EZB akzeptiert keine griechischen Staatsanleihen mehr als Sicherheit

Die EZB nimmt keine griechischen Anleihen mehr als Garantien an. Bis die Haftung Griechenlands für seine Anleihen neu organisiert ist, können Banken ihre Staatsanleihen von Griechenland nicht mehr bei der EZB gegen Geld umtauschen.

Die Europäische Zentralbank hat beschlossen, griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheit zu akzeptieren. Vorübergehend können Anleihen, die von Griechenland ausgegeben wurden, oder für die der griechische Staat haftet, nicht mehr als Garantie bei der EZB hinterlegt werden. Bisher konnten bei der EZB beinahe unbeschränkt Schuldtitel gegen frisches Geld umgetauscht werden (mehr hier).

Der Grund für diese Entscheidung ist der Schuldenschnitt für private Investoren. Nachdem es zu einer Einigung zwischen den Anlegern und der Politik gekommen war, stufte die Ratingagentur Fitch Griechenland um weitere zwei Bonitätsstufen herab. Fitch kündigte außerdem an, griechische Anleihen demnächst als Ausfall zu bewerten. Standard & Poor’s stuft sie nun auch alsteilweisen Zahlungsausfall“ ein und brachte damit die EZB in Bedrängnis (mehr hier).

Griechische Anleihen werden erst wieder als Garantie akzeptiert, sobald die ausgeweitete Haftung in Kraft tritt, welche Griechenland mit den Finanzministern der Eurozone im vergangenen Jahr ausgehandelt hat. Dies soll bereits Mitte März so weit sein.

Angeschlagenen Euro Staaten sollen dem EZB-Rat zufolge die nötige Liquidität von den nationalen Zentralbanken erhalten. Diese hätten ausreichend Mittel, um die Staaten mit ausreichend Geld zu versorgen, begründete die EZB.

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Kommentare

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  1. Wirtschaftsinteresse sagt:

    Was steckt hinter der Entscheidung?:

    Griechische Banken sollen vom Tender ausgeschlossen werden, denn das sind die Hauptbesitzer gr. Staatsanleiehen und auch die Begünstigten staatlicher, griechischer Garantien, die man in der Pfeife rauschen kann (denn jedes Land gibt für den Tender nur Garantien an seine Banken, d.h. sie werden fast nichts kriegen). Das griechische Wort gilt nichts mehr.

    Draghi will einfach kein Geld rausrücken, dass mit der wahrscheinlichen griechischen Insolvenz verloren ist.

  2. Werner sagt:

    @ ADMIN
    Ist das eigentlich klar und allgemein verstanden ?

    „…Germany Is Now On The Hook By €1 Trillion (Or 40% Of GDP)…“
    oder
    „…Germany … and seen its ‘target 2 imbalance’ vis-à-vis the EUR periphery reach almost EUR 1trn on the latest count…“
    (Quelle http://www.zerohedge.com/news/goldman-germany-now-hook-%E2%82%AC1-trillion)

    mfg. Werner

    • redakteur sagt:

      Lieber Werner!

      Danke für den Hinweis. Wir haben das bereits gesehen, konnten es aber bisher nicht überprüfen. Wir konnten noch nicht nachvollziehen, wie GS auf die Billion kommt. Die letzte offizielle Zahl, die Ende Januar veröffentlich wurde ist knapp unter 500 Mrd. Euro. Wir sind dran und versuchen das so schnell wie möglich zu überprüfen.

      Beste Grüße
      Die Redaktion

  3. Wilfried sagt:

    @ Redaktion

    Haben Sie mehr Informationen über den Inhalt der Verträge zur
    „erweiterten Haftung“?

  4. Murksel sagt:

    @ Wilfried

    Sicher bin ich nicht , aber ich denke mit der ausgeweiteten Haftung ist díese Sperrkonto für GR gemeint. Dort gehen alle Rettungspaketzahlungen zuerst drauf und auch die Steuereinnahmen ! in GR.
    Davon werden dann erst die Gläubiger und Banken bedient.
    Wenn dann nicht genug übrig ist können die Menschen verrecken, weil es keine Renten und sonstige Zahlungen vom gr.Staat gibt.
    Außerdem sollen die neuen Griechenbonds unter englisches Recht fallen,
    Dann kann von Staatsseite , wie jetzt angedacht, kein Schuldenschnitt mehr erzwungen werden.
    Alles nur wieder für die Investoren und Bankster.

  5. spion und spion sagt:

    „offshore company“ ergibt bei google 8 Mill. Treffer.
    „offshore firma“ 4 Mill.

    Und hier kann man sich zertifiziert beraten lassen, wenn man ein paar Milliarden zu verschleusen hat:

    http://www.offshore-firma.com/offshore-firma/de/offshore-firmengruendung.php

    Praktisch!

    Ist wie mit dem Datenschutz.
    Morgens beschließt der Bundestag irgend eine Datenschutzregel, abends läßt er 37 Mill. E-Mails auspionieren – ich war dabei, ich war nicht dabei, ich war dabei …

    Ein interessanter Link für Mieter

    http://www.demda.de/

    Genehmigt vom Bundesverfassungsgericht – ich steh‘ drin, ich steh‘ nicht drin, ich steh‘ drin …
    Bevor gemotzt wird, ganz genau lesen, was da so steht!

    Und einer für Schuldner

    http://www.europro.de/

    Die haben meine Daten verkauft, die haben sie nicht verklauft, die haben sie verkauft …

    Was machen eigentlich Anonymous und der CCC so?

    • spion und spion sagt:

      Daß Ihr meine Links veröffentlicht, spricht für Euch und das machen Stützen des Sytems nicht.
      Ihr wißt schon, wegen der Anfrage, der zweifelnden.

      Der beste Schutz ist, alles an die große Glocke zu hängen.
      Und dann ordentlich Geschrei zu machen.
      Peinlich muß das sein und richtig weh tun.
      Das mache ich auch immer so.
      Verbrannte Erde hinterlassen, wenn man (endlich).abzieht.