Großbritannien: Sparkurs trifft Junge härter als Alte

Das neue Budget in Großbritannien sieht stärkere Belastungen für die Jugend vor. Briten über 60 Jahre werden kaum belastet. Beobachter warnen vor südeuropäischen Verhältnissen für künftige Generationen.

Großbritannien belastet jungen Bürger stärker als seine Rentner. Mit erhöhten Versicherungsbeiträgen, Studiengebühren und weniger Unterstützung für Kinder und Jugendliche, müssen sie den größten Teil der Sparmaßnahmen tragen. Das kürzlich vorgestellte Budget schützt vor allem ältere Briten vor zusätzlichen Belastungen, verschärft allerdings die Lebenssituation künftiger Generationen.

Das erste Mal seit 50 Jahren ist der durchschnittliche Lebensstandard junger Briten schlechter als jener ihrer Mitbürger mit einem Alter von über 60 Jahren. Dies ergibt eine Auswertung der offiziellen Statistiken durch die Financial Times.

Junge Menschen würden zunehmend von ihren Eltern und Großeltern abhängig, sagt Paul Gregg, Professor an der Universität von Bath. Damit würde Großbritannien immer näher an die Situation in Südeuropa heranrücken, wo eine enorme Jugendarbeitslosigkeit zu den größten Problemen zählt (mehr hier).

Bereits die Unruhen in den britischen Problemvierteln im vergangenen Jahr zeigten, wie ernstzunehmend die Probleme einer perspektivenlosen Jugend sind.

Kommentare

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  1. Werner sagt:

    „…Bereits die Unruhen in den britischen Problemvierteln im vergangenen Jahr zeigten, wie ernstzunehmend die Probleme einer perspektivenlosen Jugend sind….“

    Handelt es sich dabei um eine „britische Jugend“ im eigentlichen Sinne oder nur um eine ein-migrierte „britisch Commonwealth-Jugend“ ?

    mfg. Werner

    • Druidenstein sagt:

      Die City of London, dieser Staat im Staat, der braucht oder will GB nicht mehr! Ich denke eher man hat GB mittelfristig der Maffia übereignet und wird sich in einen ganz anderen Erdteil zurückziehen. Rom, Florenz, Amsterdam, London, Ottawa?

  2. Kein Eurofreund sagt:

    Keine grosse Ueberraschung, wenn man die Verhältnisse und die herumlungernden Jugendgestalten in einschlägig bekannten Stadtteilen Londons beobachtet. Der Labour-Regierung sei für ihre Migrationspolitik zum Erhalt von Stimmvieh gedankt.

  3. Druidenstein sagt:

    Mit beispielhafter Eindringlichkeit wird hier gezeigt, wie die City of London inzwischen ganz ohne Großbritannien und seine Menschen die heilige Aufgabe erfüllt, „Mehrer des Imperiums“ zu sein! – Gut, das kriegen wir später auch, und weil wir uns ganz dumm stellen, denken wir erst gar nicht daran. Aber jeder, der etwas von Militärgeschichte versteht, der sieht, wie die BRDDR von zukünftigen Fellachenkulturen eingekreist wird. Leider hat der Obergauck bisher zu dieser Entwicklung politisch korrekt geschwiegen.

  4. Fred Kirchheimer sagt:

    Ich war vor knapp einem Jahr in England und habe die Gelegenheit genutzt, in diversen Gesprächen die Frage zu erörtern, warum man es so ruhig akzeptiert, daß die Regierung Milliarden für den damals mit den Franzosen gemeinsam durchgeführten Libyeneinsatz vernichtet. Das ist alles Geld, das dann eben an anderer Stelle nicht mehr zur Verfügung steht.
    Ich erntete immer nur ein Achselzucken. So direkt konnte den Einsatz keiner begründen. Auch mein Hinweis, daß seit 1945 – auch immer mit britischer Beteiligung, im Schlepptau der Amerikaner – durch den Westen kein einzige Krieg gewonnen wurde.

    Mein Hinweis, daß die Russen in zehn Jahren keinen Erfolg in Afghanistan erreichen konnten, wurde zur Kenntnis genommen.

    Beim Einsatz im Irqak-Krieg II hat es für Blair eingen Ärger gegeben, weil er die Bevölkerung über die Kriegsgründe – ganz im Sinne Bush’s – belogen hat. Aber das ist auch schon ein paar Jahre her.

    Meine Vermutung ist, daß sich die Briten zum einen immer noch als Weltmacht wähnen und zum anderen schon seit zu langer Zeit keine flächigen Kriegshandlungen auf der Insel erlebt hat. Es fehlt die prägende Erfahrung einer Niederlage.

    Auf den Artikel direkt eingehend: Die erwähnte Randale im letzten Sommer, verniedlichend Unruhen genannt, war kein „Aufstand“ einer perspektivlosen englischen Jugend, sondern es war das kriminelle Verhalten von Personen überwigend aus dem Einwanderermilieu. Tja, auch GB hat ein Einwandererproblem.

    Aber die britische Wirtschaft hat aufgrund der falschen mentalen Einstellung (s.o.) eben den Anschluß verschlafen. Die verarbeitende Industrie, die Wertschöpfung und somit Arbeitsplätze schaffen könnte, ist im Niedergang. Holla, es gibt keine britischen LKW und PWK-Firmen mehr, von einigen Segmentherstellern abgesehen.
    Der Finanzsektor mag Volumen produzieren, aber eben keine Arbeitsplätze.

    Rule Britannia, Britannia rules no more!