Griechenland: Juncker schließt drittes Hilfspaket nicht aus

Der Chef der Euro-Gruppe, Jean Claude Juncker, spricht bereits von einem dritten Rettungsprogramm für Griechenland. Allerdings glaubt er, dass die EU wieder Boden unter die Füße bekommen habe.

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In einem Interview mit dem Fernsehsender Al Jazeera sagte der Chef der Euro-Gruppe Jean Claude Juncker, dass er ein drittes Hilfspaket für Griechenland „nicht wirklich ausschließen“ könne. Dies solle aber nun nicht die „Ausgangserwartung“ sein; wichtiger wäre es, das zweite Programm zu installieren. Aber Brüssel „steht bereit, Griechenland auch über die Zeit des zweiten Hilfsprogramms hinaus zu helfen“.

Juncker erwartet nicht, dass Griechenland die Pleite anmeldet. Dennoch meldet er erste Zweifel an, ob Griechenland im Euro bleiben werde. Man könne „niemals eine neue Krise ausschließen“. Allerdings glaube er, dass die EU langsam wieder Boden unter den Füßen gewinne.

Nach dem Gipfel hätte „niemand auf den Tischen getanzt“, aber der Deal gäbe Anlass zur Hoffnung, dass auch privaten Investoren Griechenland künftig wieder Geld leihen werden. Juncker glaubt, dass sich die Lage in Griechenland verbessert habe – angesichts der neuen Bedrohungen für die Pensionsfonds eine gewagte Prognose (mehr hier).

Am Montag wird der deutsche Bundestag über das zweite Paket abstimmen. Der Bankenexperte Wolfgang Gerke erwartet, dass die Vorlage vom Bundestag abgenickt werde (mehr hier).

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Kommentare

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  1. Benvenuto Bernardi - Burgsmueller sagt:

    Liebe leser,viele Gruesse aus Uruguay.

    Ja,ja Jesus ist auch ueber das Wasser gegangen.Saludos.

  2. bauer sagt:

    legaler Widerstand

    aus dem Merkblatt über die Verfassungsbeschwerde zum Bundesverfassungsgericht

    Allgemeines: JEDERMANN kann Verfassungsbeschwerde zum BVerfG erheben, wenn er sich durch öffentliche Gewalt in einem seiner Grundrechte … verletzt glaubt. (vergl. Art. 1 bis 19 Grundgesetz und Art. 20 Abs. 4. Art. 33,38,101,103 104 GG)

    Der scheidende Verfassungsrichter De Fabio, hat uns, das wehrlose Volk, aufgerufen, möglichst oft von dieser Möglichkeit gebrauch zu machen. Deshalb wurde er durch den Systemling Müller, CDU, ersetzt. Da BVerfG hat einzelne Kläger, die eine – Beschwerde gegen den Europ. Stabilitätsmechanismus – eingereicht haben, aufgefordert, auch die eigene Betroffenheit(Gründe) anzugeben.
    Also, bestätigt euch hier nicht gegenseitig, sondern macht von dem winzigen “Recht” , das wir, als wehrloses Volk, überhaupt noch haben, Gebrauch !

    Bundesverfassungsgericht
    z.Hd. Vors. Prof. Dr. Andreas Voßkuhle
    Postfach 1771
    76006 Karlsruhe
    Wenn nicht, werden euch eure hungernden Kinder und Enkel fragen: Warum nicht??

    Bleibt tapfer und gelassen
    Wir sind das Volk

  3. ### sagt:

    Und von Treffen zu Treffen gilt: Juncker und wohlhabender kommen wir nicht mehr zusammen…

  4. bendix sagt:

    Ich möchte mal versuchen dieses Forum zu verbildlichen:
    Wenn Ihr ein Haus besitzt und Euer Nachbar sich eines Tages als Taubenzüchter versucht, dann ist das eigendlich kein Problem. Das Problem beginnt erst, wenn die Tauben von Früh bis Abend auf Euer Hausdach scheißen. Und wenn Ihr dieses Problem lösen wollt, dann kann man das nicht, indem man in eine Art von Buchhaltung verfällt wo man über Wochen und Monate genaustens dokumentiert bzw. analysiert welche Taube, zu welcher Zeit, wieviel, an welcher Stelle usw. aufs Dach geschissen hat. Weil, wenn die Taubenscheiße eine Dicke von 20-40cm erreicht hat, dann wird es langsam kritisch für Euer Hausdach. Dann könnte man ja seine Aufzeichnungen und Berechnungen noch mal durchgehen und mit neuen Beobachtungen und neuen Analysen ein weiteres mal und noch mal und noch mal… . Fakt ist, die Tauben werden weiter scheißen und letztendlich Euer Hausdach vor Euer Augen zusammenbrechen.
    Und warum???? Weil Ihr Euch immer nur mit der Scheiße und das über Wochen und Monate befasst habt, und nicht mit den Tauben. Und wenn Euch dann das Thema ausgegangen ist, dann könnt Ihr Euch auf ein Neues über die Errichtung eines neuen Daches ohne jegliche Eigenmittel austauschen, natürlich über Wochen und Monate.
    Mit anderen Worten, BITTE HÖRT ENDLICH AUF JEDE NEUE MELDUNG NEU ZU DOKUMENTIREN ZU ANALYSIEREN UND MITTLERWEILE SCHON ZU SEZIEREN. ES IST IMMER NUR DAS SELBE, NÄMLICH SCHEISSE.
    Hättet Ihr die Tauben einfach nur eingesperrt, dann hätte ich mir den Artikel sparen können. Ich geh jetzt ins Bett, Gute Nacht.

    • Vanessa_ sagt:

      Klasse Beitrag! Musste wirklich mal herzhaft lachen, auch wenn das Thema bitterernst ist.

      Aber wo Sie recht haben, haben Sie eben recht!

    • ghostdance sagt:

      Dann machen Sie doch mal einen ganz konkreten Vorschlag.

    • Cuzco sagt:

      Brillanter Vergleich- nur:

      Selbst wenn man die Tauben eingesperrt hätte, ändert das nichts an der Tatsache, dass sie Scheisse produzieren, bzw. produziert haben. Entsorgt werden muss sie allemal…

  5. Johannes Eber sagt:

    Zur Thematik der hohen Benzinpreise folgendes: Brentoil befand sich seit Februar 2011 charttechnisch in einer Seitwärtsbewegung bzw. Konsolidierung; diese Woche ist Brentoil charttechnisch aus dieser Konsolidierung nach oben ausgebrochen. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat dieser Ausbruch von Brentoil in den nächsten Wochen und Monate einen dynamischen Anstieg des Ölpreises zur Folge. Der Preis von Brentoil dieser Woche wird sich zeitverzögernd in circa 6 Monate in den Verkaufspreisen von Benzin und Diesel bei den Tankstellen auswirken. Sollte es zu einem militärischen Konflikt im “Mittleren Osten” kommen, wird dies weitere exorbitante Preissteigerungen des Rohöls verursachen. Der größte “PREISTREIBER” von Benzin und Diesel in Deutschland ist der Staat selber. Für 1 Liter E5 im Preis von 1,67 Euro kassiert der Staat 99 Cent für Steuer. In Deutschland haben wir europaweit die höchsten Steuern auf Benzin und Diesel. Diese Steuer wird zum großen Teil vom Staat zweckentfremdet für die Renten- und Pensionskassen. In Deutschland muß ein riesiges Beamtenheer versorgt und unterhalten werden, die keinerlei produktive Wertschöpfung erbringen. Diesen “Wildwuchs” hätte man schon vor Jahrzehnten nicht entstehen lassen dürfen. Wir haben 30 % zuviele Staatsdiener in Deutschland.
    Diese Staatsdiener sollten mal in einer Fabrik akkord arbeiten, dann wüßten die Staatsdiener was arbeiten ist.

    • ghostdance sagt:

      Und auf die Mineralölsteuer (plus Benzinpreis) zahlen wir auch noch Mehrwertsteuer, also Steuer auf die Steuer. Dieses perverse System scheint aber niemanden zu stören.

      • schlaumeister sagt:

        Öl ist geldiger als Papiergeld, weil unverzichtbar und ist deshalb ein Indikator für die sich verstärkende Inflation durch hemmungsloses
        Gelddrucken der EZB. Selbst wenn der Ölverbrauch zurückgeht, wird
        der Ölpreis weiter steigen und zusammen mit den allgemein steigenden
        Preisen für einen sich verstärkenden wirtschaftlichen Niedergang sor-
        gen. Deshalb muß D raus aus dem Euro, den Bürgern die Wahrheit
        sagen, nämlich, dass die ganzen Geldwerte schon verloren sind und
        wieder von vorn anfangen. Traut sich natürlich niemand!

    • spion und spion sagt:

      Die Debatten um den “schlanken Staat” scheinen an Ihnen vorbei gegangen zu sein?
      Während hier alle mitgemacht haben, um den Staat zu demontieren, hat sich Brüssel einen gewaltigen Amtsapparat aufbauen können.
      Ich hätte lieber deutsche Beamte bezahlt als Brüssels.

  6. Alfi sagt:

    …und ein viertes und ein fünftes Hilfspaket auch noch….

    Das Pferd ist tot – steigt ab ;-)

  7. dogbert sagt:

    Kommt es doch noch zu einem guten Ende?

    n-tv: Griechenland soll Euro-Zone verlassen – Friedrich rät Athen zu Austritt

    Ein Anreiz wäre z.B., nicht mehr zu helfen. Ganz einfach.

  8. Sakrihittn sagt:

    Es wird immer klarer das die Wahrheiten nur tröpfchweisse ans Licht geführt werden um einen schnellen Crash zu vermeiden…ich würde ein 4tes, 5tes Sparpaket auch nicht ausschliessen usw. und zwar solange bis alle Staatsschulden von allen Europastaaten ausgeglichen sind. Bis wir eben den gemeinsamen Nenner gefunden haben, das wäre dann der Maastrichvertrag gewesen welcher die Aufnahmebedingungen festgelegt hat. Es scheint so als ob sie die vergessenen Hausaufgaben jetzt so nachholen wollten, um dann mit einem ausgeglichenem Europa neu zu starten. Damit ist aber die Jahrzehnte lange Entwicklung von denen Staaten die gut gearbeitet haben auf Kosten derer Bürger dem Bach runter!!! Das ganze Problem wäre aber dann immer noch nicht vom Tisch, denn sie vergessen anscheinend dass wir danach wieder nicht mit gleichen Bedingungen starten. Die Staaten, Mentalitäten, Infrastrukturen, Industrien, Fachleute ecc.können sie nicht einfach herzaubern, also beginnt es danach wieder von vorne und nach ein oder zwei Jahrzehnten fängt der ganze Käse wieder von vorne an….

  9. heide preiss sagt:

    21.2.:

    “Offenbar verheerender Troikabericht” – artikel von euch, der mdn
    darunter juncker auf einem foto.
    wir erinnern: es geht um die lage in griechenland.

    25.2., NACH NUR VIER TAGEN:

    “Juncker glaubt, dass sich die Lage in Griechenland verbessert hat” zitat aus obigem artikel.

    WOW!!!!!!!!!

    DAS GING ABER SCHNELL!!!!!!!!

    DAS MACHT JA RICHTIG HOFFNUNG!!!!!!