Schweiz: Koppelung des Franken an den Euro kostete 17,5 Milliarden Franken

Erstmals gab die Schweizer Nationalbank bekannt, wie viel sie die Koppelung des Franken an den Euro im Jahr 2011 kostete. Trotz des massiven Ankaufs von Devisen, machte die SNB im vergangenen Gewinn.

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Der Mindestwechselkurs für den Franken kostete die Schweizer Nationalbank (SNB) im vergangenen Jahr 17,5 Milliarden Franken. Im September 2011 hatte sie einen Euro-Kurs von 1,20 Franken festgesetzt.

Obwohl die SNB reichlich Devisen ankaufen musste, um den Frankenkurs halten zu können, kann sie für das Jahr 2011 einen Gewinn von 13,5 Milliarden Franken verbuchen. Noch im Jahr 2010 erlitt die SNB einen Verlust von 19,2 Milliarden Franken.

Beobachter bewerten die Einführung des Mindestwechselkurses als richtige Entscheidung, die zur Stabilisierung der Schweizer Wirtschaft beitrug. Doch der Franken bleibt durch die Schuldenkrise in der Eurozone weiter überbewertet. Sollte die SNB nicht rechtzeitig aus der aktuellen Währungspolitik aussteigen, könnte dies zu einer besonders starken Inflation führen.

Im Jahr 2011 musste der Mindestwechselkurs lediglich für vier Monate gehalten werden. Im laufenden Jahr würden wohl wesentlich mehr Devisen angekauft werden müssen, um den aktuellen Frankenkurs halten zu können.

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Kommentare

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  1. Elsbeth sagt:

    Jeden Tag nur noch negative Nachrichten. Was ist nur aus der Menschheit geworden. Wenn wir nicht aufpassen, lassen wir und in den Strudel aus Lügen, MANIPULATION und Betrug hineinziehen.

  2. ursel sagt:

    Ich bin in diesem Land geboren.Bin vom Pass her immer Deutsch. Aber eines muss ich schon sagen:so einen Saustall wie hier doch nicht,auch wenn auch nicht alles rosarot ist. Aber besser ein bisschen teurer Leben als zum Amt zugehen ,und von irgend einem nicht oder auch qualifiziertem ,naja ,wieviel mir noch zusteht oder nicht. Die meisten guten Ärzte sitzen in der Schweiz samt Pflegepersonal,und muss ich mich mit sprachlichen aussagen Rum schlagen!!! wartu iche musse fragen was ise los usw. Leider unser Sogesagten Elite geht dann nach Koblenz ,direkt ein Luxus Etablissement.

  3. Grauber sagt:

    Der Schweiz werden Euro-Devisen aufgedrängt, deshalb muss man einen Wert für dieses Geld festlegen.

    Der Wert von 1,20 entspricht 1:1 dem ehemaligen DM – SFR Verhältnis und damit wird deutlich, dass der Euro in nur 10 Jahren, 50% seines Wertes verloren hat.

    Natürlich kann man das Werteverhältnis auch am Dollar fest machen, jener befindet sich ebenfalls auf dem Weg ins “ grounding „.

    Die Schweiz ist ein Ort der Stabilität und eines beständigen, bescheidenen Wohlstandes für die Bevölkerung – was man von der EUdssr und den USA nicht sagen könnte.

  4. Buhu sagt:

    Warum sprangen die Schweizer auch auf ein sinkendes Schiff auf?

    • petra sagt:

      …die Schweizer Export-Industrie sang das Lied von der Titanic und malte Arbeitslosenzahlen an die Wand….

  5. ### sagt:

    Die armen Schweizer…

    • paloma sagt:

      warum arme schweizer??

      die arbeitslosigkeit liegt in der schweiz bei 3,4%!!!!!!

    • Tommy Rasmussen sagt:

      08.03.2012 – Die teuerste Stadt der Welt zum Wohnen ist dieses Jahr Zürich, was knapp den Spitzenplatz des Vorjahres, Tokio, übertraf. Es ist 70% teurer, in Zürich zu leben als in New York, welches abgeschlagen auf Platz 47 liegt. Es wurden 140 Städte in 93 Ländern weltweit untersucht, es wurden dabei die Preise für Lebensmittel, Getränke, Bekleidung, Mieten, Transport, Schulgebühren und Haushaltshilfen untersucht. Hier die Topp 10 Liste:

      1. Zürich, Schweiz
      2. Tokio, Japan

      3. Genf, Schweiz

      4. Osaka Kobe, Japan

      5. Oslo, Norwegen

      6. Paris, Frankreich

      7. Sydney, Australien

      8. Melbourne, Australien

      9. Singapur, Singapur

      10. Frankfurt, Deutschland.

      http://www.investor-verlag.de/ueber-die-teuersten-staedte-der-welt/107126001/?nlid=dos#kommentar