Fitch stuft Griechenland herauf

Der vollzogene Schuldenschnitt und die grundsätzliche Billigung des zweiten Rettungspaketes für Griechenland durch die EU-Finanzminister waren für die Ratingagentur Fitch der Grund, Griechenland am Dienstag heraufzustufen.

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Ausgerechnet der Schuldenschnitt und die damit verbundene Zwangsumschuldung haben nun neben der Zustimmung der EU-Finanzminister zum zweiten Rettungspaket tatsächlich ein Upgrade für Griechenland zur Folge (vergangene Woche wurde Griechenlands erst auf teilweise zahlungsunfähig herabgestuft– hier). Fitch bewertet die neuen Staatsanleihen mit der Note „B-“ (diese wurden gestern zu höchsten Zinssätzen gehandelt – hier). Der Ausblick sei Fitch zufolge stabil.

Dennoch warnte die Ratingagentur, dass weiterhin ein hohes Risiko für das Land bestünde. Die Wirtschaft stecke in einer Rezession, die Arbeitslosigkeit ist immens hoch und die Schuldenquote des Landes ist noch immer groß (die Troika geht sogar von der Notwendigkeit eines dritten Sparpakets aus – hier).

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Kommentare

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  1. Anna1950 sagt:

    Genauso hab ich mir das vorgestellt. Schon heraufgestuft!
    Jetzt das gleiche mit Portugal und Spanien.

    Die Rettungsringe am Hals der Deutschen wiegen schwer und keine Ratingagentur kann sich demnächst vorstellen, daß Deutschland in Jahrzehnten auf die Füße kommt.
    Also Herabstufung dauerhaft.
    Keine Schuldenschnitte und Rettungspakete für Deutschland in Sicht!

  2. Korsar sagt:

    Nachdem es ja nun bekannt ist, das man sein „Rating“ bestellen und bezahlen muss, frage ich mich schon, wer da für Griechenland das „Rating“ bezahlt hat.

    Und „Fitch“, steht mit seinem „Rating“ ziemlich alleine. Na ja, Frankreich muss seinen Rüstungsschrott loswerden, habe ich den Eindruck.

  3. Autofokus sagt:

    Neue Terminologien drängen sich geradezu auf:
    z.B. der Euro ist tot, töter am Tötesten
    oder Griechenland ist pleite, pleiterer, am Pleitesten
    auch etwa: Schäuble ist unheilschwanger, unheilschwangerer, am Unheilschwängersten. denn wer diesem Verbrecher glaubt ist gläubiger (Gläubiger erst recht) oder am Gläubigsten.

    Die Auswahl ist vielfältig…..es gibt keine Halbwertszeiten mehr für die Aussagen der Politkasper wie noch vor Wochen, jetzt sie sind bereits verfallen, im Moment in dem sie ausgesprochen werden.

  4. jay twelve sagt:

    Ein griechische Frosch hängt über dem Teich von Moody´s bis Fitch, am dünnen Angelschnur.
    Der Enterich im Teich, der FRB gleich, ruft die Küken: „qua-qua-qua, wem haben wir denn da?“ Die Küken im Chor: „quieke-quack-qua, wem den wohl, nur eine dumme Frosch, sind auch die anderen da?“
    Der Enterich: “ Aber klar, bei Standard & Poor am Angelschnur.“

  5. Steuerzahler sagt:

    Will die halbfranzösische Fitch Sarko einen Gefallen tun???

    Da ist schon vom 3. „Rettungspaket“ die Rede und Griechenland soll „stabil“ sein?

    Für wie blöd halten die uns?

  6. Dagmar sagt:

    Der Ausblick sei stabil, sagt Fitch, Ja, klar, genau so lange bis das zweite Rettungspaket verbrannt ist. Aber dann haben die europäischen Steuerzahler schon so viel Schulden an den Hacken, dass ein „weiter so“ alternativlos ist. So ähnlich wird es uns dann verkauft werden.

  7. Hans sagt:

    Hochgestuft von Default auf die niedrigst mögliche Stufe. Bringt den Griechen nichts. Für die Zinsen, die Griechenland bezahlen kann, kauft keiner eine B- Anleihe.