Joachim Gauck wird neuer Bundespräsident

Die Koalition hat sich auf Joachim Gauck als Nachfolger für Christian Wulff geeinigt. Nachdem bereits die SPD gesagt hatte, sie wolle Gauck wieder aufstellen, ist der Weg frei für eine rasche Wulff-Nachfolge.

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Gauck: Der neue Bundespräsident ist kein Freund der Kapitalismus-Kritik

Am Sonntag haben sich CDU/CSU und FDP auf Joachim Gauck als Wulff-Nachfolger geeinigt. Der DDR-Bürgerrechtler und erste Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde kann nun zügig gewählt werden. Er war Kandidat der SPD, und SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte angekündigt, nach dem Wulff-Rücktritt an Gauck festhalten zu wollen.

Angela Merkel hatte sich in den Verhandlungen kurz gegen Gauck gesperrt, weil sie einen Gesichtsverlust fürchtete. Nachdem die Kanzlerin aber alle Hände voll mit der Euro-Rettung hat (mehr hier über die im Hintergrund treibenden Kräfte), dürfte die Kanzlerin eingesehen haben, dass die Position des Bundespräsidenten im Moment nicht so wichtig ist, dass man dafür ein wochenlanges Tauziehen veranstaltet.

Gauck dürfte von allen Parteien außer der Linken gewählt werden. Dies hatte schon beim ersten Wahlgang wegen seiner Stasi-Behörden-Tätigkeit ihre Ablehnung bekundet. Schließlich wurden zahlreiche Politiker der Linken durch die Behörde enttarnt.

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Kommentare

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  1. kneipier sagt:

    Die Familie steht unter dem besonderen Schutz des Staates, weil sie ein Rohdiamant eines jeden Volkes ist.

    Im Sinne Abendländischer-, auch Christlicher Werte.

    Nachdem schon Bürgermeister, Landesväter und andere Politiker ihrer sexuellen, von dieser Norm abweichenden Bedürfnisse öffentlich auslebten, die letzte First Lady wegen ihres Vorlebens nicht unumstritten war, so macht es wirklich Sinn, daß Herr Gauck in „wilder Ehe“ im Schoss Bellevue lebt.