Defizit: Spanien drohen Sanktionen

Die EU-Kommission wird den Verstoß Spaniens gegen die Defizitziele nicht hinnehmen: Ein Sprecher von Olli Rehn deutete nun an, dass Sanktionen gegen die spanische Regierung vorbereitet werden.

Aktuell
Portugal: Bailout wird immer wahrscheinlicher

Spanien wird sein Defizitziel von 4,4 Prozent Neuverschuldung in diesem Jahr deutlich nicht erreichen. Der Schuldenstand nähert sich den 90 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (mehr hier). Der Verstoß gegen die Sparvorgaben könnte nun Sanktionen durch die EU-Kommission zur Folge haben.

Ein Sprecher des EU-Kommissars für Wirtschaft und Währung, Olli Rehn, sagte der spanischen Zeitung El Mundo, die Abweichungen vom Sparprogramm seien „schwerwiegend“. Er deutete an, die Kommission würde Sanktionen gegen die spanische Regierung vorbereiten.

Der spanische Premierminister Mariano Rajoy hatte sich zuvor geweigert,weitere Sparmaßnahmen durchzusetzen (mehr hier).

Mehr zum Thema:
Defizit-Ziel verfehlt: Auch Niederlande müssen ein Sparpaket auflegen
Portugal: „Wir werden nicht nach weiterem Geld fragen“
Pimco-Chef: „Griechenland ist Bauernopfer für Euro-Rettung“

Kommentare

Dieser Artikel hat 29 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Margrit Steer sagt:

    Also man will Sanktionen, also Strafzahlungen, den Ländern verordnen, die ohnehin schon schon in der Schuldenfalle sitzen.
    Das ist einfach toll.
    Und dann darf Deutschland seinen Rettungsschirm wieder aufspannen.

    Die einzelnen Ländern werden schon noch merken, wass für einen Scheiß sie sich da von diser Merkel mit dem Fiskalpaket haben aufs Auge drücken lassen
    Wo kommtt das Geld was dann als Strafe eingesammelt wird, eigentlich hin?

  2. conforma sagt:

    Liebe Leute,
    hetzt doch bitte nicht gegen die Bürgerinnen/Bürger der verschiedenen EU-Länder – die sind am wenigsten die Schuldigen, die haben den z.T. ethnisch-rassistischen Hass nicht verdient. Sie alle – und auch wir Deutschen – werden von einer Clique EU-„Führern“ zum Futter deren eigener Interessen. Versteht doch endlich, woher die Leute kommen wie Draghi, Monti, Papademos, Barroso, van Rompuy, Ashton usw..
    Informiert euch über eine „Such-Maschine“, und Ihr werdet nur noch staunen.

    Sie sind es, die mit der ESM-Finanz-Junta die EU-Länder entrechten, unterjochen und versklaven wollen. EZB-Draghi flutet Geld wie ein Tsunami, nur die Banken profitieren und werden sich mit den billigen 1%-Geldern gigantische Vermögen (weltweit) einverleiben – dazu gehören Unternehmen, Versicherungen, Pensionsfonds, Rentenkassen, Staatsanleihen, die dann die Macht der Banken und Finanzinstitute noch unangreifbarer machen – bis hinunter zum normalen Bürger über die devoten Regierungen.

    Und, liebe Kommentatorinnen/Kommentatoren, dafür müssen die normalen Bürger sparen, werden zurecht gestutzt, werden durch ESM-befohlene Abgaben und Steuern ihrer Ersparnisse und Vermögen beraubt und müssen ihren Rücken für Verbr… hinhalten.

    Liebe Leute, das ist höchst ungerecht und pervers – überlegt, wem eure Sympathie gilt.

  3. Livia sagt:

    Sparmaßmahmen für die Regierung?
    – Doch wohl eher fürs Volk! Oder werden die Bezüge der Politiker auf örtliches Sozialhilfenieveau abgesenkt?
    Letzteres käme zwar beim Volk gut an, abe würde das Defizit nicht auffangen können: ersteres bringt die Wirtschaft völlig zum Erliegen. Nur die Möglichkeit der Abwertung einer eigenen Währung hülfe dem ClubMed aus dem Schlamassel!

  4. Autofokus sagt:

    Sanktionen, also Geldstrafe ? Gute Idee, Herr Rehn, mit dem Geld können Sie den ESM aufstocken und danach den Bailout für Spanien machen.
    Die EZB und die Banken schieben das Geld schliesslich auch nur noch unter sich hin und her.
    Es dreht sich alles immer schneller im Kreis herum, vergleichbar mit dem Sog eines Wasserstrudels, bis alles im Abgrund für immer verschwindet.
    Am kommenden Freitag wird hoffentlich die ISDA endlich den Default für Griechenland erklären und damit die gefürchtete Kettenreaktion auslösen.
    Herr Rehn, machen Sie sich keine Gedanken mehr über über Sanktionen gegen Spanien, Sie und die ganze EUDSSR sind schon allesamt tief und unrettbar mitten im Strudel, der Finanz-Oligarchie !

  5. ursel sagt:

    Recht hat er!!!!!!! Warum sollte sich Spanien von einer ausrangierten Polittruppe in die Zwangsjacke begeben. Brüssel ist ein einziges Sumpfloch ohne irgendwelche verfügungsRechte. Diese Brüder könnten mich all am ,(wo der Kaiser alleine hin geht) Basta!!!!!!!!!!!!1.