Banken: Staatsanleihen dank EZB-Geld wieder attraktiv

Die bevorstehenden Kredite durch die EZB an die Geschäftsbanken beleben den Markt für Staatsanleihen. Die Banken holen mehr Geld aus ihren Einlagen, um dafür Staatsanleihen zu kaufen.

Die Banken nutzen die von der EZB zur Verfügung gestellte Liquidität und machen mit kurzfristigen Staatsanleihen wieder gute Geschäfte. Die Einlagen bei der EZB sind in der vergangenen Woche um 53,5 Milliarden Euro zurückgegangen. Davor waren die Einlagen, welche Banken tätigen, wenn sie kein Vertrauen in ihre Mitbewerber oder mögliche Investitionen haben, auf knapp 500 Milliarden Euro gestiegen (mehr hier).

Die Situation auf den europäischen Märkten für Staatsanleihen hat sich in der vergangenen Woche deutlich beruhigt. Zunächst kaufte die Europäische Zentralbank das erste Mal seit über einem halben Jahr keine Staatsanleihen (mehr hier).

Dies wirkte sich nicht negativ auf die Zinsen der Anleihen aus, denn anstelle der EZB haben die Geschäftsbanken wieder mehr Anleihen gekauft. Die Nachfrage nach spanischen Staatsanleihen ist beispielsweise gestiegen (mehr hier).

Ein Grund für die gestiegenen Investitionen der Banken könnte der bevorstehende Tender durch die EZB sein. Dieser wird wahrscheinlich wesentlich höher ausfallen, als jene 489 Milliarden Euro, welche die EZB bereits Ende vergangenen Jahres den Banken gewährte (mehr hier).

Mehr zum Thema:
EZB hat offenbar mit dem Gelddrucken begonnen
EZB-Kredite sind Turbo für die Bonuszahlungen bei den Banken
Credit Suisse: EZB muss Banken bis zu 10 Billionen Dollar leihen

Kommentare

Dieser Artikel hat 2 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Observer sagt:

    Nun geht wohl auch den redakteuren des Handelsblattes der A.sch auf Grundeis, denn es haeufen sich dort die realistischen Artikel und die Kritik an den Politmarionetten scheint sich zu formieren!

    Siehe hier:
    http://www.handelsblatt.com/politik/international/rettungspaket-griechenland-plant-noch-hoeheres-defizit-ein/6239038.html

  2. Korsar sagt:

    D.M.N. „Die Banken nutzen die von der EZB zur Verfügung gestellte Liquidität und machen mit kurzfristigen Staatsanleihen wieder gute Geschäfte. Die Einlagen bei der EZB sind in der vergangenen Woche um 53,5 Milliarden Euro zurückgegangen. Davor waren die Einlagen, welche Banken tätigen, wenn sie kein Vertrauen in ihre Mitbewerber oder mögliche Investitionen haben, auf knapp 500 Milliarden Euro gestiegen“.

    Na ja, das war und ist ja auch das wichtigste, das die Banken wieder Geschäfte auf die Illusion machen können.

    Nur, davon wird kein Mensch auf der Welt satt, davon wird kein Unternehmen saniert, gestützt oder gegründet. Kredite gehen nicht in die Wirtschaft und das Geld nicht in den Wirtschaftskreislauf. Deshalb gibt es diesen auch nicht mehr. Man müsste ihn neu erfinden.

    Das Geld geht wieder in die pure Zockerei. Die uns mit hundertprozentiger Garantie wieder dorthin bringt, wo unsere „Finanzfachleute“ wie Peer Steinbrück, dann wieder Banken „verstaatlichen“.

    Wenn ein Geringverdiener ein Fahrzeug benötigt um zur Leiharbeit zu kommen, erhält er keinen Kredit, oder nur zu wahnsinnigen Zinskonstrukten. Bei ihm wird „das Risiko“ mit eingerechnet. Was wir brauchen, sind völlig andere Banken.