Schäuble erwartet Griechen-Rettung heute Abend

Er sei zuversichtlich, dass es zu einer einstimmigen Entscheidung kommen werde, sagte Wolfgang Schäuble mit Blick auf das Eurogruppen-Treffen. Die Höhe des Schuldenschnitts wird allerdings noch immer diskutiert.

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Zu Beginn des Eurogruppen-Treffen zeigte sich der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble zuversichtlicher als noch vor ein paar Tagen (da kritisierte er die griechische Regierung stark – hier). „Ich bin zuversichtlich, dass wir zu einer einstimmigen Entscheidung kommen werden“, sagt er bei seiner Ankunft. Ähnliches war auch von dem luxemburgischen Finanzminister Luc Frieden zu vernehmen: „Ich denke, wir werden das heute abschließen“, sagte er den Reportern.

Die IWF-Chefin Christine Lagarde befürwortete indes die Arbeit der griechischen Regierung. Sie hätte „ganz klar wichtige Fortschritte gemacht“ und es sei nun an der Zeit für die anderen, den IWF eingeschlossen, ihre Arbeit zu leisten (der niederländische Finanzminister bleibt indes skeptisch – hier).

Einige Arbeit ist beispielsweise beim Thema Schuldenschnitt noch zu leisten. Ein größerer Schuldenschnitt mit möglicher Beteiligung der nationalen Zentralbanken (hier) könnte die Höhe des Rettungspakets bei 130 Milliarden Euro, wie ursprünglich geplant, halten. Maria Fekter, die österreichische Finanzministerin, wies dementsprechend noch einmal darauf hin, dass die privaten Gläubiger vielleicht doch auch noch „ein bisschen mehr“ involviert werden müssten. Besonders das Ziel des Haushaltsdefizits von 120 Prozent des BIP bis 2020 könnte davon maßgeblich betroffen sein (das liegt derzeit bei 129 Prozent – hier).

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Kommentare

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  1. G. Fischer sagt:

    Wir brauchen einen Transfer- Euro!! In der Sowjetunion gab es auch eine solche Währung. Das leben geht dennoch weiter. FDJ- Merkel kennt sich bestens aus. Schäuble weiss, wie man Geld verschiebt. Kohl / Schäuble gab genug Stoff für die Wähler.

  2. G. Fischer sagt:

    Es gibt kein Gesetz, und keine Garantie, die uns vor der Dummheit unserer Politiker schützt. Wir haben diese Versager gewählt, und wir dulden diese Versager.

  3. G. Fischer sagt:

    Wozu die Aufregung? Wir bezahlen solange, bis wir selber nichts mehr haben, und Griechenland bezahlen wir aus der Portokasse. 6 Wochen längere Lebensarbeitszeit in Deutschland und alles ist in Griechenland beglichen. Das dicke Ende kommt erst noch. Wir brauchen einen Umsturz, dann den Neuanfang. Es war schon immer so, und die Starken werden überleben.

  4. cerberusius sagt:

    einstein sagte: man kann probleme nicht mit den selben mitteln lösen, aus dennen sie entstanden sind…..,nun die eu elite tut dies aber.
    seht auf die schuldenuhr, ich als hobbytechniker überlege eine turbogesteuerte eurodruckmaschine zu konstruieren, doch ob 100000 umdrehungen pro minute die schwarzen löcher stopfen können ist eher unwahrscheinlich….
    also lehnt euch zurück und beobachtet…und macht euch lieber gedanken wie jeder möglichst unbeschadet den knaller übersteht…die elite braucht noch zeit für die flucht weil am ende ist der bürger auf sich gestellt inmitten einer müllhalde…die eliten werden sich genau so auflösen wie der euro und der michel wird es erst realisieren wenn alles weg ist