Griechenland: Papademos verschiebt Wachstumsziele

Der Plan zur Sanierung Griechenlands sieht vor, dass seine Wirtschaft im kommenden Jahr wieder wächst. Wie Lucas Papademos nun andeutete, könnte dies länger dauern als erwartet.

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Die Befürchtungen, Griechenland könnte die Ziele des Sanierungsprogrammes nicht rechtzeitig erfüllen, verstärken sich. In einem Interview mit der Financial Times deutete nun auch der griechische Premierminister Lucas Papademos an, dass eine Verzögerung der Sanierung Griechenlands bereits absehbar sei: „Ich bin überzeugt, dass wir auf dem Weg zu wirtschaftlicher Erholung bereits mehr als die halbe Strecke hinter uns gebracht haben – auch wenn der finanzielle Konsolidierungsprozess länger dauern wird. Positive Wachstumszahlen sollten in weniger als zwei Jahren erreicht sein“, sagte er.

Papademos hält es also für möglich, dass Griechenlands Wirtschaft erst im Jahr 2014 wieder wachsen könnte. Der Plan zur Sanierung des griechischen Haushalt sieht allerdings bereits für das kommende Jahr positives Wachstum vor (mehr hier).

Auch andere Akteure wie die Investmentbank Citi (mehr hier) und der Internationale Währungsfonds (mehr hier) äußerten bereits die Sorge, dass der Plan für die Konsolidierung des griechischen Staatshaushaltes zu optimistisch ist.

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Kommentare

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  1. sascha horn sagt:

    .der plan der bilderberger geht doch voll auf…

  2. Rhyskant sagt:

    Ooooch…das überrascht uns aber….nein, damit konnten Troika und die EU und die Staaten aber überhaupt nicht rechnen….haben sie doch stets immer alle Zusagen eingehalten, Ziele erfüllt…ganz unerwartet müssen dann die lieben Staaten rescue-package three auflegen…wie war das…2014 oder 2214?

  3. Autofokus sagt:

    „Ich bin überzeugt, dass wir auf dem Weg zu wirtschaftlicher Erholung bereits mehr als die halbe Strecke hinter uns gebracht haben“…….

    Der Papademos spricht also auch von 50% „hinter uns gebracht*, wie Schäuble über die Krise….

    „Positive Wachstumszahlen sollten in weniger als zwei Jahren erreicht sein“, sagte er. Stimmt, damit meint wohl für die Schulden….

    Ab sofort läuft das Wasser entgegen dem Gefälle und der Sonnenaufgang ist im Westen, aber ich habe Sorge, dass dem nicht so sein könnte….

    Für wie wichtig halten sich eigentlich die Politiker, dass sie noch immer denken, man glaubt ihnen, selbst wenn sie den grössten Stuss zum Besten geben ?
    Solche Interviews sollte man gar nicht mehr veröffentlichen, sie sind schlechthin eine Beleidigung für jeden rational denkenden Menschen.

  4. Murksel sagt:

    Als Bankster macht Papadimos schon einmal klar, dass wir europäischen Steuerzahler weiter dazu da sind die Finanzoligarchie über Griechenland zu bedienen und zu pampern.
    Dass es bei den Sparvorgaben der gräßlichen Kanzlerin kein Wachstum in GR geben kann, ist allen Leuten –außer wahrscheinlich den Ökonomen–klar.

    Nun gibt es wohl auch noch das Sperrkonto wo die Staatseinnahmen der Griechen
    eingezahlt werden müßen laut EU-Vorgaben (Idee von Merkel?). Von diesem Konto werden dann erst die Finanzoligarchen über die Banken bedient. Das nennt sich Schuldendienst. Über den Rest der Staatseinnahmen darf dann großzügigerweise Griechenland selber verfügen. Wenn genug bleibt können dann Sozialleistungen und Renten usw bezahlt werden.
    Wenn bei absehbarer steigender Zinslast immer weniger übrig bleiben wird, müssen die Leute eben verhungern. Was interessiert es einen Finanzoligarchen dass Menschen verhungern müßen damit er immer noch mehr Geld bekommt.

    Also werden wir europäischen Steuerzahler über GR und dann später auch noch Portugal die Superreichen bedienen bis wir alle in Europa vor die Hunde gehen , ausbluten und verhungern.

  5. Cuzco sagt:

    Noch so ein Spitzmerker der Firma Langsam…

  6. HB4242 sagt:

    Griechenland: Papademos verschiebt Wachstumsziele ….

    Natürlich war das zu erwarten. Verschieben von länger bis nie !!!

    Wer das nicht erwartet oder geglaubt hat ist eigentlich reif für einen Spitzenjob in der Politik. (am besten in der EU)