Massenexodus: Spanier wandern nach Großbritannien aus

Innerhalb eines Jahres haben sich fast 25.000 Spanier in Großbritannien bei der Sozialversicherung angemeldet. Premier David Cameron steht bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit damit vor neuen Problemen.

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Nach Angaben der spanischen Zeitung Expansión haben in dem Zeitraum von April 2010 bis April 2011 fast 25.000 spanische Einwanderer in Großbritannien Arbeit gefunden und eine Anmeldung zur Sozialversicherung vorgenommen. Die britische Regierung schlug Alarm, da die Zuwanderung derzeit am schnellsten wachse – der Anstieg beträgt 85 Prozent. Damit ist Spanien das Zuwanderungsland mit dem stärksten Zuwachs nach Pakistan, Sri Lanka, Litauen und Irland.

Nach offiziellen Statistiken des britischen Arbeitsministeriums befanden sich also im vergangenen April 24.370 Spanier auf dem britischen Arbeitsmarkt. Die Zuwanderer, die in Großbritannien studieren, eine Teilzeitarbeit angenommen oder sich nicht bei der Sozialversicherung angemeldet haben, sind hier noch nicht berücksichtigt. Damit erscheint die spanische Staatsangehörigkeit auf dem sechsten Rang der Migranten in Großbritannien – führend sind Polen und Indien. Noch vor einigen Jahren war Spanien nicht einmal unter den Top Ten.

Der Grund für den Einwanderungszuwachs ist die Suche nach Arbeit. Die britische Regierung erklärt den Trend damit, dass viele vor der Wirtschaftskrise der südlichen Länder fliehen. Zudem sei die Arbeitslosenquote in Großbritannien nicht so hoch wie in Spanien (dort liegt sie bereits bei über 5 Millionen – mehr hier), denn die wirtschaftlichen Bedingungen seien besser.

Cameron steht damit vor neuen Herausforderungen. So hat auch Großbritannien mit steigende Arbeitslosenzahlen zu kämpfen – in Liverpool ist bereits jeder dritte Haushalt ohne Arbeit (mehr hier). So plant der britische Premier die Einwanderung zu begrenzen, um die eigene Arbeitslosigkeit und die Zahl der Sozialdienstleistungsempfänger zu reduzieren.

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Kommentare

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  1. Kein Eurofreund sagt:

    Bei einer derart hohen Arbeitslosigkeit im eigenen Land ist es doch völlig absurd, noch zig-Tausende weiterer Kostgänger ins Land zu lassen. Aber diese Völkerwanderungen werden noch massiv zunehmen dank der EU-Gesetze über die Freizügigkeit der Einwanderung. Irgendwann explodiert dieser Kessel, geschaffen von Politikern mit grossen Visionen.

  2. heide preiss sagt:

    liebe redaktion, unter MASSENEXODUS verstehe ich etwas anderes, obwohl 25.000 auswanderer eine menge menschen sind!

  3. Gautier Irgendwo sagt:

    Ein weiterer beachtenswerter der unendlich vielen Vorzüge einer EU Mitgliedschaft?

  4. Sozialkritiker sagt:

    Die Rechnung der EU scheint aufzugehen.

    Die Menschen werden notgedrungen mobiler und verlieren den Bezug zur Heimat.

    Hauptsache einen Job, egal wo, egal unter welchen Bedingungen.

    Damit geht wieder ein Stück nationaler Identität verloren.

    Allerdings verdrägt UK wohl nur eine begrenzte Anzahl von Einwanderern. Und Kontintaleuropa könnte zuviele Auswanderer haben, die Englisch sprechen und Willens sind nach UK zu gehen.

    Bereitet man sich deshalb auf Grenzblockaden vor?

  5. Korsar sagt:

    Ja, aber wir auch. Bei uns gibt es mehr und mehr Menschen aus Griechenland. Ich nehme an, das die wohl Hartz4 beanspruchen. Wir haben hier, so gut wie keinen, normal bezahlbaren, Wohnraum.

  6. Fred Kirchheimer sagt:

    Es ist immer wieder interssant, welch veraltete Zahlen staatliche Stellen veröffentlichen.
    Die haben neun Monate gebraucht! Warum dauert das so lange? Es ist doch jeder der irgendwelche Transferleistungen bekommt oder sie erst beantragt hat, sofort in einem EDV-System erfasst. Gleiches gilt für jeden, der sich am Wohnort meldet. Und da dauert es dann Monate, die Zahlen aus dem ganzen Land zusammenzufassen und sie auf eine A4-Seite zu verdichten?
    Das ist für mich nicht nachvollziehbar.

    Wie soll die brit. Regierung denn mit solch überkommene Zahlen die richtigen Konsequenzen ziehen?

    Da drängt sich die Frage auf, wie denn die vergleichbaren Zahlen für Deutschland aussehen. Gibt es die, und wenn ja, wie alt sind die? Oder haben die Gutmenschen den Staat schon so weit unterwandert, daß die Frage nach der Herkunft als unschicklich gilt?

    Zumindest sollten die Zahlen aus GB Anlaß genug sein, die für alle Nordländer zu auf den aktuellen Stand zu bringen und zwar zur monatlichen Vorlage.

    Und in Konsequenz gehören sofort die Sozialhilfesätze für Zuwanderer nach dem Herkunftslandprinzip geändert. Damit wird ein Anreiz gestrichen, daß junge Griechen, Spanier usw. es sich im dt. Sozialstaat kuschelig einrichten.

    Wenn die Briten schon sonst Sonderkonditionen für sich in der EU beanspruchen und auch gewährt bekommen, dann wäre das jetzt der richtige Zeitpunkt vom Gastlandprinzip auf das Herkunftslandprinzip umzuschalten.

    In Zeiten des Umbruchs wird jede kräftige Hand gebraucht um im eigenen Land Großes zu schaffen. Z.B. müssen in Spanien hunderttausende von Bauruinen fertiggestellt oder abgetragen werden. Außerdem ist es dringend notwendig, ganze Landstriche aufzuforsten. Das wären dann Programme mit Nachhaltigkeit. Man muß die Arbeit nur sehen.

    • Elke Housden sagt:

      In Grossbritannien gibt es keine „Meldepflicht“ oder gar ein Einwohnermeldeamt. Viel zu deutsch!!

      • Sebastian sagt:

        stimmt, in Frankreich auch nicht, es sei denn, man will was vom Staat.
        Ist das nun Blödheit der Staatsführung, Faulheit der Behörden oder komplette Gleichgültigkeit ggü. der Zukunft des eigenen Landes?
        Mit Deutsch oder nicht Deutsch hat das nullkommanichts zu tun. Schon eher mit Intelligenz und Konsequenz.

    • Korsar sagt:

      @ Fred Kirchheimer, ich stimme Ihnen völlig zu. Das Sozialsystem, wenn man davon noch reden kann, muss unverzüglich gegen die neuen Flüchtlingswellen abgeschottet werden. Es kollabiert sonst und Niemand hat mehr etwas davon.

  7. gugug sagt:

    Die Irren in Brüssel halten solange an ihrer EU fest, bis ganz Europa im Chaos versinkt!

  8. schlaumeister sagt:

    Es wird überall Abschottungstendenzen geben, jedes Land steht bald mit dem
    Rücken zur Wand

    • Fred Kirchheimer sagt:

      Tja mein Teuerster, Großzügigkeit und Träumereien muß man sich leisten können. Das sollte eigentlich jeder wissen, der für sein Geld arbeiten muß.

      Ich frage mich was die Spanier in einem Land wollen, das eine gefährlich hohe Arbeitslosenquote hat? Scheinbar haben die Englischkenntnisse nicht ausgereicht, dies in englischen Zeitungen nachzulesen.

      Andererseit brauchen wir uns in Deutschland nicht über ungehemmmten Zuzug zu wundern, wenn die Medien immer willfährig die Jubelzahlen aus dem Ministerium für Staatspropaganda und Voksverdummung verbreiten.

      Tja, in GB sind neue Ausschreitungen und Plünderungen im nächsten Sommer direkt vorbestimmt. Die Zeit der Olympischen Spiele bieten sich an, denn da sind alle Polizeikräfte in London konzentriert und die anderen Städte quasi unbewacht.

    • Korsar sagt:

      @schlaumeister, bei uns nicht. Regierung und Politik können sich jederzeit mit der Flugbereitschaft der Bundesluftwaffe absetzen. Die Anderen mit genügend Geldbündeln oder Wertmetallen, folgen dann, mit den Fluggesellschaften. Vor den Flughäfen, wird die Autobahn gesperrt, und die nicht Fluchtberechtigten ausgesondert.

      Oder, es kommt zu dem, was wir im 2. WK., aber auch schon vorher, in Südafrika, Australien u.s.w., erlebt haben, es werden große Lager errichtet, damit die Armut ausselektiert werden kann. Anstelle der ohnehin miesen Krankenhäuser, werden dann Siechanstalten eingerichtet. Die arme Masse lässt man dann zielgerecht zugrunde gehen. Krankheiten, aufgrund von Hunger und mangelnder Hygiene, werden die Selektion vornehmen.

      • J. C., geb. Püschl sagt:

        Da Sie anscheinend wissen, wie´s weitergeht, haben Sie sich offensichtlich mit dem Diktat schon abgefunden.

        Mit Ihnen hat der Feind aber ein leichtes Spiel!

      • Korsar sagt:

        …..eben in den ansonsten ruhig gestellten Nachrichten gesehen, Sachsen Anhalt: „In Sachsen-Anhalt treten überproportional vermehrt Keuchhustenfälle auf“. Eine klare, arme Leute Krankheit, die nach dem krieg bis anfangs der 70er Jahre Bedeutung hatte. Bis solch eine Meldung überhaupt rausgeht, mit Impfempfehlung, das dauert. Niemand will zugestehen, das es in Deutschland soviel Armut gibt, das diese mit ihren „verschwiegenen“ oder „nicht publizierten Krankheiten“, die Schranken in die übrige Gesellschaft gebrochen hat.

    • Rosa Galler sagt:

      Schlaumeister,

      dann wird Deutschland seine Tore noch weiter öffnen. Dafür sorgen schon die Multikulti-Herrschaften.

      Ansonsten schreit man einfach kräftig „Nazi“ und schon heissen wir alle willkommen.

      • Korsar sagt:

        @ Rosa Galler, ich glaube auch, das die Enttarnung und der Selbstmord, der sogenannten NSU-Bande, gerade zum Jetzigen Zeitpunkt, kein Zufall war. Die mögliche Zusammenarbeit gegen die Inbesitznahme Europas und dem Verlust der Lebenskultur in ganz Europa, durch wenige Geldhäuser und Spekulanten, zwischen allen Parteien, also auch links und rechts, konnte so verhindert werden. Man hat Angst vor den national denkenden, die sind aber genauso am überleben interessiert, wie die Linken.

  9. Sakrihittn sagt:

    Anstatt die Probleme im eigenen Land zu lösen, abhauen…dorthin wo alles besser ist….das ist der Preiss der Globalisierung!

    • Fred Kirchheimer sagt:

      Na, kommt ihnen das bekannt vor: “ Abhauen, anstatt die Probleme im eigenen Land zu lösen“?

      Gleiches haben wir beobachten können, als Tausende von DDR-Bürgern nach Ungarn und in die CSSR „geflüchtet“ sind.

      Man kann es auch noch drastischer beschreiben: Anstatt die eigene Latrine zu entleeren, hat man einfach das WC gewechselt.

      Verkauft wurde das dann als „friedliche Revolution“.

      „Friedliche Revolution“ wäre eigentlich ein guter Name für einen WC-Reiniger, oder?

      • ingo apendix sagt:

        Herr Kirchner Sie haben schon ein verzerrtes Wahrnehmungsvermògen, wenn Sie die politische Situation von 1989 mit den Themen heute vergleichen! Irgendwie sind da so gut wie keine Zusammenhänge zwischen den Themen.
        dem „Wohlstand“nachwandern

      • J. C., geb. Püschl sagt:

        Erfrischende Worte im allgemeinen Auskotz-Becken!

        Auch Sie verdienen einen „Gute Nudel“-Stern.

        Frohes Wochenende!

    • Gast sagt:

      Garnichts ist irgendwo besser. Man muss nicht alles glauben, was gelesen wird. Gestern gab es einen Bericht, nach dem britische Eltern nach Spanien umziehen, weil die Jugendämter ihnen die Kinder wegnehmen und für zigtausend Pfund zur Adoption freigeben. Man behauptet einfach, die Eltern seien drogenabhängig und weg sind die Kinder. Sämtliche Institurionen sind unterwandert – es gibt keinen sicheren Raum mehr für die Menschen. Die NWO braucht nur 1/3 Sklaven – 2/3 müssen ausgehungert, weggeimpft oder anderweitig weggestorben werden. Was wirklich hinter den Kulissen passiert, weiß niemand. Wo also sollen in England noch Arbeitsplätze für Spanier herkommen?

  10. Vanessa_ sagt:

    „Damit ist Spanien das Zuwanderungsland…“ <- Spanien?

    "dort liegt sie bereits bei über 5 Millionen" <- Quote sollete in Prozent ausgedrückt werden (immerhin ist die Quote ein gewaltiger Unterschied: 5 Mio Arbeitslose bei 20 Mio Einwohnern oder bei 82 Mio Einwohnern)

    "So hat auch Großbritannien mit steigende Arbeitslosenzahlen zu kämpfen" <- mit steigenden!?

    Nicht für ungut, die Woche war lang und die Nacht ist schon zur Hälfte um.

    Bitte korrigieren und dann meinen Text hier löschen und NICHT einstellen!

    Beste Grüße an das Team, super Arbeit und vor allem Aufklärung. So viel aus dem Bereich der EU liest man sonst kaum in den gängigen Medien. Ich hoffe, dass es so bleibt.

    • ingo apendix sagt:

      Dem Wohlstand nachwandern gibt es schon Jahrtausende und die“Zuwanderung“ in Sozialsysteme auch. Siehe unser Land!