Bundespräsident Christian Wulff tritt zurück

Bundespräsident Christian Wulff ist zurückgetreten. Er könne das Amt nach innen und außen nicht mehr so wahrnehmen, wie das nötig sei. Dies erklärte Wulff am Freitag in einer Erklärung aus dem Schloss Bellevue.

Bundespräsident Christian Wulff hat am Freitag seinen Rücktritt erklärt. Angesichts der schwierigen gesellschaftspolitischen Lage sei es nötig, dass Deutschland einen Bundespräsidenten habe, dem eine breite Mehrheit der Deutsche vertraue.

Dies sei angesichts der Vorwürfe gegen ihn nicht mehr möglich. Bundespräsident Wulff dankte vor allem seiner Frau, die ihn zur Erklärung begleitete. Sie stehe für ein menschliches und modernes Deutschland und habe ihn in der schweren Zeit vorbildlich unterstützt.

Wulff sagte, er sei überzeugt, dass die rechtliche Klärung der Vorwürfe gegen ihn vollständig aufklären werde. Er habe sich stets aufrechts verhalten, auch wenn er Fehler gemacht habe. Die Staatsanwaltschaft Hannover will gegen ihn ermitteln (hier).

Er wünschte Deutschland, dass die Bürger sich weiter für das Land engagieren werden.

Angela Merkel hat eine Italien-Reise abgesagt, bei der sie heute Mittag mit Mario Monti hätte zusammentreffen sollen.

Morgen werde die Koalitionsparteien zusammentretenn. Das Thema, welches die Parteien nun beschäftigt, ist die Frage, ob es einen überparteilichen Nachfolge geben soll.

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Der Fall Wulff – das große Schauspiel der politischen Dekadenz

Kommentare

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  1. kneipier sagt:

    Die Ungeheuerlichkeit, mit der die Bevölkerung belogen und betrogen wird, sehen wir bei der Aufstellung der Fahne im Bildhintergrund.

    Es ist die Fahne des REICHSPRÄSIDENTEN, die anlässlich seiner Amtseinführung sowie bei Ausscheiden aus dem Amt gezeigt werden MUSS.

    Genaugenommen ist der Wulff nie Bundesräsident gewesen.

    Passt aber zur Staatssimulation und der Verbrecherbande(sic.) in Berlin.

    Das Ganze erinnert an den Reichsadler, der jeden Reisepass auf dem äusseren Umschlag ziert. Nur deshalb dürfen wir mit dem Teil in alle Welt reisen.

    Das macht doch nichts, das merkt doch Keiner…..denken die „BRD- Protagonisten“.

  2. Cuzco sagt:

    Intern werden ja wohl alle Bescheid wissen, warum der nun bereits zweite Bundespräsident vorzeitig vom Amt zurück getreten ist.

    Ich wundere mich da auch nicht wirklich, dass die sich jetzt schwer tun, einen Nachfolger zu finden, denn welcher intelligente Mensch möchte sich im höchsten Amt dieses Landes den Mund verbieten und Entscheidungen vorschreiben lassen? Oder gar unter enormem Druck in Angst leben müssen, falls man zu seiner eigenen Meinung steht und Unterschriften verweigert?

    Ich möchte Herrn Wulff danken, dass er so lange durchgehalten hat, in guter Absicht, UNS, dem deutschen Volk, beiseite zu stehen und uns vor weiterem Schaden zu bewahren.

    Ich könnte mir vorstellen, dass der kommende Bundespräsident ein „Durchwinker“ sein wird, ansonsten hätten wir binnen weniger Monate wieder eine Bundespräsidentenwahl!

    Somit gehe ich davon aus- sofern jetzt nicht blitzartig ein Wunder geschieht- dass unser aller Schicksal besiegelt ist und wir die schönsten Jahre unseres Leben hinter uns haben…

    • . sagt:

      Du magst zwar recht haben,aber der Eklat zwischen Gauck und CDU ist echt.Und ich glaube,auch wenn der Gauck lächelt wird er der CDU kräftig in den A…….. treten oder zumindest aus Häre so manchen Gesetzentwurf genauestens prüfen ehe er unterschreibt.
      MfG
      Bernd

  3. Munnie sagt:

    Zitat:
    „Zwei Monate hatte er jetzt eine schlechte Presse. – Aus. Die gute und die schlechte Presse, das sind die selben Leute. Das ist BLOeD, das sind Springer und Bertelsmann, das sind die, die Politiker machen oder diese, wenn sie wollen, vernichten.“

    Hintergründe zur „Medienfreiheit“ unter diesem Link.
    (macht sehr nachdenklich bzgl. des Systems, in dem wir leben)

    http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/02/18/die-real-existierende-demokratie/

  4. Tommy Rasmussen sagt:

    17. 02. 2012 – Wulff – Geht es um Hotelübernachtungen, Hauskredit-Vorteil und andere Peanuts? NEIN – Es gibt zwei reale Gründe, warum sich Wulff den Zorn der Mächtigen auf sich geladen hat:

    Der erste Grund war seine Rede 24.08.2011:

    „Erst haben einzelne Banken andere Banken gerettet, dann haben Staaten vor allem ihre Banken gerettet, jetzt rettet die Staatengemeinschaft einzelne Staaten. Wer rettet am Ende die Retter? Die Politik mit ungedeckten Wechseln auf die Zukunft sei an ihr Ende gekommen…..“

    Der zweite Grund: Fast siebzig Banken, Versicherungen und Fonds fordern Schadensersatz in Höhe von 1,8 Milliarden Euro. Sie setzten 2008 auf fallende VW-Aktien und wollten damit Geld machen. Doch Porsche versalzte ihnen die Suppe und trieb den Preis der VW-Aktie in die Höhe. Die Spekulanten hatten das Nachsehen – und wollen heute ihr Geld zurück. Es ging aber um viele Arbeitsplätze, und Wulff hatte – ebenso wie die beiden Auto-Bosse – für den Erhalt von vielen Tausend Arbeitsplätzen gesorgt.

    Die ursprüngliche Klage vom Oktober 2011 richtete sich gegen die Bosse von VW und Porsche. Wulff wurde nur als Zeuge benannt. Damals war Wulff im Aufsichtsrat von VW. Doch: Er kam dieser Aufforderung nicht nach. Die Kläger haben mit Hilfe des ‘Springer’-Konzerns die Kampagne gegen Wulff losgetreten, um sein Schweigen zu brechen. Die Drohung: Entweder Wulff sagt in ihrem Sinne gegen die Autobauer aus, oder er wird politisch und finanziell fertiggemacht.

    http://www.kreuz.net:80/article.14714-id.12385.html

  5. marcus regenberg, Krefeld sagt:

    mir ist dieses ueberfluessigste amt in der brd-gmbh eh ein dorn im auge.
    jetzt bekommt die grinsekatze von deutschland fuer die paar monate noch bis zum tode circa ø̣ 480 000 €uros / i. (alles zusammengerechnet.)

    warum stellen die da nicht einfach einen wackeldackel hin. erfuellt das gleiche !

    grusz,

    marreg

    • klimperkasten sagt:

      Da muss ich widersprechen. Die Bundespräsidentschaft ist das höchste Amt im Staate, und das hat auch einen gewichtigen Grund, denn NUR der Bundespräsident unterzeichnet Gesetze, die das Parlament erlässt. Es ist also ein Amt der Kontrolle, um gegebenenfalls unlauter beschlossene Gesetze zu verhindern, und das derzeit unlauterste Gesetz ist die Absegnung des ESM. Das Amt ist also überaus wichtig, die Tragik liegt aber darin, dass der Bundespräsident – wenn es wirklich darauf ankommt – keine Kontrolle mehr ausüben SOLL bzw. DARF. Aus diesem Grunde ist auch Herr Köhler zurückgetreten, denn man setzte ihn unter Druck, den EFSF Schirm abzunicken. Kurz gesagt: Parlament, Banken, Lobbyisten und Medien haben keinerlei Achtung mehr vor diesem Amt. Und dann bleibt nur noch ein Grüßaugust übrig.