Soros: „Zerstörung der EU ist eine reale Gefahr“

George Soros sieht Europa vor einem verlorenen Jahrzehnt. Angesichts der gigantischen Schulden werde es kein Wachstum geben. Die aufkommenden Spannungen in der EU hätten das Potenzial, die EU zu zerstören.

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Der Investor George Soros glaubt, dass Europa in ein verlorenes Jahrzehnt schlittern könnte. Die Zeit des Stillstands könne sogar länger dauern, weil die Wirtschaft nicht mehr wachse, die Schulden zu hoch seien und auch die Banken in der Krise verharren, sagte Soros dem Sender CNN.

Soros: „Dies wird Spannungen innerhalb der Europäischen Union erzeugen, welche die EU zerstören können. Und das ist eine reale Gefahr.“

Das Hilfspaket für Griechenland sieht Soros skeptisch: Damit würde sich die EU nur weitere sechs Monate kaufen, „um Griechenland stillzuhalten“. Griechenland befinde sich in einer „kranken Situation“, ausgelöst durch den „falschen Umgang der europäischen Autoritäten mit dem Problem“. Die EU, einst ein „erstrebenswertes Projekt“, sei für viele mehr zu einer „Bedrohung“ geworden.

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Kommentare

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  1. Stefan Wehmeier sagt:

    Wenn in unserer Wirtschaft von Wachstum die Rede ist, dann ist stets das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts gemeint. Wir betrachten noch einmal die Gleichung

    Y = W + R.

    Zurzeit wächst das Bruttoinlandsprodukt Y kaum noch, aber die Vermögen der Haushalte wachsen auf Grund der durch den Zinseszinseffekt wachsenden Zinserträge R stark an. Daraus schließen wir aber unmittelbar, dass die Einkommen W sinken müssen. Wir haben somit eine fundamentale Begründung für sinkende Löhne bzw. für Arbeitslosigkeit gefunden. Und wir verstehen auch, warum die Wirtschaft wachsen muss – nicht etwa, damit es allen Haushalten „besser geht“, sondern damit die Lohnzahlungen gegenüber den Zinszahlungen ausreichend hoch gehalten werden können, damit also die Zinszahlungen nicht zuviel vom Bruttoinlandsprodukt „wegfressen“ und die unteren Haushaltsgruppen ihren Konsum noch finanzieren können:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/11/der-blinde-fleck-der.html

  2. Sepp vom Berg sagt:

    Wirtschaftswachstum brauchen wir nicht. Wirtschaftswachstum hat eh immer nur den Eliten gedient. Mit deren Eträgen haben sie sich stets noch mehr Waffen gekauft, um die Menschen noch mehr zu versklaven. Was wir brauchen ist eine Revolution. Wir Menschen müssen unser Land zurückfordern, unsere persönliche Souveränitat, unsere Selbstversorgung. Unser eigenes Land wo wir unsere Häuser bauen, unser Essen anbauen und niemandem Steuern dafür zahlen. Unseres GEBURTSRECHT. Wir sind keine Sklaven des Staates, wir sind keine Sklaven der Eliten, wir sind SOUVERÄNE Menschen.

  3. Fenrir sagt:

    Dieser Soros gehört doch zu den Konstrukteuren und Profiteuren dieser Krise die eigentlich ein Raubzug ist. Aber er und seines gleichen sind halt spezialisten im stehlen von Volksvermögen.