Griechenland: Massiver Bank-Run geht weiter

Die eben veröffentlichen Zahlen der griechischen Notenbank zeigen: Die Griechen holen ihr Geld weiter im großen Stil von der Bank. Für die Banken wird die Lage immer kritischer.

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Im Januar haben die Griechen erneut 5,3 Milliarden Euro von den Banken abgehoben – und unter der Matratze versteckt oder ins Ausland transferiert. Das ergibt sich aus den aktuellen Daten der griechischen Notenbank. Die Zahlen erklären auch, warum Finanzminister Evangelos Venizelos die Griechen vor zwei Wochen aufgefordert hatte, ihr Geld wieder zurückzubringen.

Denn für die Banken wird die Lage immer kritischer: Nach 174 Milliarden Euro im Dezember verfügten die Banken im Januar nur noch über 169 Milliarden Euro an Cash-Beständen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von 18%. Seit 2007 haben damit etwa 70 Milliarden Euro das griechische Finanzsystem verlassen – wohin auch immer das Geld gegangen ist, zeigt diese Entwicklung: Das Vertrauen der Griechen in ihr eigenes Land verharrt auf einem Tiefpunkt, von dem aus eine Erholung der Wirtschaft nur schwer vorstellbar ist.

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  1. Drachmen für ganz Europa sagt:

    Erst heute war auf der Glotze, daß griechische Unternehmen keine Kredite mehr kriegen, 80% der Anträge sofort abgelehnt werden.
    So, und deshalb landet das Geld unter der Matratze? Oder werden damit nicht eher die Löhne, Rechnungen etc. bezahlt?
    Wo kommt das her mit den “Matratzen”? Von Venizelos und seiner Erpressungssprache oder Übersetzungsfehler, weil niemand die Quellen gegen liesst?

  2. Hans-Peter sagt:

    Dieses ewige Gerede vom Banken-Run in Griechenland ist ziemlich albern.Erstens sind die griechischen Banken so gut wie überhaupt nicht verschuldet,sie sind auch nicht mit toxischen Papieren verseucht (wie z.B. die deutschen und französischen Banken) und ausser dem haben die Griechen all Ihr Kapital in Immobilien und Land angelegt.Und haben dazu auch verhältnismässig wenig private Schulden:

    http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/0,2828,792920-11,00.html

    Wenn alles zusammen kracht werden die Griechen in ihrem sonnigen Land am Meer sogar am besten davon kommen.Dann sieht das Leben in Hellas ungefähr so aus:

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/1466586/

    Mittlerweile sollen es fast 200.000 Familien sein die seit 2009 aus Athen oder Thessaloniki zurück aufs Land gezogen und dadurch ebenfalls zum grössten Teil Selbstversorger geworden sind.Trend steigend.Ein ganzes Land steigt aus.

  3. Elsbeth sagt:

    Ach was, die Gelddruckmaschinen laufen eben jetzt Tag und Nacht. Die haben über die Jahre jegliche Hemmungen verloren. Alles für die Banken. Es ist eben ein absterbendes System.

  4. niekohle sagt:

    das ist gut, sehr gut,
    das tut den Systembewahrern und -profiteuren richtig weh, gut so, sehr gut so!

  5. EuroTanic sagt:

    Ohne Sparer sind Banken und ihre Marionettenstaaten nichts. Dies wird endlich jedem klar, in der jetzigen Situation. Die Tempel der Finanzindustrie werden geschleift, und das zu Recht. Sie sind zu nichts nutze, ausser an den Werten der arbeitenden Bevölkerung und Mittelschicht zu parasitieren.

  6. Eisbärmerkel sagt:

    Kein Kommentar

  7. Selbstdenker sagt:

    Das griechische Volk und die Polizei sind nun friedlich vereinigt.

    http://www.youtube.com/watch?v=LbAb9qs1Vqg&feature=youtu.be

  8. J.J.Rousseau sagt:

    Das Tempo der Abwärtsspirale nimmt an Fahrt auf. Auch wir sind gefordert so schnell wir möglich unser Geld von den Banken zu retten. Die Zeichen des Kollapses mehren sich. Das Dummschweigen der Verblödungsmedien unterlegen dies. DER EUROPÄISCHE FRÜHLING ist da. Auf, auf die Strassen und in die Banken, es geht schlicht um ALLES.