Belgien: Feuerwehr-Leute greifen das Büro des Premierministers an

Einige hundert belgische Feuerwehrmänner haben am Freitag die Barrikaden der Polizei durchbrochen und versucht, das Büro des Premierministers unter Wasser zu setzen. Grund hierfür ist die geplante Anhebung des Renteneintrittsalters (Mit Video).

Nicht nur in Griechenland, auch in Belgien ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. In Brüssel durchbrachen hunderte Feuerwehrmänner die Polizeibarrikaden und machten sich auf den Weg zum Büro des Premierministers. Sie hatten geplant, das Büro unter Wasser zu setzen. Die Polizisten, die die Tür des Gebäudes sicherten, bildeten schließlich einen Kordon um das Eingangsportal. Sie stellten sich wacker gegen den Wasserstrahl und konnten so den Sturm des Gebäudes verhindern. In Brüssel herrschte am Freitag eine Außentemperatur von -7 Grad.

Die Feuerwehr protestiert gegen die Anhebung des Renteneintrittsalters. Diese durften bisher aufgrund ihrer schweren körperlichen Arbeit bereits mit 58 in Rente gehen. Ein geplanter Eintritt in die Rente mit 60 Jahren würde ihnen die harte körperliche Arbeit nicht erlauben. Im Gegensatz dazu sollen die übrigen Bürger, Plänen der Regierung zufolge, noch bis zum Alter von 67 statt 65 Jahren arbeiten.

Kommentare

Dieser Artikel hat 107 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  1. Europafan sagt:

    Danke, Wachstumswahn.
    Wer heutet Vollbeschäftigung unterstellt, muss einen Sprung in der Schüssel haben. Wer hat was davon, wenn der gestern noch Arbeitslose heute plötzlich 3 Volljobs bei 400 € und immer noch kein Auskommen von seinem „Einkommen“ hat? Genau, die liberalen Sklaventreiber, die den Menschen weismachen wollen, dass Arbeit frei mache und dass es ja bitteschön ein „Naturgesetz“ sei, jede Arbeit annehmen zu müssen! So ein freier Frank sitzt vielleicht auf einem Cheffsessel (chen) und fürchtet vielleicht, während er seinen auswendig gelernten liberalfaschistoiden (oder neosozialistischen?) Stuss schreibt, dass die Feuerwehr ihren Schlauch auf ihn richten könnte. Deshalb: wer’s versteht: bGE

    • Helena sagt:

      bGE ist auch keine Lösung, da das Hauptproblem, das Finanzsystem dann immer noch da ist.. Informiert euch mal über Freigeld oder so

  2. KiKa sagt:

    Weiter unten spricht jemand anderen an, ob er nicht auch aktiv werden will und dieser antwortet – bei diesen Temperaturen?
    Ich stand, ging und rief mit tausenden anderen Demonstranten am 1.Februar stundenlang bei verdammt tiefen Minusgraden und eiskaltem starken Wind, für gerechtere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen im Sozialbereich.
    Und das in Österreich!
    Also warm anziehen und raus!
    Vorm Fernseher läßt sich nichts ändern!
    Liebe Grüße!

  3. Frank sagt:

    Ein Unterwassersetzen von Büros ist Beschädigung von Volkseigentum. Wer zahlt die Instandsetzung? Wieder das Volk. Toll. Ganz toll. Super, diese Feuerwehrdummies. Gaaanz super.
    Und wer hätte im Erfolgsfall die Sauerei wieder aufräumen dürfen? Irgendwelche armen, kleinen Angestellten. Da hätte es aber die Richtigen getroffen, was? Wow!

    Und dass das Lebensalter von Feuerwehrleute im Durchschnitt gesunken ist, wäre mir auch neu. Nein, es ist gestiegen, wie bei anderen Leuten auch. Also muss man auch länger arbeiten, völlig logisch.
    Es gibt KEIN Recht darauf, sich auf Kosten der Allgemeinheit 20 schöne Altersjahre zu gönnen, obwohl es einem noch recht gut geht.

    Diese Polizisten sind meine Helden!
    Obwohl sie vielleicht teilweise die Person des Ministers nicht unbedingt mögen, treten sie doch für das Prinzip Ordnung ein und schützen Volkseigentum, für welches Steuerzahler schwer gearbeitet haben.

    Man sollte doch meinen, dass Feuerwehrleute als zumindest teilweise Vertreter der Ordnungskräft weiser und schlauer agieren. Aber diese Aktion ist an Kindischheit wohl kaum zu überbieten. Ich hoffe, dafür verlieren ein paar der Drahtzieher ihren Job und landen im Knast.

    • Wachstumswahn sagt:

      Hallo Frank,

      Sie schreiben: „Ein Unterwassersetzen von Büros ist Beschädigung von Volkseigentum.“

      Besser hätten es Honecker und Mielke auch nicht sagen können.

      Volkseigentum – welch hohle Phrase!
      Was hat das Volk davon, wenn es im Bundeskanzleramt goldene Wasserhähne gibt???

      Und aus dem warmen Sessel heraus lässt es sich natürlich vorzüglich mit dem Finger auf die, ach so unanständigen belgischen Feuerwehrleute zeigen.

      Über das Ausmaß der Verzweiflung machen sich Leute wie Sie leider überhaupt keine Gedanken. Ohne ersichtlichen Grund werden die Feuerwehrleute wohl nicht derartige Aktionen ausführen.

      Ihre Schlussfolgerung legt ganz klar ihre neoliberale, beschränke Denkweise offen. Die Menschen werden älter, also müssen sie auch länger arbeiten. Basta!

      Haben Sie noch nicht mitbekommen, dass der alltägliche Fortschritt durch Wissenschaft und Technik in erster Linie ein Ziel hat?
      Ich werde es Ihnen verraten: Den Menschen den Arbeitsalltag zu erleichtern.
      Maschinen erleichtern den Menschen die Arbeit. Und das heißt eher Arbeitszeitverkürzung als Arbeitszeitverlängerung. Das begreift jedes Kind.
      Schon allein aus diesem Grund ist Ihre Sichtweise, mit Verlaub, eher hinterwäldlerisch.
      Oder die Sichtweise eines Betonkopfes. Wobei wir wieder bei Honecker, Mielke und dem Volkseigentum wären…

      • Fischer Jürgen sagt:

        Dem habe ich als Lehrer von Arbeitslehre Technik und Wirtschaft und Physik fast nichts hinzuzusetzen.
        Eines:Man sollte Feuerwehr und Polizei nicht gegeneinander ausspielen und jeweils einen als Betonkopf bezeichnen nur weil er eine andere, seine Meinung mit unangenehmen Begriffen vertrttt, auch wenn mir die nicht gefallen: das ist Meinungsfreiheit, hier im Kommentarplenum erst recht.Im Übrigen ist Volkseigentum kein sozialistischer Begriff, den gabs weit vor Honecker, Mielke, Kommunisten usw. und vor allem ist es ein sehr disziplinierender, „Kantischer“ Begriff, ohne dem gesellschaftsregeln nicht realisiert werden können.
        Ansonsten vertreten Sie fast absolut meine Meinung.

  4. TheSpiritOfTheTimes sagt:

    Alles sehr toll für die Kameras, aber was bringt es letzten Endes? Vielleicht hätte es was gebracht wenn sie ihren Minister getroffen hätten. Zumindest Beistandsbekundungen von unseren Bonzen wären ihm sicher gewesen.

    Es müssen leider erst Schüsse fallen bevor manche was blicken. Aber dann ist es schon zu spät.

    Deutschland… schläft…. weiter…..

  5. Robespierre sagt:

    Ich liebe die Feuerwehr. Ihr seid Helden. Und, ist der Premier zur Eisstatue erstarrt? Sein Herz schon lange! Oder ist es Stein?

  6. P.Vessel sagt:

    na also, endlich wachen manche leute auf. warum man sich das als polizist antut bleibt mir ein rätsel. menschen mit gefestigtem charakter sollten den schild einfach hinlegen und jausnen gehen.
    bez. erhöhung des pensionsalters … es gibt kein naturgesetz das besagt dass man als mensch in pension gehen kann. dies kann erfolgen wenn man auf die eine oder andere weise ressourcen auf die seite gelegt hat die man in seiner pension aufbrauchen kann. da die letzten 2 generationen alle vorhandenen ressourcen verschwendet haben sieht es nun schlecht aus mit einer pesnsion. das müssen jetzt alle leute schön langsam einsehen …