

  10. FDominicus sagt:

    Und wieder fehlen ein paar hundert Millionen. Damit wird es mit Sicherheit „besser“ gehen.

    • Autofokus sagt:

      Jetzt kehrt aber Bescheidenheit ein, es fehlen nur noch 300 Mio, danach ist das nächste „Rettungs-Paket“ genehmigt.
      Also gut, Ihr Herren Politiker öffnet mal Eure Geldbeutel für diesen lächerlichen Betrag, danke ! Die Rentenkasse könnt Ihr später noch plündern.

      • Robespierre sagt:

        Warum wollen die Banken so verzweifelt an all das verzockte Geld kommen? Warum soll der Steuerzahler für die Verzockung der Banken zahlen? Weil unsere Ersparnisse, unsere gesparte Renten auch schon längst weg sind. Nur sagen sie das uns nicht. Das grosse Erwachen kommt bald.