Italien: Rezession verschärft sich

Die neuen Daten zum Wirtschaftswachstum in Italien zeigen, dass sich die Rezession im Land verschärft. Im Monats- und Jahresvergleich schrumpfte die italienische Wirtschaft. Die Unternehmen leiden unter einer Kreditklemme.

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Am Montag veröffentlichte die italienische Statistikbehörde ISTAT die neuesten Wirtschaftsdaten. So sank das BIP im vierten Quartal um 0,7 Prozent um Vergleich zum Vorquartal. Bereits im dritten Quartal des vergangenen Jahres sank das Wachstum um 0,2 Prozent. Noch deutlicher wird die Problematik der italienischen Wirtschaft allerdings im Jahresvergleich. Gegenüber dem Vorjahresquartal schrumpfte das BIP um 0,4 Prozent – im dritten Quartal konnte im Jahresvergleich noch ein kleines Wachstum von 0,4 Prozent erreicht werden.

Der Trend in Italien wird sich in den nächsten Monaten weiter fortsetzen. Ende Februar war der Geschäftsklima-Index, der als einer der Indikatoren für das Wirtschaftswachstum gilt, eingebrochen (hier). Die Arbeitslosigkeit ist auf Rekordhoch (hier). Und auch die italienische Zentralbank warnte vor einer Verstärkung der Krise: Die italienischen Unternehmen erhalten kaum mehr Kredite von den Banken (hier) – da konnte bisher auch nicht helfen, dass gerade die italienischen Banken beim 1. EZB-Tender die größten Geldmengen abzogen (hier) und auch beim 2. wieder ordentlich zugriffen (hier).

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Kommentare

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  1. Korsar sagt:

    Man kann das, was jetzt auf uns zukommt, nicht durch Gelder, selbst in unbegrenzter Höhe auffangen.

    Die grosse EURO-Scholle bricht. Und, wenn Griechenland – das nach seiner Meinung, das wichtigste Land der Welt ist, Portugal und Spanien nicht endlich wieder Platz auf ihrer eigenen Scholle nehmen.

    Dann sind wir es, die ein für allemal untergehen!

    Wir bürgen, wir zahlen, wir haben eine Bundesbank, bei der jeder – außer den Deutschen – Geld abzapfen kann, mittels des TARGET2 Systems. 500 Milliarden EURO Forderungen gegen mediterrane Staaten, sind bereits jetzt verloren.

  2. ass3000 sagt:

    Kam gerade bei NTV, Spaniens Staatsdefizit liegt bei 6 %, also doppelt so hoch wie
    erlaubt.Das sind die nächsten die von den Deutschen grettet werden müssen.
    Griechenland wird in Kürze das kleinste Problem sein.

  3. Korsar sagt:

    Na klar verschärft sie sich. da auch Italien Qualitätsprodukte herstellt, die auch geld kosten. Solange hier Rentner zittern, ob sie es bis zum Ersten schaffen, entsteht hier auch keine Nachfrage nach italienischen Produkten. Wenn in Deutschland die Armut abgeschafft wird und die Italiener endlich anfangen, hier in Deutschland, Marketing für ihre Produkte zu betreiben, dann geht es auch wieder aufwärts. Aber das deutsche Geld, soll ja, ab nun der Herr Kommissar Barroso verteilen.

    • Korsar sagt:

      2,5 % oder so Rentenerhöhung. Und die Rentner halten den Mund. Na ja, dann nehmt ihnen doch die Rente ganz weg. Die wehren sich ohnehin nicht. Zu verwöhnt, scheinbar.

      Die 2% können nicht ansatzweise die Inflation wettmachen. Die gestiegenen und immer weiter steigenden Energiekosten, die Eigenanteile an der Praxisgebühr und an den Privatrezepten. Die ständig steigenden Fahrpreise, der öffentlichen Massenverfrachtung. Die völlig überteuerten Krankenkassenanteile, auch der Kleinstrentner, die eventuell aus der „Rentenerhöhung“ steigende Einkommensteuer, der daraus resultierende höhere Pflegeversicherungsanteil und der daraus resultierende höhere Krankenkassenbeitrag, werden für viele nichts anderes als eine Rentenkürzung sein.

  4. k.h.a. sagt:

    Das wird in allen Ländern der Währungsunion incl. Deutschland so weiter gehen, weil das duchaus richtige Rezept der Austerity nun einmal schmerzhaft ist.

    Problematisch wird das Ganze deswegen, weil ausgerechnet die Deutschen (mit ein paar ähnlich gelagerten Ländern wie Holland etwa) allen anderen dramatisch rezessierenden (nicht nur PIIGS-) Ländern in der Währungsunion die anfallenden Kosten bezahlen sollen.

    Schon bald, bei auch nur geringer Inanspruchnahme der bisher schon angehäuften Garantien, Krediten und Gewährleistungen (u.a. für EFSF, EZB, ESM und zwischenstaatlich) allein zu Lasten Deutschlands von bis zu 800 Mrd. Euro, ist Deutschland pleite. Das bedeutet, daß alles im Lande zu Geld gemacht werden muß, was von den Steuerzahlern noch irgendwie zu holen sein wird:
    Sonderabgaben auf Vermögen, Gold, Immobilien, Unternehmensanteile, Anleihen. Hatten wir zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg – nach der Währungsreform.

    So schnell kann das gehen, wenn deutsche Politiker es anpacken.
    Da braucht es keine Feinde mehr außerhalb des Landes.

  5. ### sagt:

    Die armen Italiener…

    In der HNA (Hessische/Niedersächsische Allgemeine Zeitung) schrieb am 25.22.2011 ein Leser folgendes:

    >> „Nach einer vergleichenden Untersuchung mit Zahlen für 2006 (Dr. Renate Finke, „Haushaltvermögen im Internationalen Vergleich“, in: Wirtschaft + Märkte 09/2007) sind Franzosen im Durchschnitt um 29 und Italiener pro Person sogar um 39 Prozent reicher als „der“ Deutsche. Diese Relationen dürften sich nicht wesentlich geändert haben. – Prof. Dr. Dr. habil. Günter Hesse, Fuldabrück“ <<

    Da staunste wa?

  6. bibbi sagt:

    ….die Banken haben von der EZB Geld abgezogen um wieder zu zocken, wie früher.
    Von wegen Kredite für die Wirtschaft……
    Man sollte auch hier ein “ Verwendungszweck “ einführen. Sonst gibt`s keine Kohle. Jeder weiß, was hier schief läuft und die ganze EU- Elite schläft weiter und duldet sich selbst..
    Wie man die kleinen Leute stranguliert, wissen die Drecksäcke ganz genau. Aber an die großen Fische trauen sich die Feiglinge nicht ran.
    Hoffentlich kommt der Supergau bald. Es ist unerträglich was sich die Hunde ungestraft erlauben dürfen.

  7. Fred Feuerstein sagt:

    Hoffentlich verschärft sich die Rezession in Italien schnell und kräftig. Besonders wichtig, ehe der ESM ab 01.07.12, existieren wird. Gibt es einmal den ESM, kann diese Bank Geld in unbegrenzter Menge verschieben und verteilen, nach belieben und wir werden nicht einmal mehr wissen was da alles passiert.

    Vor dem 01.07.12 hätten die Ober-Marionetten großen Erklärungsnotstand oder sie spielen wie bisher auf Zeit. Um uns das alles leichter zu machen wird schon im Juni ein Oktoberfest mit Freibier für alle veranstaltet werden, mit Direktübertragung im RTL und ZDF. Die Abschiedparty für unsere Demokrarie.

  8. Suzy sagt:

    Diese Woche macht den Unterschied, das vertäuen ist dahin:

    http://www.marktorakel.com/index.php?id=5207747281504839360