USA: Handelsdefizit mit China erreicht Höchststand

Die Importe aus China übertrafen 2011 bei weitem die amerikanischen Exporte in das Land. Ein politisch brisantes Thema für Obama im Wahlkampf. Immerhin konnte Brack Obama 2011 fast das von ihm angestrebte Wachstum erreichen.

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Die Handelsbeziehung zwischen den USA und China sind seit Monaten angespannt. China erhebt zusätzliche Steuern auf Automobile aus den USA (hier) und die USA kritisieren die Chinesen regelmäßig bezüglich ihrer Geldpolitik. Entsprechend brisant ist die Handelsbilanz zwischen den USA und China. Und für das Jahr 2011 vermeldete das amerikanische Wirtschaftsministerium am Freitag keine allzu guten Neuigkeiten.

Das Handelsdefizit zwischen den USA und China erreichte 2011 einen Höchststand von 295 Milliarden Dollar. Die chinesischen Importe in die USA überstiegen deutlich die Exporte der USA. Das ist insofern brisant, als das diese Zahlen die große Abhängigkeit der USA vom Handelspartner ausdrücken. Eine Abhängigkeit, die den USA nicht gefällt. Vor allem auch, wenn es darum geht, dass sich chinesische Unternehmen in amerikanische Unternehmen einkaufen, um Technologie-Wissen abzuziehen.

Positiver für Obama in der Vorwahlkampfzeit dürfte die grundsätzliche Steigerung der amerikanischen Exporte sein. Diese legten 2011 um 14,5 Prozent auf 2,1 Billionen Dollar zu und erreichten so fast die von Barack Obama angepeilte 15-Prozent-Marke. Bis 2015 wollte er die US-Exporte verdoppelt haben. Angesichts der Situation der globalen Wirtschaft und insbesondere der Euro-Krise ist das Wachstum von 14,5 Prozent also keine schlechte Bilanz. Allerdings lag beispielsweise das Wachstum der Exporte im Jahr 2010 bei 16,7 Prozent und damit deutlich höher.

Insgesamt stieg 2011 das Handelsdefizit der USA um 11,6 Prozent auf 558,02 Milliarden Dollar – der höchste Wert seit 2008. Denn die Importe erreichten mit 2,7 Billionen Dollar (+13,8%) im vergangenen Jahr einen Höchststand. Die am Freitag veröffentliche von Thomson Reuters und der University of Michigan durchgeführte Umfrage zum Konsumklima-Index zeigte zudem, dass der Index im Januar von 75 auf 72,5 Punkte sank. Die Bedenken über sinkende Einkommen und der zunächst überbewertete Optimismus zu den Arbeitslosenzahlen (die im übrigen ziemlich plump manipuliert sind – hier) kamen hier zum Tragen.

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Kommentare

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  1. Fischer Jürgen sagt:

    Jeder Handel macht abhängig vom Handelspartner.Die alte Leier: Öffnung des freien Warenaustausches fordern und wenn der andre es besser und schlauer macht als angenommen, dann muss dies mit Böser Bube, böser Presse…“angegangen“ werden. Die Chinesen bezeichnen das, was wir klauen nennen, als Lernen. Was wir als unser Patentrecht empfinden ist noch lange nicht das vom Recht(wer hat da wohl die besseren Rechtsanwälte?also Karten?) gegebene und Richterspruch verkündete Recht, geschweige denn das vollzogene(es sollte mal ein armer Erfinder versuchen den Patentbruch=Patentklau=Erfindungsklau einzuklagen. Kann er ja, wenn er genug Geld hat und sein eigener Rechtsanwalt nicht vom Gegner unter Druck gesetzt wird, und bei Urteilsspruch dann den Schadenersatz von dem Konzern so anstandslos überwiesen bekommen will, wie stillschweigend mit „der Behauptung: der klaut, ich nicht“ hantiert wird.Z.B. wurden Deutschland in 2 Weltkreigen die Patente anständig „geklaut“. Warum gibt es außerhalb von China so wenig reich gewordene Erfinder, denen nicht mal ein Prozent des Gewinnes seiner Erfindung zugstanden wird/wurde? Wollen wir hoffen, dass nicht ein neuer Welt-Handelskrieg mit Waffengewalt und Einmarsch in rohstoffreiche und erfindungsreiche Länder wieder im vorfeld mit derart gefährlichen Aussagen angezettelt wird. Wir alle haben genung Energie-Stoff-Information um einander ein herrliches Leben zu bereiten: Was dem realen Sozialismus misslang, das scheint der Kapitalismus zu erreichen mit seiner internationalen Warenverbreitung und international anerkannten Zwang Geschäfte machen zu dürfen und können. Nur sollte eben der Kapitalismus nicht der Manchester oder andere Raubtierkapitalismus-Verhaltensweisen realisieren, sondern jene der sozialen Marktwirtschaft(schon wieder so ne unangenehme deutsche Erfindung an der die Welt genesen soll. Entschuldigung dafür!)

  2. WiKa sagt:

    Wie wäre es denn mit einer anderen Lösung der Probleme zwischen USA und China. Nehmen wir uns mal folgendes Vorbild. Der Hausbesitzer zahlt seine raten bei der Bank nicht, dann kommt der Exekuter und setzt ihn vor die Türe während das Haus anschließend so vor sich hin gammelt … ist ja ein gängiges Beispiel aus den USA.

    Die übertragen auf den den größten Gläubiger der USA könnte dann in einer freundlichen Übernahme bestehen, hier etwas näher ausgeführt:

    http://qpress.de/2010/09/17/china-ubernimmt-usa/
    (einfach mal sarkastisch quergedacht, nun gut Ideen braucht die Welt)

    da ließen sich noch eine ganze Menge Synergien heben, die bislang viel zu wenig Beachtung finden. Mit der Fusion dieser beiden Supermächte jedoch wäre ein riesiger Schritt nach vorn getan und der Weltfrieden wieder ein Stück näher gekommen. Bislang sieht es so aus, als sollte diese überaus vernünftige Lösung einmal mehr an der Uneinsichtigkeit der USA scheitern, schade … (°!°)

  3. Fred Kirchheimer sagt:

    Wäre interessant, mehr Details über die versch. Warengruppen zu erfahren. Und es würde mich nicht wundern, wenn man da einen nenneswerten Anteil z.B. Apple zuordnene könnte. Keines der von dieser Firma in sehr hohen Stückzahlen verkauften Telefone und Streichelplatten wird in den USA hergestellt.

  4. schlaumeister sagt:

    Die USA begleichen ihre Rechnungen mit frisch gedruckten Dollars, geht wohl
    auch nicht mehr lange, Inflation liegt geschätzt bei über 10% mit steigender
    Tendenz

  5. heide preiss sagt:

    bitte prüft noch einmal den letzten satz im zweitletzten absatz. 2012 kann es nicht sein, das hat grad erst angefangen.